Alsdorf - Alsdorfer Autorin mit Faible für den Norden

Alsdorfer Autorin mit Faible für den Norden

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
britebuch_bu
Ein Prosit auf den „Briten”: Mit der Autorin Anna Asmuth-Classen (r.) haben Buchhändlerin Heidrun Thater und Lesebühnen-Vorsitzender Wolfgang Rosen angestoßen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Mitunter kommen ihre Finger nicht hinterher. „So schnell, wie mir die Gedanken manchmal in den Kopf schießen, kann ich sie gar nicht aufschreiben.” Und so schwirren Schauplätze, Personen und Handlungsstränge eine Weile umher und warten darauf, zu einer Geschichte verarbeitet zu werden. In Sachen Kreativität läuft es momentan ganz schön rund bei Anna Asmuth-Classen.

Soeben hat die Alsdorferin ihren aktuellen Roman „Der Brite” veröffentlicht. Und am Nachfolger arbeitet sie bereits eifrig.

Womöglich ist solche Schreibwut darin begründet, dass die 48-Jährige erst vor wenigen Jahren überhaupt mit dem Schreiben begonnen hat. Da hat sich wohl etwas angestaut, das jetzt endlich raus will. Ihr jüngstes Buch - ihr insgesamt drittes und das zweite, das bei der Alsdorfer Lesebühne verlegt worden ist - ist dabei auch eine Hommage an die Lieblingsorte der Alsdorferin.

Im Lauf der Geschichte („Es geht um die Liebe und hat ein Happy-End”) verschlägt es einen in Afghanistan verwundeten britischen Soldaten nach London, Hamburg, Amrum und Aachen. So verbindet die Autorin ihre Liebe zur Aachener Heimat mit einem Faible für den deutschen Norden („Ich mache da sehr gerne Urlaub - auch zu Recherchezwecken”) und englische Städte.

Gleich doppelt schwanger

Zwar gehören solche biographischen Züge zu ihren Büchern, doch diesmal war die Fiktion sogar schneller als die Realität. „Ich hatte gerade im Roman beschrieben, dass die Tochter meiner Heldin schwanger ist, als meine eigene Tochter mir sagte, dass sie ein Baby erwartet. Das war schon beinahe unheimlich.”

Die ganze Geschichte hat sie übrigens einmal komplett auf den Kopf stellen müssen. Sie hat sie zerpflückt und dann neu zusammengesetzt, nachdem ihr Lektor ihr zu einem anderen Ansatz geraten hatte. „Ich habe praktisch das ganze Buch in knapp sechs Wochen in einem Rutsch noch einmal geschrieben sagt sie.”

Das Ergebnis gefällt nun Lektor und Autorin gleichermaßen. Wobei Anna Asmuth-Classen ihre Aufmerksamkeit bereits dem nächsten Projekt widmet. „Ich stecke mit dem Kopf schon ganz tief drin im achten Frosch”, sagt sie lachend. „Der achte Frosch” - so soll das nächste Buch nämlich heißen, bei dem die Feuerwehr eine Rolle spielen wird. Ihr Mann engagiert sich in Alsdorf bei der Freiwilligen Feuerwehr - hier lässt die Biographie der Autorin wieder grüßen.

Vorstellen wird sie ihr aktuelles Buch in den nächsten Wochen übrigens nicht selbst. Zwar ist die Alsdorfer Lesebühne bekannt für ihre szenischen Lesungen, wie es sie auch zu „Der Brite” geben soll, doch überlässt die stellvertretende Vorsitzende des Vereins dieses Feld anderen. „Ich halte mich lieber hinter der Bühne auf”, sagt sie. Da kann sie nämlich auch mal die Gedanken kreisen lassen - und vielleicht ein paar Ideen sammeln, die dann ganz schnell wieder raus wollen.

Anna Asmuth-Classens Roman „Der Brite” ist gut 260 Seiten dick und erschienen unter der ISBN 978-3-941810-06-8.

Das Buch kostet 12,80 Euro und ist in Alsdorf bei der Buchhandlung Thater, Luisenstraße, sowie bei der Lesebühne erhältlich.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert