Alsdorf will mit Bebauungsplan Spielhallen und Sexshops verhindern

Von: -ks-
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Alsdorf. Die Stadt Alsdorf kann nicht nach Gutdünken Bauprojekte ablehnen oder genehmigen. Sie muss dem jeweiligen Baurecht genüge tun und auch schon mal Unliebsames genehmigen.

Im Falle des ehemaligen Standortes von Opel Thüllen an der Ecke Jülicher/Goethestraße in Hoengen soll die nach Aufgabe des Autohandels entstandene „innerstädtische Brache” durch Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters sowie eines Drogeriefachmarktes wieder einer „geordneten Nutzung zugeführt” werden, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt.

Die SPD-Fraktion zum Beispiel sieht das kritisch. Nach bislang gültigem Baurecht - es existiert kein regelnder Bebauungsplan - seien die derzeit vorliegenden Bauanträge positiv zu bescheiden. Jedoch sollte eine stadtplanerische Neuorientierung für dieses Gebiet schnellstens auf den Weg gebracht werden, weil ansonsten „innenstadtrelevante Sortimente unbegrenzt” möglich werden, heißt es in einem Antrag der Genossen an den Stadtrat.

Will sagen, durch „Wildwuchs” weiterer Discounter beziehungsweise Anbieter werden bestehende Geschäfte unter Druck geraten. Man spricht von „innenstadtschädlicher Stadtentwicklung”. SPD-Fraktionschef Gustl Rinkens will gar in Erfahrung gebracht haben, dass ernsthaft darüber nachgedacht werde, dort eine weitere Spielhalle zu errichten.

Der Stadtrat beschloss unlängst die Aufstellung eines Bebauungsplanes, der die Ansiedlung von Glücksspielhallen und Sexshops ausschließen soll. „Abgesehen vom Eigeninteresse, das die Stadt Alsdorf hier bezüglich des Schutzes ihrer Innenstadt haben muss, wurde im Städteregionalen Arbeitskreis Einzelhandel vereinbart, solche planerischen Defizite zu bereinigen”, stellte Rinkens heraus.

Auch im Bereich Am Rösenkreuzchen bei Neuweiler stellt die Stadt nun einen Bebauungsplan auf. Das Gebiet umfasst das Gelände des Toom SB Warenhauses, des Toom-Baumarktes und des Promarktes sowie darin ansässiger Geschäfte.

Auf diese Weise soll der Bestand bis auf Weiterentwicklungen am Standort festgeschrieben werden, „damit die schädlichen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsgebiete, insbesondere die Innenstadt von Alsdorf, die von diesem Standortbereich bereits ausgehen, nicht verschärft werden”, skizzierte die Verwaltung den Sinn der Aktion.
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