Alsdorf will Innenstadt auf Vordermann bringen

Von: Karl Stüber
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Alsdorf. In Alsdorf steckt mehr, als unterm Strich drin bleibt. Gemeint ist Kaufkraft. Damit das Geld, das die Bürger von Alsdorf zum Ausgeben zur Verfügung haben, auch dem Handel und so der Kommune vor Ort zugute kommt und obendrein möglichst viele weitere Kunden Alsdorf als Einkaufsstadt entdecken, startet die Stadt eine Offensive namens „Innenstadt – Online“.

Bei dem Portal geht es um intelligentes Leerstandsmanagement als Kern eines Gesamtpakets aus Maßnahmen. Leerstand klingt aber negativ. Deshalb der dynamisch klingende Slogan „Innenstadt – Online“, der „eine Kampfansage gegen den zunehmenden Druck des Online-Handels“ sein soll, wie es in dem von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion entwickelten Konzept heißt. Deren Geschäftsführer Dr. Axel Thomas stellte die Kernpunkte im Hauptausschuss vor und bekräftigte die Aussage von Bürgermeister Alfred Sonders (SPD), dass die Alsdorfer Innenstadt einen „weiteren Magneten“ benötigt. Thomas sprach von einem „Therapiekonzept“.

Bürgermeister Alfred Sonders konkretisierte, dass auf Grund der „Förderkulisse“ das Maßnahmenpaket im Rahmen „Soziale Stadt Alsdorf-Mitte“ erst einmal auf die City konzentrieren muss. Ansonsten würde man „förderschädlich“ handeln, wie Wirtschaftsförderer Thomas bestätigte. Auf Nachfrage des stellvertretenden Bürgermeisters Dieter Lothmann (CDU), ob nicht auch Ortslagen wie Ofden einbezogen werden, wurde deutlich, dass dies technisch möglich und inhaltlich zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen ist.

„Kümmerer“ soll es richten

Auch wenn es bei der Demonstration des entsprechenden Onlineauftritts mächtig hakte, bevor via Multimedia etwas über die Projektionsflächen im Ratssaal flimmerte, macht das Projekt Sinn – und folgt in Teilen den Beispielen von Jülich und Herzogenrath, will aber in den flankierenden Aktivitäten weiter greifen. Kern ist eine online geführte und fortlaufende zu aktualisierende Gewerbeflächenbörse. Außerdem wird den interessierten Eigentümern ein zentraler Ansprechpartner zur Verfügung gestellt, der als „Kümmerer“ die betroffenen Akteure motivieren und sich bei allen Belangen unterstützend an ihre Seite stellen soll. Das wird Holger Bubel sein, der bislang als Journalist arbeitete und zum 2. Februar seine Arbeit in der Stadtverwaltung aufnimmt. Stellvertretender Bürgermeister Heinrich Plum (SPD) wünschte Bubel angesichts dieser „Herkules-Aufgabe“ alles erdenklich Gute.

Es bedarf in der Tat wohl erheblichen „Klinkenputzens“ und Überzeugungsarbeit, die zur Beseitigung und Vermeidung vorgesehenen Maßnahmen „von der Kaschierung der Leerstände, Zwischennutzungen bis hin zu einer vollständigen Neuprofilierung des Standortes“ Hausbesitzern und Händlern in Alsdorf nahe zu bringen. Das wird nicht ohne entsprechenden Einsichtswillen der Klientel gehen. Hier werden – zumindest vorübergehend – „Erwartungen in Bezug auf Mieteinahmen und Rendite zurückzuschrauben“ sein, steht im Konzept. Zudem müssten sich die Betroffenen „den marktlichen Realitäten“ stellen. Derzeit ist die Bereitschaft, sich auf das Konzept einzulassen, nur beschränkt. Ein in 180 Exemplaren an Eigentümern von Leerständen und vermieteten Flächen verteilter Erhebungsbogen wurde nur in 13 Fällen „beantwortet“.

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