Alsdorf-Ost: Franz Brandt liegen Skulpturen am Herzen

Von: nt
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Eine Herzensangelegenheit: Franz Brandt sucht auch Sponsoren für die Arbeiten. Foto: Nadine Tocay

Alsdorf. „Man könnte sagen: Es ist mein Steckenpferd“, sagt Franz Brandt, Anwalt und Fraktionsvorsitzender der CDU, bei einer Begehung über sein Anliegen, vier teils stark beschädigte Skulpturen im Stadtteil Alsdorf-Ost zu restaurieren. Ihm sei zufällig vor einiger Zeit aufgefallen, in welch „katastrophalem Zustand“ die Figuren seien.

Und als Kunstliebhaber sei es ihm eine Herzensangelegenheit, ihre alte Schönheit wieder sichtbar zu machen. Die Skulpturen stehen an der Allensteiner Straße, der Königsberger Straße, der Danziger Straße und der Breslauer Straße in der Siedlung Ost. Die Restaurierung soll mit Spenden finanziert werden. Doch was weiß man überhaupt über diese Skulpturen? „Über ihre Historie ist so gut wie nichts bekannt“, erklärt Brandt. Vermutlich wurden sie im Zuge der Erbauung der Siedlung in den 50er Jahren dort errichtet. „Es ist nicht einmal genau klar, von wem sie überhaupt stammen.“

Bei seinen Recherchen wandte Franz Brandt sich an Alfred Reimund, Spezialist für Alsdorfer Heimatkunde. Dieser fand heraus, dass eine der Figuren vermutlich vom Aachener Künstler Professor Benno Werth errichtet wurde, der im Jahr 2015 starb. Nach einer Begehung mit dessen langjähriger Lebensgefährtin Professor Dr. Gisela Engeln-Müllges und der Kunsthistorikerin Judith Dahmen-Beumers verstärkte sich diese Vermutung. „Es stellte sich des Weiteren heraus, dass alle vier Skulpturen aus Muschelkalkmehl-Zement hergestellt worden sind“, so Brandt. Dies stütze die These, dass sie das Werk ein und desselben Künstlers seien.

Das Grundgerüst der Figuren besteht aus Eisenstangen. Aufgrund des hohen Alters beginnt der Zement zu bröckeln, und die Eisenstangen kommen zum Vorschein. Die Figur „Jungfrau“ – wie der Anwalt sie nennt – die an der Allensteiner Straße steht, ist am stärksten beschädigt. Ihr fehlen diverse kleine Teile und ein kompletter Arm. „Mein Ziel ist es, dass die Skulpturen so weit wie möglich wieder in den alten Zustand zurückversetzt werden“, erläuterte Brandt.

Dafür sei er aber auf die Hilfe seiner Mitbürger angewiesen. Deshalb lautet sein Appell: „Jeder, der noch Bildmaterial hat, auf dem eine intakte Figur zu sehen ist, soll sich bitte bei mir melden!“ Vor allem Bilder der Figur an der Allensteiner Straße erhofft er sich. Kontakt zu ihm kann man über die Kanzlei, die er mit seinem Bruder Helmut Brandt an der Luisenstraße 41 in Alsdorf führt, aufnehmen: Telefon 02404/5578-0.

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