Alsdorf macht gegen geplante höhere Zahlungen mobil

Von: -ks-
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Alsdorf. Es ist besonders bitter, wenn der runde Wärter den abgemagerten Gefangenen auffordert, von seinem letzten trockenen Brot noch ein weiteres Stück abzugeben. So fühlt sich das arme Alsdorf gegenüber der finanziell bestens gestellten Städteregion Aachen, die zudem (Teil der) Finanzaufsicht der Kommune ist.

SPD-Fraktionschef Gustl Rinkens hat diesen Frust in einem Initiativantrag formuliert, der vom Stadtrat aktuell auf die Tagesordnung gehievt wurde. Der Rat folgte der Argumentation und spricht sich eindeutig gegen die geplante Erhöhung der Städteregionsumlage (früher Kreisumlage) aus.

Dagegen solle die Städteregion erst einmal an ihren eigenen Speck gehen. Gemeint ist der „vollständige Einsatz der Rücklagen”, um das drohende Haushaltsdefizit der Städteregion zu stopfen. Es könne nicht sein, dass eine Kommune, wie das im Nothaushalt befindliche Alsdorf, auf diese Weise ihr Haushaltsloch noch ausweitet, um Gemeinschaftsaufgaben zu finanzieren. Bürgermeister Alfred Sonders wurde beauftragt, entsprechende Verhandlungen aufzunehmen.

Immerhin, argumentierte Rinkens, verfüge die Städteregion über Rücklagen in Höhe von 44 Millionen Euro und im Rahmen des Neuen Kommunalen Finanzmanagements noch über ihr gesamtes Eigenkapital.

Dagegen belaufe sich der Fehlbetrag im Nothaushalt der Stadt Alsdorf schon jetzt auf 14 Millionen Euro. Da sei es nicht zumutbar, dass sich die Stadt obendrein mit 700.000 Euro daran beteilige, um die Hälfte des Defizits des Etats der Städteregion decken zu helfen. Da geht es insgesamt um 27 Millionen Euro Defizit.

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