Alsdorf ist vom Streik in Kitas besonders betroffen

Von: akas/-ks-
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„Wir müssen draußen bleiben
Durch den Streik kommt es zu erheblichen Einschränkungen hinsichtlich der Kinderbetreuung. Foto: Roland Weihrauch

Nordkreis. Bedingt durch anhaltende Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Tarifvertrag für den Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) sind für Montag, 13. April, Warnstreiks in den städtischen Kindertageseinrichtungen in Alsdorf angekündigt.

Es ist unvermeidbar, dass es durch die Ausübung des Streikrechts durch die Beschäftigten zu erheblichen Einschränkungen hinsichtlich der Kinderbetreuung kommen wird, teilt die Stadt Alsdorf hierzu mit.

Zwei Einrichtungen geschlossen

Das Familienzentrum Annapark und das Familienzentrum Kellersberg sind demnach am Streiktag vollständig geschlossen! In den Familienzentren Straßburger Straße, Biberburg und Florianstraße werden für den Streiktag Notgruppen zur Betreuung der Kinder eingerichtet.

Auf Grund des fehlenden Personals wird seitens der Kommune eindringlich gebeten, die Kinder an diesem Tag nur bei dringendem Betreuungsbedarf in die Einrichtungen mit Notgruppen zu bringen. Am Dienstag, den 14. April wird der Betrieb der betroffenen Kindertageseinrichtungen wieder normal aufgenommen werden.

Inwieweit es zu weiteren Streikaktionen mit entsprechenden Auswirkungen kommen wird, bleibt abzuwarten. Die Stadtverwaltung hat die Eltern bereits über die herrschende Situation informiert. Kindertageseinrichtungen nicht städtischer Natur sind nicht durch den Streik betroffen.

Auf Nachfrage unserer Zeitung gab der Pressesprecher der Städteregion Aachen, Detlef Funken, Auskunft über den „vorläufigen“ Sachstand am Montag in Baesweiler. Demnach werden das Familienzentrum „Sonnenschein“ in Baesweiler an der Mariastraße und die Kita „Kleeblatt“ in Setterich Am Weiher betroffen sein, bleiben jedoch auch während des Streikes geöffnet. Die Aufsichtspflicht und die Betreuung der Kinder werden sichergestellt, hieß es für die von der Städteregion betriebenen Einrichtungen. Es wird personalreduziert gearbeitet. Angebote im Rahmen des Erziehungs- und Bildungsauftrages können an diesem Tag daher nur eingeschränkt geleistet werden. Alle hier nicht genannten Kitas in Baesweiler öffnen laut Funken voraussichtlich wie gewohnt.

So sieht es in Herzogenrath aus: Die drei städtischen Kitas sind durch den Streik am Montag nicht betroffen und öffnen wie gewohnt. Das teilte Andreas Heine, Fachbereichsleiter Jugend und Bildung, auf Anfrage mit.

Das Gleiche gilt für die Tagesstätten in Würselen. Auch hier können sich die Eltern auf das reguläre Betreuungsangebot einrichten, sagte Werner Birmanns, Erster Beigeordneter der Stadt. In beiden Städten sind die Erzieher überwiegend in der Gewerkschaft Verdi organisiert, die in den vergangen Wochen mehrfach zur Arbeitsniederlassung aufrief.

Der Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hans-Dieter Vosen gibt für die Erziehungsberechtigten Entwarnung: „Wirs sind nicht kein Tarifpartner von Gewerkschaften.“ Folglich werde auch am Montag in den neun Kindertagesstätten im Nordkreis normaler Betrieb sein. Fünf Einrichtungen befinden sich in Würselen, drei in Baesweiler und eine in Alsdorf.

Aufgerufen zum Streik am Montag hat die Gewerkschaft Komba. Die dritte Tarifverhandlungsrunde über die Entgeltordnung im sozial- und Erziehungsdienst war am Donnerstag in Düsseldorf ergebnislos zu Ende gegangen, teilte die Gewerkschaft als Begründung mit. „Wir haben unterschiedliche Auffassungen davon, was uns die Verantwortung für die Fürsorge unserer Kinder wert ist. Diese verschiedenen Ansichten waren auch nicht aus dem Weg zu räumen“, sagte Andreas Hemsing, stellvertretender Bundesvorsitzender der Komba.

„Die Beschäftigten sind enttäuscht über die Haltung der Arbeitgeber und werden diese Enttäuschung bei Aktionen – unterstützend zu den Verhandlungen – zum Ausdruck bringen“, betonte er. Neben Unterstützungsstreiks im Raum Aachen sind weiter Bonn, Essen und Mönchengladbach geplant.

Weitere Termine und Themenschwerpunkte für die kommenden Tarifrunden sind bereits vereinbart. Die Eingruppierung der Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung ist am 16. April in Hannover geplant.

Am 20. und 21. April wird in Frankfurt über die Eingruppierung der Sozialarbeiter und -pädagogen diskutiert, teilte die Gewerkschaft mit.

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