Alsdorf - Alsdorf investiert 1,4 Millionen Euro in Infrastruktur

Alsdorf investiert 1,4 Millionen Euro in Infrastruktur

Von: Holger Bubel
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Schlechte und enge Straßenverhältnisse, dafür ein üppig breiter Fußgängerweg: Hier beginnend wird die Blumenrather Straße für Autofahrer, Radler und Fußgänger gleichermaßen umgestaltet. Foto: H. Bubel

Alsdorf. Da sage doch einer, Alsdorf habe kein Herz für Radfahrer: Satte 1,4 Millionen Euro sollen schon bald in den Ausbau des Radweges an der Blumenrather Straße investiert werden. Mit 760.000 Euro – das entspricht 60 Prozent der Gesamtsumme und ist damit der höchstmögliche Fördersatz – wird das Projekt von der Bezirksregierung finanziert.

Voraussetzung: „Noch in diesem Jahr wird begonnen. Deshalb forcieren wir jetzt den Baubeginn, der mit der öffentlichen Ausschreibung startet. Geplant ist, dass ab Mai Erde bewegt wird“, sagt Fachgebietsleiter Hoch-, Tiefbau und Verkehrsplanung, Michael Göttgens.

Natürlich geht es bei der Straßenbaumaßnahme nicht nur um eine Verbesserung der Verkehrssituation für Radfahrer. Fußgänger und auch der Kraftfahrzeugverkehr werden erheblich profitieren, wenn die in zwei Bauabschnitten, die parallel begonnen werden, umgesetzten Maßnahmen greifen. Laut Planung sollen die Arbeiten bis Ende des Jahres ausgeführt sein, wie Damian Toporowski, in der Verwaltung als Bauingenieur zuständig für den Bereich Straßen- und Tiefbau, sagt.

Der erste Bauabschnitt der Blumenrather Straße wird zwischen „Am neuen Markt“ und der Osterfeldstraße sein. Zwei neu ausgebaute Querungshilfen werden im Zuge der Baumaßnahmen eingerichtet. Auf dem ersten Teilstück wird nicht nur die Verkehrssituation optimiert, auch die Kanäle werden saniert, 15 Hausanschlüsse fallen darunter.

Auf diesem etwa 730 Metern langen Bauabschnitt wird ein durchgängiger Geh-/Radweg eingerichtet, der „die Verkehrssicherheit erheblich steigern wird“, sagt Damian Toporowski. Auch die Querungshilfen werden umgestaltet, vergrößert und mit dem Easy-Cross-System behindertenfreundlich ertüchtigt, eine gleich an der Einmündung „Am neuen Markt“. Etwa von dort aus wird der derzeit mit drei Metern sehr breite in Richtung Broicher Siedlung rechte Gehweg auf etwa 1,65 Meter „verjüngt“, auf der linken Seite eine Rad-/Gehweg-Kombination von drei Metern eingerichtet, die etwa bis in Höhe des Parkplatzes Broicher Weiher führt. „Der Parkplatz wird besser ausgeleuchtet, außerdem werden auf diesem Streckenabschnitt Ruhebänke für die Fußgänger aufgestellt“, berichtet Toporowski von flankierenden zusätzlichen Maßnahmen.

Die Fahrbahnbreite für den motorisierten Verkehr wird auf insgesamt 6,50 Meter vergrößert, die äußerst schadhafte Straßendecke auf der gesamten Strecke erneuert. Eine zweite, für Radfahrer Richtung Kellersberg verkehrsführende Querungshilfe, wird in der Kurve „Am Kiesschacht“ ausgebaut. „Dazu muss das Denkmal an der Einmündung etwa um zehn Meter zurückgesetzt werden. Das Grundstück dafür konnte erworben werden“, sagt Damian Toporowski.

Nicht geopfert für Fahrbahn und die Rad-/Gehweg-Kombination wird die Baumallee zwischen Weststraße und Weiher-Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite. „Es war uns sehr wichtig, dass wir die Bäume erhalten. Lediglich der Niedrigwuchs musste gestutzt und zurückgeschnitten werden“, erklärt Toporowski. Auf der gesamten Strecke des Bauabschnitts 1 wird zudem die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt.

Der auf einer Länge von 450 Metern ausgelegte zweite Bauabschnitt beginnt ab der Einmündung „Greifswalder Straße“ in Richtung Würselener Stadtgebiet (Linden-Neusen).

Das besiedelte „Zwischenstück“ der Blumenrather Straße bleibt von baulichen Maßnahmen unberührt. „Ortsauswärts führend wird bis zum Friedhof einseitig ein Gehweg von etwa zwei Metern Breite angelegt. Die auf etwa sieben Meter Breite vergrößerte Fahrbahn wird mit Radschutzstreifen von jeweils 1,25 Metern bedacht“, skizziert Verkehrsplaner Toporowski. Auch in diesem Bauabschnitt werden zwei Querungshilfen eingerichtet, hinter der Greifswalder Straße und auf Höhe des Friedhofes.

Die Straßenlaternen – derzeit noch aus Holzmasten mit überirdischen Leitungen bestehend – werden ebenfalls gegen moderne, energiesparende LED-Leuchten ausgetauscht. „Nach Planung werden Verkehrsteilnehmer zwar mit Einschränkungen während der Baumaßnahmen rechnen müssen, aber der Durchgangsverkehr auf der Blumenrather Straße ist während des gesamten Zeitraums gewährleistet“, sagt Toporowski.

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