Alsdorf erhält jetzt Stadteingangstore

Von: Karl Stüber
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Blickfang mit bunten Akzenten: Auch das neue Logo der Stadt Alsdorf soll Besucher auf den „Eingangstoren“ begrüßen. Grafik: Pixelcowboys/Nijaz Ganic

Alsdorf. Orte mit alten Stadttoren haben etwas Besonderes an sich. Und wenn dazu noch ein Stückchen der historischen Stadtmauer erhalten geblieben ist oder der einst der Verteidigung dienende Wassergraben zu einem Grünstreifen mit Bäumen und Parkbänken umfunktioniert worden ist, lässt es sich dort zumeist gut leben. Der ruhige Atem der eigenen Geschichte sorgt für Geborgenheit. Nicht so in Alsdorf.

Dort ist die jüngere Geschichte, der Steinkohlenbergbau, der die Mitte der Kommunen beanspruchte, in weiten Teilen getilgt. Auf der Industriebrache sind eine Reihe verheißungsvoller „Pflänzchen“ entstanden wie etwa der Annapark mitsamt immer dichter werdender Bebauung. Nun soll das Kultur- und Bildungszentrum errichtet werden und das Gymnasium sowie die Realschule beherbergen.

Einfach durchgerauscht

Aber der fremde Autofahrer, der Alsdorf-Mitte quert, ist – schwupp – durch den Stadtkern gerauscht und weiß erst dann, dass das wohl das Zentrum gewesen sein muss. Das soll jetzt anders werden. Im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt Alsdorf-Mitte“ werden zunächst „Stadteingangstore“ und dann noch Quartierseingänge entstehen. Die Idee stammt aus dem Stadtmarketingprozess vor einigen Jahren, bei dem sich in diversen Arbeitsgruppen Alsdorfer viele Gedanken darüber gemacht hatten, was zu verbessern ist.

Das aktuelle Projekt firmiert unter dem Stichwort „Kooperative Stadtraumaufwertung/Imageverbesserung“. Der Zuwendungsbescheid seitens der Bezirksregierung auch hierfür wurde bereits am 21. November 2012 erteilt. Die Gesamtmaßnahme kostet 61.500 Euro, die Landesförderung beläuft sich auf 49 200 Euro (80 Prozent).

Nun geht es bei dem Ganzen aber nicht darum, Stadttore zu mauern. Es handelt sich eher um eine Randnotiz an den Haupteinfallsstraßen. Drei Standorte sind hierfür von der Stadt ausgemacht worden: am Denkmalplatz gegenüber der Post in Fahrtrichtung Stadthalle, in der Bahnhofstraße hinter dem Kreisverkehr/Ecke Kaufland in Richtung Innenstadt und an der Luisenstraße kurz hinter der Rathausapotheke, ebenfalls in Richtung City.

Mit LED-Anzeige

Im Auftrag der Stadt Alsdorf stellte Nijaz Ganic von der Werbeagentur Pixelcowboys das Konzept im Stadtentwicklungsausschuss vor. Die besagten Stadttore erweisen sich als Hinweisflächen, bestehend aus einer Stahlrohr-Tragkonstruktion, die mit gestalteten Schildträgern und einer LED-Anzeige ausgestattet werden.

Im unteren Bereich der Infoflächen besteht zudem die Möglichkeit, A0-Plakate anzubringen und auf aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen hinzuweisen, wie Ganic erläuterte. Die LED-Anzeige soll von der Werbeagentur mittels Datenübertragung (SMS oder USB-Sticks) „beschickt“ werden, um die Infos bei Bedarf aktuell wechseln zu können. Das führte zu einer kritischen Nachfrage aus Reihen des Ausschusses: Ob derjenige, der die entsprechende Handy-Kennung/-Nummer herausfinden könnte, auch unliebsame Botschaften so via „Stadttore“ senden und veröffentlichen könnte? Theoretisch sei das möglich, praktisch aber nicht. Da wolle man aufpassen, lautete die Antwort.

Franz Brandt (CDU) regte an, den Standort des Hinweis-„Pylonen“ an der Bahnhofstraße nochmals zu überdenken und etwas zu verlegen, weil dieser zu nahe am Kreisverkehr sei. Ausschussvorsitzender Heinrich Plum (SPD) betonte, dass dies im Verfahren schon ausgiebig geprüft worden sei, ohne das allerdings nun eng sehen zu wollen. Verwaltungsmitarbeiter Michael Göttgens (Bereich Bauwesen) gelobte, die Anregung erneut prüfen zu wollen.

Weitere Teile folgen

Peter Steingass (CDU) regte an, kleinere Versionen auch im Bereich der Stadtteile wie Hoengen und Mariadorf anbringen zu lassen. Nijaz Ganic bekräftigte, dass später auch weitere Ortsteile so ausgestattet werden sollen. Damit die Imagepflege in Alsdorf möglichst breit aufgestellt wird.

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