Alsdorf City: Innenstadt soll weiter verschönert werden

Von: Holger Bubel
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Trotz Kompromiss eine gelungene Umsetzung: Die Farbwahl am Gebäude Bahnhofstraße 65 ist den Wünschen des Handelsunternehmens geschuldet. Fotos. Foto: Stadt Alsdorf

Alsdorf. Zugegeben, es könnten noch mehr Immobilienbesitzer sein, die in der Alsdorfer City ihr Eigentum aufhübschen. Schließlich ist das die Idee steckt, die im Rahmen von Soziale Stadt Alsdorf-Mitte initiiert wurde. Und immerhin: „Das Fassaden- und Hofprogramm nimmt so mit und mit an Fahrt auf“, sagt Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg.

Nachdem im vergangenen Jahr bereits erste Gebäude an der Annastraße und Im Brühl umgestaltet wurden, zeigt das Programm jetzt auch in prominenteren Lagen der Stadt Wirkung. Mit Hilfe der Fördermittel aus dem Programm und in Zusammenarbeit mit den privaten Eigentümern, konnten zwei Gebäude an der Bahnhofstraße jetzt attraktiv umgestaltet werden.

„Schaut man sich dann noch die Zahl der noch laufenden Anträge an, dürfte das nur der erste Schritt zu einer insgesamt positiven Veränderung der Alsdorfer Hauptgeschäftsstraße sein“, ist auch Sebastian Wiese vom Fachgebiet Bauleitplanung zuversichtlich, dass über kurz oder lang die Innenstadt an Attraktivität gewinnt – zumindest was die Fassaden anbelangt.

„Schon ein neuer Anstrich kann das äußere Erscheinungsbild eines Gebäudes deutlich zum positiven verändern“, sagt Wiese.

Das Gebäude an der Bahnhofstraße 65 bot mit seinen historischen Fassadenelementen ein ganz besonderes Potenzial. „Vor der Umgestaltung wirkten diese Elemente kaum, und das Gesamtbild der Fassade wurde vor allem durch die Werbeanlage des Einzelhandelsbetriebes im Erdgeschoss gestört“, erklärt Susanne Lo Cicero-Marenberg.

Das Büro MWM aus Aachen entwickelte deshalb ein Farbkonzept, das die störende Werbeanlage farblich in die Fassade integrierte und die historischen Elemente des Gebäudes über eine helle Farbgebung betonte. Auf Wunsch des Einzelhändlers wurde ein Kompromiss eingegangen: Auf eine vollständige Wiederherstellung der vertikalen Säulenelemente im Erdgeschoss sollte verzichtet werden. Das historische Bild der Fassade wurde jedoch in großen Teilen wieder hergestellt und es konnte eine deutlich homogenere Wirkung erreicht werden.

„Unkomplizierter Vorgang“

Die zweite Umgestaltung erfuhr die Immobilie Bahnhofstraße 59, in der sich eine Apotheke befindet. Die ehemalige Klinkerfassade wurde einheitlich weiß gestrichen und die Eingangssituation neu gestaltet. Die alte Türanlage und das Schaufenster waren ursprünglich leicht nach innen zurückgesetzt und entsprachen zum Teil nicht der Gebäudeflucht. Die neue Fensteranlage liegt etwas weiter in Richtung Straße und folgt der Flucht des Baukörpers, wodurch das Ladenlokal vergrößert und ein einheitlicheres Fassadenbild erzielt werden konnte. In den neuen Fenstern im Obergeschoss wurde durch die Integration eines Oberlichtes ein Bezug zu dem ursprünglichen Erscheinungsbild des Gebäudes hergestellt.

„Was mich überzeugt hat, war der unkomplizierte Vorgang bei den Förderanträgen. Das ging ganz leicht und war erstaunlich unbürokratisch“, sagt Stephan Jüsten, Inhaber der Apotheke, zum formellen Ablauf der Antragstellung. Abseits der Bahnhofstraße wurde auch die alte Riemchenfassade an der Herzogenrather Straße 22 farblich homogen umgestaltet. Die Fenster und Türen wurden zudem durch helle Faschen und Laibungen betont.

Aktuell liegen der Stadt Alsdorf 24 genehmigungsfähige Kurzanträge für insgesamt 26 Objekte in der Innenstadt vor. Sechs Vorhaben wurden bereits umgesetzt und für ein weiteres liegt ein bewilligter Förderbescheid vor. „In Vorbereitung einer Bewilligung erfolgen momentan intensive Abstimmungen mit der Stadt zu zahlreichen weiteren Vorhaben“, erklärt Sebastian Wiese.

Die Umsetzung dieser Vorhaben wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2015 erfolgen.

Neue Förderanträge seien jedoch ausdrücklich erwünscht, zumal die Laufzeit des Förderprogramms bis Ende 2016 verlängert wurde.

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