Alsdorf-Busch: Ortsverband wünscht sich einen Discounter im Stadtteil

Von: nai
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Busch ist „im Kommen“: Für die Nahversorgung hat die Kommune das Gelände des Jugendzentrums Aber Hallo e.V. auserkoren. Foto: nai

Alsdorf. Knapp zwei Kilometer muss man aus dem Herzen von Busch laufen, wenn man Lebensmittel einkaufen möchte. Die Geschäfte sind nach und nach abgewandert, und vor etwas mehr als einem Jahr hat mit der Firma Süßmilch am Konsumplatz auch der letzte Nahversorger in dem idyllischen Alsdorfer Stadtteil die Pforten geschlossen. Das soll sich nun ändern.

Deshalb hat Markus Naegler, Vorsitzender der CDU Alsdorf, einen Bürgerantrag bei der Stadt eingereicht: In Busch sollen die baurechtlichen Voraussetzungen geprüft und Kontakt mit potenziellen Betreibern aufgenommen werden. „In einer Ortsversammlung haben sich die CDU-Mitglieder explizit für einen Discounter ausgesprochen“, sagt Naegler.

Für ältere Menschen ohne Auto ist die Bewältigung der Strecke bis zum nächsten Supermarkt fast unmöglich. 30 Minuten Fußweg werden für zwei Kilometer in der Regel berechnet. Je nach Fitness und Menge der Einkäufe dauert es länger.

Der öffentliche Nahverkehr kann auch nur bedingt helfen: Bus und Bahn fahren etwa alle halbe Stunde. Bis zum Annapark in Alsdorf, wo die nächsten Einkaufsmöglichkeiten angesiedelt sind, brauchen sie jeweils zehn Minuten. Das ist zumindest für die, die in der Nähe einer der Haltestellen wohnen, eine Lösung. Bei Tiefgefrorenem dürfte es je nach Wartezeit und Weg aber schon schwierig werden, die Kühlkette einzuhalten.

Und was sagt die Stadtverwaltung zum Bürgerantrag? Naeglers Vorschlag, einen Discounter nach Busch zu holen, werde sich wahrscheinlich nicht durchsetzen lassen, sagt Susanne Lo Cicero-Marenberg, Technische Beigeordnete in Alsdorf: „Es fehlt der nötige Platz.“ Discounter siedeln sich meist an großen, gut einsehbaren Straßen in belebten Orten an. „Sie haben sehr große Verkaufsflächen und viele Parkplätze“, sagt Lo Cicero-Marenberg. Das könne man in Busch nicht unterbringen. Auch habe die Stadt schon mehrere Gespräche mit Unternehmen geführt. Auf Dauer sieht sie in der Nahversorgung aber kein Problem: „Busch ist im Kommen.“ Neue bauliche Entwicklungspläne werden im anstehenden Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss vorgelegt. Im Zuge der Planungen zum Ausbau der Siedlung Busch, die dann auch mehr Familien anlocken soll, werde der Ort in diesem Wirtschaftsbereich immer attraktiver.

Bereits im Flächennutzungsplan der Stadt Alsdorf von 2012 wurde das Gelände gegenüber der Euregionbahn-Haltestelle Alsdorf-Busch für einen möglichen Nahversorger auserkoren. „Das Jugendzentrum Aber Hallo e.V., das derzeit dort angesiedelt ist, soll mit ins Kultur- und Bildungszentrum am Annapark ziehen. Dann wird das Gelände frei“, sagt Lo Cicero-Marenberg. Um die 600 Quadratmeter stünden dann einem Nahversorger zur Verfügung.

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