Alsdorf besinnt sich auf altes Zentrum

Von: Karl Stüber
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Alsdorf. Burgverein und Geschichtsverein haben mit der Markierung des Grundrisses der Kirche „St. Kastor” das Amt für Bodendenkmalpflege auf den Plan gerufen, wie Bürgermeister Alfred Sonders bei Einsegnung des fertiggestellten Grundrisses durch Pfarrer Konrad Dreeßen sagte.

Dieses Amt des Landschaftsverbandes Rheinland will das Gelände an der Mariensäule und auch Teile des unmittelbaren Umfeldes der Alsdorfer Burg in die „Liste der ortsfesten Bodendenkmäler” aufnehmen.

Begründet wird das Vorhaben mit dem Hinweis, „dass die Burg Alsdorf mit dem untertägig erhaltenen Bodenarchiv ... besonders geeignet zum Aufzeigen der geschichtlichen Entwicklung des Wasserburgenbaus im Rheinland und der Siedlungsgeschichte der Stadt Alsdorf und der Region nördlich von Aachen” ist.

Mit Unterschutzstellung hoffen Fachleute, „im Boden verbliebene Relikte der Geschichte und der in der Burg lebenden und arbeitenden Menschen” zu sichern.

„Das ist eine positive Entwicklung und sehr schön. Alsdorf ist nicht gerade mit alten Dingen gesegnet. Da sollten wir das Wenige erhalten”, sagte Sonders ergänzend auf Anfrage. Anfang des Jahres wolle die Verwaltung das Thema im Stadtentwicklungsausschuss der Politik unterbreiten, sagte Technischer Dezernent Harald Richter.

Noch vor Weihnachten werde die Verwaltung zur Vorbereitung ein Gespräch mit dem Amt für Bodendenkmalpflege führen, um weitere Detailaspekte zu besprechen. Ein Beispiel: Dereinst soll eine Handelsstraße durch den Burgpark geführt haben. Wer weiß, was da noch zu finden ist . . .

Mariensäule wieder angestrahlt

Doch zurück zu den Steinen, die das alles ins Rollen brachten. Die wurden sorgfältig von Heinz Jansen und seiner Firma gesetzt, um die alte Kirche - nicht zu verwechseln mit dem Standort der heutigen Kirche St. Castor - wieder „sichtbar” zu machen. Der Vorsitzende des Burgvereins, Helmut Brandt, dankte ausdrücklich Vermessungsingenieurbüro Bedorf sowie Aachener Bank, VR-Bank und Sparkasse für die Unterstützung.

Rund 7000 Euro wurden neben Sachleistungen aufgebracht. Ideengeber und Vorsitzender des Geschichtsvereins, Rudof Bast, erinnerte an den urkundlich belegten Baubeginn von „St. Kastor” im Jahre 1295 und die wichtige Rolle der Herrschaftsfamilien von Blanckart und von Harff. Leider sei die alte Kirche im Jahre 1866 geschlossen, für baufällig erklärt und dann abgerissen worden.

Guter Nebenaspekt: Die Mariensäule wird wieder angestrahlt. Bernd Mortimer und Josef Altdorf ist dies zu verdanken, sagte Bast.
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