Alle Grundschulstandorte in Baesweiler weiter gesichert

Von: Karl Stüber
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Wird gut angenommen: Für den Grundschul-Teilstandort Beggendorf liegen 26 Anmeldungen für das nächste Schuljahr vor. Das Gebäude (Bild) soll nun deutlich aufgewertet werden. Foto: Karl Stüber

Baesweiler. An keinem der Baesweiler Grundschulstandorte besteht die Sorge, die notwendige Mindestzahl an Schülern für das nächste Schuljahr nicht zu erreichen. Heißt: Die Einrichtungen haben Bestand. Diese Botschaft verkündete Bürgermeister Dr. Willi Linkens (CDU) sichtlich erleichtert in der Sitzung des Schulausschusses angesichts der tatsächlichen Anmeldungen fürs nächste Schuljahr.

Die Bemühungen von Verwaltung, Rat und Schulgemeinschaften und Gespräche mit Erziehungsberechtigten hätten sich gelohnt.

Vertreter der Stadt, Ausschussmitglieder und interessierte Zuhörer drückten die Schulbänke am (katholischen) Grundschulstandort Beggendorf. Das alte Backsteingebäude ist Teilstandort der Gemeinschaftsgrundschule Grengracht. In Beggendorf liegen aktuell 26 Anmeldungen für das Schuljahr 2017/18 vor. Die Prognose aus dem vergangenen Jahr wies nur 17 aus. Unter dem Aspekt „nächstgelegene Schule“ wären es 19 gewesen.

Die Stadt Baesweiler sieht die Entscheidung der Eltern, die ihre Kinder in Beggendorf beschulen lassen (wollen), als Auftrag, den Standort entsprechend zu optimieren. Also Grund genug vorzustellen, welche Investitionen nun am Standort Beggendorf „ziehen“ und in Planung sind, um den Votum der Erziehungsberechtigten für diese Einrichtung Rechnung zu tragen.

Teilweise sind die Projekte schon im Haushalt 2017 berücksichtigt, dessen Genehmigung die Stadt Baesweiler in naher Zukunft erwartet, wie Linkens sagte. So sollen für die Sanierung des Dachs 150.000 Euro, für die Erneuerung der elektrischen Anlage 130.000 Euro investiert werden. Der Bürgermeister informierte die Ausschussmitglieder darüber, dass die Verwaltung nun weitere Maßnahmen plane, die noch genauer den Gremien zur Entscheidung dargelegt werden sollen.

Deshalb handle es sich laut Linkens derzeit nur um den Sachstand und die Bitte um die entsprechende Kenntnisnahme, ohne dass jetzt schon damit bindende Beschlüsse verbunden seien. Vorgeschlagen wird von der Verwaltung, am Standort Beggendorf unter anderem die Heizung und Türen zu ersetzen, Kostenpunkt 100.000 Euro. Zudem sollen die Voraussetzungen für einen barrierefreien Zugang geschaffen werden. Neue Medien sollen zudem modernes Lernen ermöglichen.

Linkens berichtete, dass diverse Finanzierungsquellen zur Verfügung stehen oder möglichst angezapft werden sollen. Neben Eigenmitteln gehe es um das Förderprogramm „Gute Schule“ und um das kommunale Investitionsförderungsgesetz, das eine Neuauflage erfahren soll, wie die Stadt Baesweiler jetzt vom Städte- und Gemeindebund erfahren habe.

Dr. Karl-Josef Strank (SPD) kündigte einen weiterreichenden Antrag seiner Fraktion an, der sich mit der Aufwertung der Grundschule, aber auch mit der Einbindung im Umfeld (Kirche, Pfarrheim, Kita) befasse, so unter dem Aspekt des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Strank ließ durchblicken, dass es unter anderem um die Planung eines „Schulgartens für eine pädagogische Nutzung“ geht. Strank begrüßte die Entwicklung, fand aber noch ein „formales“ Haar in der Suppe.

Seine Fraktion könne dem Vorgetragenen so noch nicht zustimmen, die Angaben seien unvollständig und man wolle erst einen „Gesamtplan, was alles angedacht ist“, sehen. Man würde die Ausführungen des Bürgermeisters nur zur Kenntnis nehmen. Auch Marika Jungblut (Linke) schloss sich der Kritik von Strank an. Zum Thema Schulentwicklungsplan hätte sie zudem umfangreichere Unterlagen erwartet.

Linkens verwies darauf, dass einige Maßnahmen bereits mit dem Haushalt beschlossen worden seien – mit den Stimmen der SPD. Außerdem gehe es aktuell gar nicht um einen Beschluss, sondern um eine zustimmende Kenntnisnahme. Für die Ratssitzung werde eine entsprechend Vorlage erstellt. Außerdem gehe es nicht um den Schulentwicklungsplan, sondern lediglich um die Entwicklung der tatsächlichen Schülerzahlen im Zuge des Schulentwicklungsplanes. Auch bei anderen Themen der Schulausschusssitzung kritisierten Linke und SPD vermeintliche Unklarheit über die Art der Vorlagen.

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