Alsdorf - Alle Achtung: 31 Tonnen Müll gesammelt

Alle Achtung: 31 Tonnen Müll gesammelt

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
müllbu1
Müll zuhauf in den Büschen: Auch den alten Parkplatz gegenüber dem Cinetower haben die Sammler nach Kräften gesäubert. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Es ist eine Rekordmarke, die wohl keiner der emsigen Helfer gern geknackt haben dürfte. Damit der wilde Müll möglichst dauerhaft aus dem Stadtbild verschwindet, hatten seit dem 16. April etliche Alsdorfer die Ärmel hochgekrempelt und waren durch alle Stadtteile gezogen.

Zum großen Finale wurden am Samstag in der Innenstadt die letzten Müllsäcke mit dem gefüllt, was andere achtlos weggeworfen hatten. Die traurige Bilanz beim „Frühjahrsputz”: 31,25 Tonnen Müll! Zwar waren die Müllmengen bereits bei früheren Aufräum-Aktionen des Stadtmarketingvereins recht hoch, doch bei der jüngsten Sammlung - erstmals in Kooperation mit der Stadt Alsdorf - packten noch mehr Helfer mit an. Und trugen noch mehr zusammen.

Chipstüten und Getränkedosen, wie sie Nijaz Ganic, kommissarischer Vorsitzender des Stadtmarketingvereins, mehrfach im Anna-Park aufgehoben hat, waren da noch das kleinste Übel. Zwar fand sich auch im Zentrum einiges, „doch das größere Problem sind die Randgebiete”. Die Ausfallstraßen, die Böschungen an Siedlungsrändern, kleine Waldstücke, die öffentlichen Plätze. All die Bereiche, in denen Umweltsünder darauf hoffen, beim Verschmutzen unentdeckt zu bleiben. Dort wurden in den vergangenen Tagen Dinge gefunden, die man an diesen Stellen kaum für möglich hält: Schlafzimmerschränke - im Stück oder zerlegt - Bettgestelle, Altreifen, Hifi-Anlagen, Kindersitze fürs Auto. Allesamt Dinge, die kostenlos beim Sperrmüll hätten entsorgt werden können.

Das Engagement ging quer durch die Stadt. Vereine und Lokalpolitiker, Schulklassen und Geschäftsleute - sie alle unterstützten die Anwohner, die in ihren Ortsteilen sammelten. Rund 650 Helfer waren es am Ende. „Mein Dank gilt jedem einzelnen”, sagte Bürgermeister Alfred Sonders zum Finale auf dem Denkmalplatz. Dort stand neben einem Infomobil der Abfallwirtschaft Stadt und Kreis Aachen (AWA) auch die Kochgruppe des Alsdorfer Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes parat. Um Erbsensuppe an die vielen Sammler zu verteilen. Spendiert hatte diese Stärkung der Stadtmarketing-Verein.

Dass Alsdorf nun sauber bleibt, sei keine Selbstverständlichkeit, sagt Sonders. „Doch der Anfang ist gemacht. Es hat sich gezeigt, dass sehr vielen die Sauberkeit ihrer Stadt wirklich am Herzen liegt.” Und mit Hilfe aller könne die Stadt schön bleiben: „Sobald irgendwo etwas herumliegt, sollte man es einfach aufheben!”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert