Algirdas Milleris zeigt Porträts von Alsdorfern

Von: mabie
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Zeigt eindrucksvolle Porträts in der Alsdorfer Stadtbücherei: der Aachener Fotokünstler Algirdas Milleris. Foto: Markus Bienwald

Alsdorf. Das schwarz-weiße Spiel mit den Kontrasten hat für Fotofreunde immer einen ganz besonderen Reiz: Es gibt keine Farben, die in Verbindung miteinander gebracht werden müssen, aber es gibt eben auch keine Farben, die eine tragende Rolle spielen dürfen.

Schwarz-Weiß-Fotografie wird daher nicht selten in Verbindung mit Reinheit, purem Fotoerlebnis und starkem Ausdruck gebracht. All das zeigt derzeit auch die unter dem Titel „Alsdorf S/W“ gefasste Ausstellung von Algirdas Milleris. Der Mann mit der kleinen runden Brille stammt aus Litauen und hat sich mit Alsdorfern mit Migrationshintergrund in ihrem Lebensumfeld getroffen, um sie zu zeigen, wie sie sind, wer sie sind und wie sie leben.

Ungeschminkt geht es dabei auf der technischen Seite zu, denn der Aachener Fotograf hat sich der reinen Lehre der Schwarz-Weiß-Fotografie verschrieben und war damit genau der richtige Projektpartner für die Stadt Alsdorf, die das bunte Miteinander im Multikulti einmal von einer anderen Seite zeigen wollte.

Die Identität fördern

Die Kraft der Kontraste war dabei sinnstiftend wie reduzierend zugleich, denn statt des simplen Denkens in Schwarz und Weiß lässt Algirdas Milleris in seinen faszinierenden Fotos die unendlich vielen Zwischentöne zu Wort kommen. Er fügte nichts hinzu, ließ den Computer bei dieser Arbeit links liegen und schuf so beeindruckende Bilder, die vom ersten Moment an fesseln.

Dass dabei Menschen mit Migrationshintergrund in den Fokus des Künstlers rückte, war für Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders ein willkommener Bonus. „Wir wollen die dialogfördernden und identitätsstiftenden Potenziale von Kunst und Kultur intensiver nutzen“, sagte Sonders am Rande der Vernissage. Zu dieser erschienen in der Stadtbücherei aber nicht nur die kulturell Interessierten aus der Stadt, sondern auch die Porträtierten selbst.

Als Dank für ihr Mitwirken und als bleibende Erinnerung erhielten sie jeder noch einen fein gerahmten Abzug ihres Bildnisses. Zur Feierstimmung, die sich angesichts der gelungenen Vernissage und der Gabe der Stadt Alsdorf an die Mitwirkenden schnell einstellte, passte dann auch die von „HeJoe“ Schenkelberg am Akkordeon live dargebrachte, fröhliche und abwechslungsreiche Musik.

Wer die Ausstellung genießen möchte, kann dies – dann zwar ohne Musik, aber mit umso mehr Ruhe, um die Bilder zu betrachten – noch bis einschließlich 6. Juni bei freiem Eintritt während der Öffnungszeiten der Stadtbücherei tun.

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