Baesweiler - Alexander Häcker im Interview über ältere Verkehrsteilnehmer

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Alexander Häcker im Interview über ältere Verkehrsteilnehmer

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Alexander Häcker, Moderator von „sicher & mobil“. Foto: Margret Nußbaum

Baesweiler. Am Samstag, 8. Oktober, findet im Haus Setterich, Emil-Mayrisch-Straße 20, von 14 bis 16 Uhr die Veranstaltung „sicher mobil“ – ein Programm des ADAC und des DVR (Deutsche Verkehrssicherheitsrates) statt.

Sie wird unterstützt vom Bundesverkehrsministerium. Zielgruppe sind Verkehrsteilnehmer ab 55 Jahren. Initiiert wurde das Ganze vom Verein „Aktive Nachbarschaft“ unter Leitung von Vera Zietsch, vom Invaliden- und Seniorenverein Setterich 1969 unter Vorsitz von Gerhard Faltyn und vom DRK-Stadtteilbüro unter Leitung von Ute Fischer. Die Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten:  02401/6037238.

Verantwortlich für das Konzept des Programms zeichnet der DVR – unterstützt von anderen Verbänden, etwa dem ADAC – der Moderatoren für Veranstaltungen dieser Art ausbildet. Margret Nußbaum sprach im Vorfeld mit Alexander Häcker, der im Haus Setterich Tipps und interessante Infos rund um die Verkehrssicherheit für Auto- und Radfahrer, Fußgänger und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel auf Lager hat.

Wie kamen Sie dazu, sich als Moderator des Programms „sicher & mobil“ ausbilden zu lassen?

Häcker: Der Verkehrssicherheit galt immer schon mein Interesse. Ich bin seit 35 Jahren Polizeibeamter und habe einige Jahre das Verkehrsmanagement für unsere Behörde bearbeitet. Für den DVR/ ADAC arbeite ich seit einem Jahr ehrenamtlich. In Würzburg wurde ich zum Moderator im Bereich Verkehrssicherheit für Senioren ausgebildet.

Worauf zielt das Programm „sicher & mobil“ ab?

Häcker: Es zielt darauf ab, die sichere Mobilität von Senioren im Verkehr möglichst lange zu erhalten. Mobilität ist ein wichtiges Stück Unabhängigkeit. Die sollten ältere Verkehrsteilnehmer sich so lange wie möglich bewahren. Wer jedoch ehrlich zu sich selbst ist, wird bestimmte Anzeichen des körperlichen Alterungsprozesses an sich wahrnehmen. Seh- und Hörfähigkeit lassen nach.

Die Blend-Empfindlichkeit bei Nachtfahrten nimmt zu. Die Bewegungsfähigkeit ist zuweilen eingeschränkter. Mittels eines Beamers zeige ich Beispiel-Bilder und -Filme mit kritischen Situationen, in denen es oft zu Unfällen kommt. Natürlich sprechen wir im Anschluss darüber, wie man vorausschauend solche Situationen vermeiden kann. Die Teilnehmer bekommen so – auf ihre Situation zugeschnitten – wertvolle Tipps mit auf den Weg, etwa für das Unterwegssein in der Dunkelheit.

Auch um ältere Radfahrer geht es bei der Veranstaltung. Was erwartet die Teilnehmer in diesem Themenbereich?

Häcker: Ebenso wie beim Autofahren gilt auch hier, mit zunehmendem Alter sicher unterwegs zu sein. Wir besprechen kritische Situationen, in denen es häufiger zu Unfällen kommt, etwa beim Linksabbiegen an einer großen Kreuzung.

Welchen Tipp hätten Sie denn da auf Lager?

Häcker: Ganz einfach geradeaus weiterfahren, dann an einem Zebrastreifen rechts anhalten und das Rad auf die andere Straßenseite schieben.

Worauf sollten Fußgänger besonders achten?

Häcker: Immer wieder kommt es vor allem in der Dunkelheit zu Problemen. Fußgänger sollten dunkle Wege mit einer Taschenlampe ausleuchten und sich durch retro-reflektierende Klettbänder an Armen und Beinen für Auto- und Radfahrer sichtbar machen. Solche Bänder gibt es im Fahrradhandel.

Welche Klippen gilt es im Öffentlichen Nahverkehr zu umschiffen?

Häcker: Es sind oft nur Kleinigkeiten. Eines von vielen Beispielen: Man sollte die Zeiten und Haltestellen sowie den Weg dorthin vorher aufzuschreiben. Das vermeidet hektisches Suchen und sorgt dafür, dass man ganz entspannt mit dem Bus oder Zug fährt. Wichtig ist auch die Kommunikation mit dem Busfahrer. Man sollte ihn bitten, mit dem Anfahren zu warten, bis man einen Sitzplatz beziehungsweise sicheren Stand hat.

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