Würselen - Akute Gesundheitsgefährdung: Shisha-Bar geräumt

Akute Gesundheitsgefährdung: Shisha-Bar geräumt

Von: Verena Müller
Letzte Aktualisierung:
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Bei der Kontrolle einer Shisha-Bar wurden am Freitag erhöhte CO-Werte gemessen. Das Lokal wurde daraufhin geräumt. Foto: Ralf Roeger
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Bei der Kontrolle einer Shisha-Bar wurden am Freitag erhöhte CO-Werte gemessen. Das Lokal wurde daraufhin geräumt. Foto: Ralf Roeger
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Bei der Kontrolle einer Shisha-Bar wurden am Freitag erhöhte CO-Werte gemessen. Das Lokal wurde daraufhin geräumt. Foto: Ralf Roeger

Würselen. Aufgrund hoher Rauchkonzentration und akuter Gesundheitsgefährdung haben vier Behörden am vergangenen Freitagabend eine Shisha-Bar am Würselener Markt geräumt, vorübergehend geschlossen und versiegelt. Rund 40 Gäste seien zügig ins Freie geschickt worden, teilte der Pressesprecher der Stadt Würselen, Bernd Schaffrath, auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

„Bei der Razzia handelte es sich um eine konzertierte Aktion von Ordnungsamt, Zoll, Polizei und Jugendamt“ , erläuterte Schaffrath weiter. „Zehn Gästen wurde empfohlen, ein Krankenhaus aufzusuchen.“  Die im Lokal gemessenen CO-Werte hätten die zugelassenen deutlich überstiegen. Der Verdacht einer Vergiftung habe sich aber nicht bestätigt. Vier Shisha-Bars zählt die Stadt Würselen derzeit auf ihrem Grund. Bei der am vergangenen Freitag kontrollierten habe kein besonderer Verdacht bestanden, die Kontrolle sei Teil der Erfüllung der routinemäßigen, ordnungsbehördlichen Aufgaben der Kommune gewesen.

Am Montag wurde die Bar nach gründlichem Lüften wieder geöffnet, allerdings unter Auflagen: Der Betreiber müsse selbst in regelmäßigen Abständen Messungen durchführen und für regelmäßiges Lüften sorgen, sagte der Pressesprecher der Stadt. Aufgrund der Erfahrung, dass es in solchen Bars immer wieder zu Verstößen gegen den Jugendschutz käme, sei das Jugendamt mit im Boot gewesen. Minderjährige seien aber nicht angetroffen worden.

Wie die Polizei, die nur im Rahmen der Amtshilfe im Einsatz war, darüber hinaus mitteilte, hat der Zoll eine nicht näher genannte Menge Tabak beschlagnahmt. Wasserpfeifentabak kann in Deutschland zwar legal erworben und vertrieben werden. Allerdings muss der Tabak versteuert sein. Shisha-Bars sind derzeit über die Grenzen der Region hinweg im Visier der Behörden, Kontrollen also keine Seltenheit.

Unterdessen wurde Kritik an dem Vorgehen der Ordnungshüter laut: Ein Gast teilte unserer Zeitung mit, diese seien unhöflich und aggressiv aufgetreten. Außerdem seien Gäste gegen ihren Willen fotografiert worden. Eine weitere Beschwerde lag am Montag bereits der Stadt Würselen vor. Hier beschwerte sich eine Frau über rassistische Äußerungen.

Bernd Schaffrath konnte diese Vorwürfe für die involvierten Behörden nicht bestätigen. Das Vorgehen sei der Situation angemessen gewesen. „Natürlich freut sich kein Gast darüber, wenn er mit Bestimmtheit eines Hauses verwiesen wird. Aber aufgrund der Gesundheitsgefährdung musste schnell gehandelt werden“ , so der Sprecher. Und rassistische Äußerungen hätte keine der vier Stellen vernommen.

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