Aktuell 339 Schulneulinge in Würselen

Von: Karl Stüber
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Die Gemeinschaftsgrundschule Würselen-Mitte (Bild): Dort werden mit Blick auf weitere zu erwartende Flüchtlingskinder für das Schuljahr 2016/17 drei Eingangsklassen gebildet. Foto: Karl Stüber

Würselen. Der Stadt Würselen lagen bis zur jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses 332 Anmeldungen für die Grundschulen im Stadtgebiet vor. Für sieben Schulneulinge stand da noch eine verbindliche Anmeldung aus. Mit Blick auf Erfahrungswerte geht die Stadtverwaltung allerdings von 339 Schulneulingen bei der Berechnung der kommunalen Klassenrichtzahl aus.

Die maximale Obergrenze liegt demzufolge bei 15 Eingangsklassen. Mit den aktuell geplanten 14 zu bildenden Eingangsklassen werden die gesetzlichen Vorgaben eingehalten, so die Aussage der Verwaltung.

Und so sieht die bisherige Verteilung auf die Grundschulen aus: Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Bardenberg zwei Eingangsklassen, aktuelle Anmeldungen 52, Aufnahmekapazität bei maximal 25 Schülern 50; GGS Mitte, 3 Eingangsklassen, 55 angemeldete Schüler bei einer Kapazität von 75; Wurmtalschule Standort Morsbach 2/46/50 und Standort Scherberg 1/26/25; Verbund KGS Schulstraße/ GGS Linden-Neusen Standort Schulstraße 3/75/75, Standort Linden-Neusen 1/26/25; KGS Sebastianusschule 3/78/75. Bei Überschreiten der Kapazitätsgrenze können Schüler andern Einrichtungen zugewiesen werden.

Die Vorstellung der Zahlen zog Fragen nach sich, besonders bezüglich der zu beschulenden Flüchtlingskinder. Verwaltungsmitarbeiterin Anne Bläsius vom Fachbereich Schule, Jugend und Soziales sagte, dass die bis dato bekannten Kinder ganz normal in das Einmeldeverfahren einbezogen worden sind. Dagegen würde für ältere Flüchtlingskinder, die auf weiterführende Schulen gehen müssten, nach einem Beratungsgespräch des Kommunalen Integrationszentrums der Städteregion Aachen den Eltern eine entsprechende Schulempfehlung gegeben.

Die Stadt Würselen habe berücksichtigt, dass im Bereich der Grundschulkinder mit Blick auf weitere Flüchtlinge auch mit mehr zu beschulenden Kindern zu rechnen sei. Deshalb habe man in Absprache mit dem zuständigen Schulrat an der Grundschule Würselen-Mitte drei Eingangsklassen vorgesehen, obwohl dort derzeit nur 55 Anmeldungen vorliegen würden. Dies sei als „Puffer“ gedacht. Das bedeute aber nicht, dass eine Klasse nur mit Flüchtlingskindern vorgesehen ist.

Leider habe die Kommune keinen Einfluss auf das Land NRW, dass dieses für die besonderen Herausforderungen, die mit der Beschulung von Flüchtlingskindern verbunden seien, für eine angemessene Ausstattung mit Lehrern und Sachmitteln sorgt. Der Lions-Club habe in Aussicht gestellt, Mittel bereit zu stellen, um die Wartezeit auf eine Einschulung mit Sprachkursen zu überbrücken. Bezüglich der Beteiligung von geeigneten erwachsenen Flüchtlingen (etwa Lehrer) bei der Sprachschulung und Integration wurde auf die verdienstvolle Arbeit des Freundeskreises Asyl verwiesen.

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