Aktivurlaub in Baesweiler: Mehr als ein Beitrag zur Gesundheit

Von: mabie
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Initiator und Organisator Helmut Heuschen vom Baesweiler Lauftreff sammelte beim Eröffnungsfrühstück noch Spenden zugunsten des Bürgerwalds. Foto: Markus Bienwald
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Polizeihauptkommissar Heiner Bongers (l.) und Ferdi Koch vom Gartenbauverein kümmern sich um die Radfahrer. Foto: Markus Bienwald
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Aktiv sein, sich bewegen, das geht natürlich auch im warmen Wasser des Freizeitbades an der Parkstraße. Foto: Markus Bienwald

Baesweiler. 3500 Teilnehmer im Jahr 2014, fast 200 Angebote an 13 Tagen: wer sich die nackten Zahlen des am Montag offiziell gestarteten Aktivurlaubs in Baesweiler anschaut, darf schon beeindruckt sein. Betrachtet man dazu noch die große Zahl an Ehrenamtlern wird deutlich, was für Dimensionen die 1989 erstmals umgesetzte Idee eigentlich hat.

Dabei fing alles mit Helmut Heuschen vom Baesweiler Lauftreff an, der sich als überzeugter Sportler und Pädagoge schon immer für mehr Bewegung und ein gesundes Leben eingesetzt hat. „Ich war als Kind schwer asthmakrank“, sagt er, erzählt von einer Kur, die aber alles verändert hat.

„Denn dort habe ich Bewegung als bestes Medikament erlebt“, blickt Heuschen zurück. Das tut er aber nicht verklärt, vielmehr überzeugt von dem, was er dann viele Jahre später als Aktivurlaub in der Stadt Baesweiler umsetzen durfte. „Anfangs habe ich das mit einem kleinen Organisationsteam gestemmt“, so Heuschen.

Erst, nachdem der damalige Stadtdirektor und heutige Bürgermeister Prof. Dr. Willi Linkens gesehen hatte, wieviel Engagement dahinter steckt, war ab dem zweiten Aktivurlaub auch die Stadt offiziell mit dabei. „Und natürlich viele Ehrenamtler und die AOK“, wie Heuschen betont.

Einer der Ehrenamtler ist Ferdi Koch vom Gartenbauverein Baesweiler. Wenn der 70-Jährige sich nicht gerade um seinen grünen Garten kümmert, sitzt er auch gerne auf dem Rad. Und da manchmal eins zum anderen kommt, organisiert Koch nun schon seit vielen Jahren die fest zum Programm des Aktivurlaubs gehörenden Radtouren. „Dabei geht es nicht nur um die Tour, es geht auch darum, sich kennenzulernen, sich zu unterhalten“, ist er überzeugt.

Ein solcher Überzeugungstäter ist auch Polizeihauptkommissar Heiner Bongers, der auch seit vielen Jahren die Radtouren begleitet. Dabei kommt seinem Dienstwagen nicht nur die Rolle als Hilfsfahrzeug für diejenigen zu, die sich bei der Tour vielleicht zu sehr angestrengt haben. „Ich kann dort bestens auch Kontakte knüpfen und pflegen“, meint Bongers.

Und er hält die Radtouren, die in verschiedenen Längen und mit verschiedenen Zielen immer auch etwas für jeden bereithalten, für ein hervorragendes Mittel, mit den Menschen vor Ort über Sicherheit zu sprechen. „Ich gebe zum Beispiel auch Tipps dazu, wie das Rad richtig gesichert wird, oder, wie man richtig auf dem Rad sitzt, um sicher und entspannt ans Ziel zu kommen“, sagt Bongers. Entspannt ans Ziel gekommen ist auch Irmgard Waschbüsch, die den Aktivurlaub für die Verwaltung treu begleitet.

Gemeint ist natürlich damit, dass der Großteil ihrer Arbeit schon im Januar oder Februar anfängt, wenn noch keiner einen Gedanken an Sport bei Sommerhitze verschwendet. Dann geht nämlich die Telefoniererei los, das Absprechen, die Planung. „Und auch beim 27. Mal bin ich immer wieder erstaunt, wie viele Ehrenamtler wieder mitmachen, die schon am Anfang dabei waren“, freut sie sich. Die Freude war auch bei den rund 120 Menschen zu spüren, die sich nicht nur zum Auftakt in der Mehrzweckhalle an der Grabenstraße trafen, um gemeinsam zu frühstücken.

Sie schauten auch bei den verschiedenen Ständen der kleinen Gesundheitsmesse vorbei, die an diesem Tag eigens aufgebaut war. Unter den Apotheken, Sanitätshäusern und beim Blutdruckmessen durfte natürlich auch frisches, gesundes Obst nicht fehlen, dass Helmut und Renate Herten vom offiziell „Obst-, Gartenbau- und Verschönerungsverein Baesweiler“ getauften Verein mitgebracht haben. Erdbeeren, Himbeeren und herrlich saure Stachelbeeren waren als gesunde Snacks und Vitaminspender dabei, ergänzten so das tolle Frühstücksangebot. Darüber freute sich natürlich auch der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Burghardt.

Er blickte nicht nur auf die rein zahlenmäßige Entwicklung zurück, die beim ersten Aktivurlaub 1989 genau 2474 Teilnehmer verbuchte und im letzten Jahr bei 3500 lag. „Ein großer Dank geht auch an die Vereine, ohne die ein solches Großereignis gar nicht möglich wäre“, schloss er. Und dann gab es am Ende doch noch eine Zahl, denn ohne den aktiven und unentgeltlichen Einsatz der in den 186 Vereinen in der Stadt organisierten Bürger, da waren sich alle sicher, wäre auch der jüngste Aktivurlaub nicht machbar.

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