Herzogenrath/Aachen - „aixpertentheater”: Talentierte Amateure und ein echter Profi

„aixpertentheater”: Talentierte Amateure und ein echter Profi

Von: Nina Krüsmann
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Stets intensiv im Thema: Rebec
Stets intensiv im Thema: Rebecca Sohn, Astrid Kempen, Christoph Friedrich und Michael Strack bei Proben zu „Die Liebenden im Guggenheimmuseum”. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath/Aachen. Mit Inszenierungen zeitgenössischer Autoren und originellen Klassiker-Entdeckungen hat sich das „aixpertentheater” seit 1998 in der Region einen guten Namen gemacht.

Das Ensemble besteht zurzeit aus fünf Amateurschauspielern mit unterschiedlicher Theatererfahrung: Rebecca Sohn, Astrid Kempen, Christoph Friedrich und Michael Strack, unterstützt von Ensemblemitglied Mona Heyenrath als Souffleurin. Allen gemein ist die Begeisterung für das Theater mit allen seinen Facetten. Ein Förderverein hilft, die Arbeit zu finanzieren. Das „aixpertentheater” besitzt Proben- und Büroräume im soziokulturellen Zentrum Klösterchen an der Dahlemer Straße 28 in Ritzerfeld.

Das Theater gastiert an unterschiedlichen, gerne auch ungewöhnlichen Orten, die große Publikumsnähe ermöglichen. „Wir betreiben die Schauspielerei als Hobby. Es ist uns aber wichtig, dass die künstlerische Leitung in professionellen Händen liegt”, betont Georg Friedrich. Seit anderthalb Jahren hat Regisseur Georg Immelmann die künstlerische Leitung - ein großer Gewinn für die Truppe. Er verfügt über jahrzehntelange Erfahrung und gestaltet die Proben mit viel Einfallsreichtum und Feingefühl.

Seit 1957 arbeitete er zunächst als Regieassistent an der Landesbühne Hannover, bald als Chefdramaturg und Regisseur an den Bühnen der Hansestadt Lübeck und am Stadttheater Aachen. Von 1979 bis 1994 war Immelmann Intendant an der Landesbühne Wilhelmshaven und von 1998 bis 2003 Intendant der Bad Gandersheimer Festspiele.

Seit 2003 inszeniert Georg Immelmann an verschiedenen Theatern. „Die Stückeauswahl muss sich natürlich am Ensemble orientieren sowie an unseren finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten. Es gibt auch Produktionen für spezielle Anlässe”, erklärt Schauspieler Christoph Friedrich. So gestaltet die Gruppe bereits seit vielen Jahren das Rahmenprogramm der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht in Herzogenrath, zuletzt mit dem Stück „Trawniki”.

In den vergangenen Jahren stand von modernen Stücken über Neuinterpretationen von Klassikern bis zu eigenen Theaterfassungen Mannigfaltiges auf dem Spielplan. „Wir sind immer neugierig auf neue Leute”, ermuntert Friedrich. Spezielle Voraussetzungen gebe es nicht, man müsse nur darauf achten, dass das Ensemble homogen bleibe und Neueinsteiger die Gruppe ergänzen.

Vier Premieren stemmen die „aixperten” in vier Monaten. Die erste war „Trawniki” am 9. November im Klösterchen. Das Stück hat Immelmann selbst geschrieben, maßgeschneidert für das Ensemble. Am 27. November gab es „Taft zum Kragen”, eine Weihnachtsgeschichte von Else Hueck-Dehio bei der Adventsmatinée des Deutsch-Französischen Chors im Deutsch-Französischen Kulturinstitut.

Am Sonntag, 8. Januar, steht die Theaterfassung einer Kurzgeschichte von Isabel Allende, „Die Liebenden im Guggenheimmuseum”, im Aachener Suermondt-Ludwig-Museum an. Das Stück wird mit einer Museumsführung kombiniert und erzählt von einem Liebespaar, das im Guggenheimmuseum aufgegriffen wird, wo es die Nacht verbracht hat.

Zurzeit arbeiten die Schauspieler auf die Premiere von „Gut gegen Nordwind” von Daniel Glattauer hin, die am 10. Februar in der Aachener Klangbrücke Premiere hat. „Es handelt sich um einen modernen Brief- oder eher E-Mail-Roman, der für das Theater bearbeitet worden ist”, erklärt Friedrich. Am 10. März, 20 Uhr, ist es im Klösterchen, am 17. März, 20 Uhr, in St. Pius X. in Würselen zu sehen. Zudem stehen die Proben für die Komödie „Frühere Verhältnisse” von Johann Nestroy an, die Immelmann vor fast 40 Jahren im Theater Aachen inszenierte.
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