Alsdorf - Adventure-Minigolf: Mit dem Floß über das Wasser gleiten

Adventure-Minigolf: Mit dem Floß über das Wasser gleiten

Von: Nadine Tocay
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Viele maritime Elemente – wie Boote und ein Steuerrad – sind in der neue Adventure-Minigolf-Anlage in der Nähe des Alsdorfer Tierparks zu finden. Foto: Nadine Tocay
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Viele maritime Elemente – wie Boote und ein Steuerrad – sind in der neue Adventure-Minigolf-Anlage in der Nähe des Alsdorfer Tierparks zu finden. Foto: Nadine Tocay
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Pächter Oliver Bergrath nutzte das gute Wetter, um schon ein paar Bälle zu schlagen. Foto: Nadine Tocay
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Auf einer Bahn gibt es die größte Herausforderung: Die Spieler müssen sich mit einem Floß über eine Wasserstelle von Hindernis zu Hindernis ziehen. Bürgermeister Alfred Sonders (oben rechts, 1.v.l.) probierte das als erster Gast aus. Foto: Nadine Tocay
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Die Ersten auf der Bahn: Der vierjährige Tim Dorfmüller ließ sich von seinem Vater Thomas erklären, wie man den Schläger richtig hält. Foto: Nadine Tocay

Alsdorf. „Wir haben hier alles verbaut, was irgendwie zum Thema Wasser gehört“, sagt Oliver Bergrath, als er über seine neue Adventure-Minigolf-Anlage am Alsdorfer Weiher nahe des Tierpark spricht. Neben seinem Tretbootverleih und der Strandbar gibt es nun auch 18 Bahnen, auf denen Besucher ab Dienstag die Golfschläger schwingen können.

Und das im ganz großen Stil: auf einer Fläche von rund 1400 Quadratmetern und auf zwei Ebenen. Unterhalb des Haus Broichtals befinden sich in der Mitte des Hanges, im Schatten liegend neun Bahnen, die bespielt werden können; die zweite Ebene mit der gleichen Lochzahl liegt in der Nähe des Wassers und grenzt an den Sandstrand an. Rund 200.000 Euro hat der Bau der Anlage Oliver Bergrath und seinen Vater Dieter Bergrath gekostet.

„Wir sind sehr froh, dass wir mit Oliver 2009 einen so tollen Pächter für die Anlagen hier gefunden haben. Er und seine Familie packen wirklich mit an, da wird nicht lange gefackelt, und das Ergebnis ist traumhaft“, meint Bürgermeister und Geschäftsführer der Alsdorfer Freizeitobjekte GmbH (Foga) Alfred Sonders. Die Foga ist der Besitzer der Fläche und vermietet diese an Bergrath.

An jeder der Bahnen gibt es zwei Spielweisen: eine leichte Version und eine schwierige. Doch was ist an dieser Adventure-Anlage eigentlich so besonders abenteuerlich? „Bei uns spielt man nicht nur, sondern setzt sich mit den Objekten, die integriert sind, auch geistig auseinander“, erklärt Bergrath. So ist zum Beispiel ein altes Steuerrad zu einem Looping umfunktioniert worden, Skulpturen dienen als Hindernisse und ein kleines Segelboot, das in den Boden eingearbeitet ist, ist ebenfalls Teil des Parcours.

Ein Element sticht als besonderes Highlight hervor: ein Floß, mit dem im zweiten Teil der Anlage eine Wasserstelle überquert werden muss. Mit viel Liebe zum Detail und „norddeutsch-mediterranem“ Flair, wie Bergrath es beschreibt, ist jede einzelne Bahn als Unikat gestaltet. Surfbretter dienen als Zaun und rund 600 Tonnen Ardenner Findlinge sind als Wegbegrenzungen eingearbeitet. Drei Monate hat der Bau insgesamt gedauert. „Zwei Monate hat die Herstellerfirma der Bahnen hier alles verarbeitet. Und in den letzten Wochen haben meine Familie und Freunde mit mir hier angepackt“, erzählt der Pächter. Er sei sogar extra bis zur Mosel gefahren, um dort ausrangierte Weinfässer aus Weinkellern abzuholen. Sie wurden nun zu Blumenkübeln umfunktioniert und dekorieren die Bahnen.

Darüber hinaus wurde 500 Quadratmeter Rasen verlegt, auf dem man sich nach einer anstrengenden Partie nah am Wasser entspannen kann. Anders als bei normalen Minigolfanlagen darf man beim Adventure-Golf die Bahnen betreten, da sie aus Kunstrasen bestehen. Darüber hinaus ist die Anlage beleuchtet. „Das gibt es auch ganz selten. Die Bahn kann also auch im Herbst oder in der Dämmerung bespielt werden“, sagt Bergrath. Eine feste „Sperrstunde“ gibt es nicht. Die Öffnungszeiten variieren (siehe Infokasten).

Der vierjährige Tim Dorfmüller und sein Vater Thomas aus Aachen waren die ersten Besucher – noch vor dem eigentlichen Eröffnungstag. „Es ist wirklich sehr hübsch hier gemacht, schon etwas Besonderes“, findet Thomas Dorfmüller.

Auch der Platz neben der neuen Anlage, dort wo früher die Minigolfbahn war, hat Bergrath gepachtet. „Wir überlegen, welches Projekt wir in naher Zukunft an dieser Stelle angehen werden, was man realisieren könnte. Ideen haben wir genug. Aber die halten wir noch geheim“, sagt er. Denn jetzt habe er erst einmal genug Arbeit hinter sich und freue sich darauf, in die glücklichen Gesichter der Spieler zu gucken.

„Für die Älteren ist es sicher toll zu sehen, dass sogar der Elefant, der früher im Freibad als Brunnen integriert war, hier wieder seinen Platz gefunden hat“, sagt Sonders. Das sei ein richtiges Schmuckstück mit hohem ideellen Wert.

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