Herzogenrath - Adveniat-Gast beeindruckt mit Geschichten aus Kolumbien

Adveniat-Gast beeindruckt mit Geschichten aus Kolumbien

Von: Nina Krüsmann
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Adveniat-Gast Ulrike Purrer Guardado: Sie erzählt in der Gemeinde St. Josef über ihre Arbeit.

Herzogenrath. Mit Ulrike Purrer Guardado begrüßte die Gemeinde St. Josef in Herzogenrath-Straß einen außerordentlich beeindruckenden Gast. Durch die jahrzehntelangen partnerschaftlichen Beziehungen zu Peru und der Basiskirche im Departamento Cajamarca gibt es in der katholischen Pfarrgemeinde St. Josef in Herzogenrath-Straß schon immer einen ausdrücklich auch weltwärts geschärften Blick.

„Immer dann, wenn uns Besucher aus dem Süden dieser Erde als Gäste angeboten werden, überlegen wir nicht lange, weil sie uns die universelle Kirche durch ihr Lebens- und Glaubenszeugnis nahe bringen und verhindern helfen, dass sich Selbstgefälligkeit und das, was Papst Franziskus „die Globalisierung der Gleichgültigkeit“ nennt, erst gar nicht bei uns einnisten kann“, sagte Gemeindereferent Wilfried Hammers.

Dass Ulrike Purrer eine exponierte Vertreterin der Sozialpastoral ist, so wie man es in St. Josef unter völlig anderen und sehr privilegierten Bedingungen auch in den Fokus kirchlichen Handelns zu rücken versucht, war ein zusätzliches Motiv zur Einladung mit einer Art „globalem Abgleich“, wie Hammers erklärt. Der Abend mit dieser tollen Theologin und ihrer Arbeit am „Ende der Welt“ sei ein Geschenk gewesen. „Sie hat uns auch noch einmal die gute Arbeit des kirchlichen Hilfswerkes Adveniat mit Blick auf die Weihnachtskollekte näher gebracht“, erklärte Hammers.

Die Purrer Guardado lebt in der südwestkolumbianischen Küstenstadt Tumaco mitten unter Flüchtlingsfamilien. Die evangelische Theologin aus Rostock hilft seit vier Jahren, den Kindern und Jugendlichen dort neue Perspektiven zu finden, koordiniert die diözesane Jugendarbeit. Das ist keine einfache Aufgabe, denn ein Großteil der rund 80.000 Einwohner sind Bürgerkriegsflüchtlinge, die in der Hafenstadt an der Pazifikküste Schutz und einen Neuanfang suchen.

„Aber sie finden Armut und Gewalt vor, die Situation ist geprägt vom Konflikt, ausgetragen mit Waffen und brutaler Gewalt“, erzählt Purrer über ihr Einsatzgebiet. Im Rahmen einer Rundreise des katholischen Hilfswerkes Adveniat und auf Einladung des Bistums Aachen berichtete die engagierte und mutige Frau im Pfarrhaus von St. Josef über ihre wichtige Arbeit.

Die große Zahl interessierter Gemeindemitglieder an diesem Abend zeigte, dass die Herzogenrather angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme in Europa nicht den Blick für das riesige Problem von Binnenflüchtlingen verlieren.

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