Herzogenrath - Adolfpreis auch als Dankeschön für feines Modell

Adolfpreis auch als Dankeschön für feines Modell

Von: fs
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Ausgezeichnet: Dr. Joachim Helbig (l.) überreichte den „Adolfpreis 2015“ an Josef Dovern. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Der Verein „Bergbaudenkmal Adolf“ und die evangelischen Kirchengemeinde Merkstein haben gemeinsam eine Mettenschicht gefeiert. Dabei wurde auch der Adolfpreis verliehen, der alljährlich diejenigen ehrt, die sich um die Bewahrung der Bergbautradition besonders verdient gemacht haben. In diesem Jahr ging er an Josef Dovern.

Viele ehemalige Bergleute und ihre Angehörigen nahmen am Gottesdienst teil, der von Pfarrerin Renate Fischer-Bausch gehalten und vom Knappenchor Sankt Barbara des Bergbaumuseums Anna unter der Leitung von Franz-Josef Palm musikalisch gestaltet wurde. Zum geselligen Beisammensein im Gemeindesaal begrüßte Vorsitzender Dr. Hans-Joachim Helbig die Gäste, darunter viele Träger des seit 1994 vergebenen Adolfpreises.

Erhalt der Geschichte

„In unserer Region ist der Erhalt der Bergbaugeschichte wichtig, damit auch die folgenden Generationen über diesen lebendigen Teil unserer Historie informieren können“, sagte Helbig. Dazu trägt auch Josef Dovern bei, der wiederholt bei Veranstaltungen Schaustücke aus dem Bergbau zur Verfügung gestellt hat. Diese Stücke hat er nicht nur gesammelt, sondern im Falle des großen Modells der Grube Voccart selbst hergestellt.

Beim Tag des offenen Denkmals 2013, der das Motto „Unbequeme Denkmale“ trug, stellte der Preisträger das „Russenspielzeug“ zur Verfügung. Dieses Spielzeug ist durch den Kontakt mit den russischen Kriegsgefangenen im Lager Voccart in seine Familie gelangt und dort bis in unsere Zeit aufbewahrt worden. Helbig: „Durch Josef Dovern Erzählungen wissen wir viel über die Kriegsgefangenen im Lager Voccart und über die Grube Voccart generell.“

Auch das Vortragekreuz, das auf dem Adolf hängt, hat Josef Dovern auch dem Verein überlassen, sagte Helbig. Bürgermeister Christoph von den Driesch gratulierte dem neuen Preisträger und sagte, dass dieses schöne Modell von Voccart auch mal für eine Zeit das Foyer im Rathaus schmücken sollte.

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