Abwasser und Hundehaltung werden teurer

Von: Stefan Klassen
Letzte Aktualisierung:
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Mehr Steuern für Bello: Ab 2011 zahlen Hundehalter statt 63 nun 75 Euro pro Jahr und Hund. Foto: Michael Jaspers

Baesweiler. Manchmal treibt das Leben seltsame Blüten: Wassersparen, so die landläufige Meinung, schont gleichermaßen die Ressourcen wie den eigenen Geldbeutel. Dass Letzteres nur bedingt zutrifft, werden die Bürger in den nächsten Bescheiden über die Kanalbenutzungsgebühren nachlesen können. Diese werden nämlich steigen.

Einer der Hauptgründe ist der Frischwasserverbrauch in den Haushalten, der in den vergangenen Jahren gesunken ist - und damit niedriger war, als dies die Stadtverwaltung in ihren Berechnungen prognostiziert hatte. Weil sich die Abwassergebühr jedoch aus Wasserverbrauch sowie versiegelter und bebauter Grundstücksfläche zusammensetzt, fehlt nun Geld. In den vergangenen drei Jahren hat sich - unter anderem deshalb - ein Minus von 462.000 Euro im Abwasser-Gebührenhaushalt aufgestaut. Nun wird für 2011 die Kanalgebühr auf 2,90 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser (2009: 2,77 Euro) sowie auf 1,14 Euro (1,08 Euro) je Quadratmeter an den Kanal angeschlossener Grundstücksfläche angehoben.

Anhebung der Hundesteuer

Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte dieser Erhöhung ebenso einmütig zu wie einer Anhebung der Hundesteuer. Diese steigt ab 2011 von 63 auf 75 Euro pro Jahr und Hund. Halter mit zwei Vierbeinern müssen dann 90 Euro je Tier zahlen (bislang 78 Euro), für drei und mehr Hunde werden je 102 Euro (bislang 90 Euro) fällig. Und wer einen als gefährlich geltenden Hund besitzt, wird mit 600 Euro (504 Euro) zur Kasse gebeten.

Sinnvolle Angleichung

Politik und Verwaltung begründeten die erste Anhebung seit 2003 damit, dass in den Nachbarstädten wesentlich höhere Hundesteuersätze gelten und eine Angleichung Sinn mache. Bezieher von Hartz-IV-Leistungen und Sozialhilfe zahlen die Hälfte der Normaltarife.

Die übrigen kommunalen Steuern und Gebühren bleiben unterdessen auf dem bisherigen Niveau, wie der Haupt- und Finanzausschuss ebenfalls einstimmig beschloss. Nichts ändert sich bei Straßenreinigungs-Gebühren, Müllgebühren sowie Bestattungs- und Grabstellengebühren Und auch die bisherigen Sätze für Gewerbesteuer (398 v.H.) sowie die Grundsteuern B (375 v.H.) und A (192 v.H.) lassen die Verantwortlichen im Rathaus unangetastet. Besonders die im Vergleich zu manch anderer Kommune attraktive Gewerbesteuer sowie die für Hausbesitzer und Mieter wichtige Grundsteuer B seien „bedeutende Standortfaktoren, die wir nicht gerne verlieren”, betonte Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

Vertreter aller Fraktionen pflichteten dieser Einschätzung vorbehaltlos bei.
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