Alsdorf - ABU reicht nach Knatsch der SPD die Hand

ABU reicht nach Knatsch der SPD die Hand

Von: Karl Stüber
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Schreiten weiter Seit‘ an Seit‘: Bernd Mortimer (l.) und Heinz Liska (FDP) vor dem im Bau befindlichen Seniorenheim an der Alsdorfer Stadthalle. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Wenn es nach Bernd Mortimer geht, so gehört der „Knatsch“ mit der SPD-Fraktion im Rat der Vergangenheit an. Vor ein paar Monaten war die „Gestaltungsmehrheit“ aus SPD, FDP und Alsdorfer Bürger Union (ABU), deren Fraktionsvorsitzender Bernd Mortimer ist, im Streit über die Berufung eines teuren zusätzlichen „Super-Geschäftsführers“, der die städtischen Gesellschaften koordinierend lenken sollte, zerbrochen.

Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) hatte dieses Modell forciert, Mortimer aber hielt das für viel zu teuer. Der „Super-Geschäftsführer“ war angesichts der öffentlichen kritischen Debatte nicht mehr durchsetzbar. Die verärgerte SPD kündigte formal die Kooperation mit der ABU auf.

„Vor allem im wichtigen Stadtentwicklungsausschuss haben wir uns aber weiterhin gut verstanden und sachorientierte Politik betrieben“, schlägt Mortimer bei der schon traditionell gemeinsam mit FDP-Kollege Heinz Liska zum Jahresende angesetzten Bilanz versöhnliche Töne an – und zieht aus seiner Sicht einen Schlussstrich unter den Streit. Juniorpartner Liska hatte ohnehin weiter an der Kooperation mit der SPD festgehalten.

Liberale hoffen auf Rückenwind

Mortimers moderater Auftritt dürfte nicht nur auf sachliche („Wir wollen Alsdorf und den Alsdorfern dienen“ – so sieht das auch Liska), sondern auch auf taktische Gründe zurückzuführen sein. Bei den Kommunalwahlen am 25. Mai nächsten Jahres werden die Karten neu gemischt – und die Mandate im Rat entsprechend neu verteilt. Wer weiß, wer da mit wem dann angesichts möglicher Verschiebungen bei den „Sitzen“ können sollte oder müsste...

Mortimer geht davon aus, dass die ABU, die aus einer Abspaltung der CDU-Fraktion entstand, wieder auf fünf Mandate kommt – diesmal nicht von der Unionsfraktion „geklaut“, sondern direkt vom Wähler bekommen. Bis auf drei Wahlkreise hat die ABU überall schon Kandidaten gefunden. Das würde Liska von seiner FDP auch gerne vermelden. Aber die Liberalen in Alsdorf sind zuletzt angesichts der Querelen in der Bundespartei und dem miesen Abschneiden bei der Bundestagswahl auf nur noch 24 Mitglieder geschrumpft. Liska hofft, dass mit dem neuen Bundesvorsitzenden Christian Lindner wieder Rückenwind aufkommt.

Mortimer wie Liska wollen aus ihren Reihen keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufbieten, sondern Amtsinhaber Alfred Sonders bei seiner erneuten Kandidatur unterstützen.

Beide nehmen im Rückblick aufs ablaufende Jahren ihre Gruppierungen im Rat politische Erfolge in Anspruch, die zumeist auch andere Strömungen in ihrer Leistungsbilanz auflisten dürften. Dazu gehören Masterplan Ofden, Baugebiet VabW-Gelände, Herrichten der Burg, Stellplätze auf dem Gelände der abgerissenen Marienschule, Nahversorgungszentrum Mariadorfer Dreieck.

Ziel ist es für Liska und Mortimer weiterhin, den Zuzug von Neubürger durch Ausweisung weiterer Baugebiete in den Stadtteilen zu forcieren. „Wichtig ist, dass verstärkt Leute nach Alsdorf ziehen, die gute Steuern zahlen“, sagt Mortimer. Alsdorf verfüge noch über genügend attraktive Freiräume, und die Euregiobahn entwickle sich zum Beispiel gegenüber dem „schienenlosen“ Würselen ein erheblichen Wettbewerbsvorteil im Werben um Neubürger. Der ABU-Mann rückt die verstärkte Vermarktung von Gewerbeflächen und Flächen für „freies Wohnen“ am Annapark für 2014 in den Fokus.

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