Abschied wird zu unvergesslichem Erlebnis

Von: ehg
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Das wollten sich viele nicht entgehen lassen: Als Abschiedsgeschenk für Pastor Lambertz wurde die Pfarrkirche St. Sebastian in gleißendes buntes Licht getaucht, dazu ertönte Musik - von Barock bis Beatles. Das Geläut des Kirchturms rundete das großartige Spektakel ab. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Im festlichen dezenten Lichterglanz erstrahlt der „Dom”, ein Vorgeschmack auf die spätere Lichtschau. Innen ist die vierte Kerze am Adventskranz angezündet worden.

Einzug hält mit seinen Confratres Rainer Gattys, Huu Duc Tran und Michael Lang der scheidende Pfarrer Heinz-Josef Lambertz, begleitet von über 50 Messdienern zur Feier des Tages mit viel Weihrauch und Fahnenabordnungen der Schützen aus dem Bezirksverband Würselen.

Für ihn ist nach zehnjähriger Tätigkeit an St. Sebastian und später in der Gemeinschaft der Gemeinden Würselen die Stunde des Abschieds gekommen. Er tritt am 1. Januar 2010 in den Ruhestand und wird dann nach Wahlheim übersiedeln. Nicht nur viele Mitglieder der GdG-Gemeinden sind in den Weg „Dom”, auch Freunde aus Walheim.

Ihnen allen entbietet im Namen des scheidenden Pfarrers Gemeindereferent Michael Loogen zum festlichen Gottesdienst einen Gruß: Wie die beiden schwangeren Frauen im Evangelium, Maria und Elisabeth, seien die Gemeinden mit Pfarrer Heinz-Josef Lambertz ein Stück des Weges gemeinsam gegangen.

Nun sei es an der Zeit inne zu halten, um Gott zu danken für vielerlei Begegnungen in dem zurückliegenden Jahrzehnt. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von einer GdG-Chorgemeinschaft aus Singekreis St. Marien, Kirchenchor St. Balbina/St. Peter und Paul, Ökumenischem Chor und Kirchenchor St. Sebastian, und von dem persönlichen Freund Manfred Leuchter mit zwei virtuosen Einlagen auf dem Akkordeon.

Mit der Gemeinde stimmt Pfarrer Lambertz einen letzten Kanon an. Zaghafter Applaus wird vernehmbar. Für den scheidenden Pfarrer verdichtet sich „der Zauber überwältigender Empfindungen der letzten Tage”. In seiner Predigt knüpft er an die Weggeschichte im Evangelium an. Er führt sie fort über Maria und Josef, die sich zur Volkszählung auf den Weg nach Bethlehem machen, und über die Engel, die in eine unhimmlische Welt mit einer unglaublichen Botschaft eintauchen müssen, bis hin zu den Hirten, die ihre Schafe auf den Feldern verlassen, um Erlösung zu finden, und die Gelehrten aus dem Morgenland: „Jeder Weg ist halb so schwer, wenn man ihn gemeinsam geht.” Was er in den letzten zehn Jahren auch in Würselen habe erfahren dürfen. „Es waren viele auf dem Weg hier mit uns unterwegs, die uns nicht sitzen gelassen haben und unverdrossen und treu mit angepackt haben.” Dankbar zeigt sich Lambertz für viele Weggeschichten, die er in Würselen schreiben durfte. „Über diesem Ende liegt ein Zauber, den ich Ihnen und Euch verdanke.”

Erinnerungsbuch

Beim Empfang im Pfarrheim bedankt sich Hans-Günter Leuchter für alle GdG-Gremien bei Lambertz kurz und bündig „für seine Arbeit, für seine Menschlichkeit und Zeit, die er sich für uns genommen hat”. In Erinnerung überreicht er ein Buch, in dem sich alle verewigt haben. Der Neue Chor unter Christoph Leuchter stimmt schwungvolle Songs an.

„Tschö, wa!”

Die KOT-Jugendlichen überreichen ein schwarzes T-Shirt, auf dem in weißen Lettern das „Tschö, wa”, mit dem der Pfarrer sich von ihnen zu verabschieden pflegte, prangt.

Dann folgt das eigentliche Geschenk, die „Würselener Lichtschau”. Bei klirrender Kälte wird sie zum unvergesslichen Erlebnis. Helmut Bergrath und Team haben an die 70 Scheinwerfer installiert, die den „Dom” in neuem Licht erscheinen lassen. Musik und Licht gehen über den Computer gesteuert eine einzigartige Symbiose ein. Die Bandbreite reicht vom Gregorianischen Chorgesang über „Yesterday” und „Phantom der Oper” bis zu Beethovens „Hymne an die Freude” und das Glockengeläut der Pfarrkirche. Es ist ein Spektakel mit Gänsehaut-Feeling -Êganz abgesehen von den frostigen Temperaturen.
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