Abschied von Pastor Rainer Mohren

Von: rp/eska
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Sein Weg führt nun nach Düren: Nach seinem Neujahrsgottesdienst verabschiedete sich Pastor Rainer Mohren auch von seinen Messdienern und Gläubigen in St. Jakobus Warden. Foto: Marietta Schmitz

Alsdorf. Nach seinen letzten Gottesdiensten an Silvester und Neujahr ist Pastor Rainer Mohren aus dem Dienst in seiner Pfarrgemeinde Johannes XXIII., dem die früheren selbstständigen Pfarrgemeinden St. Cornelius Hoengen, St. Marien Mariadorf, St. Jakobus Warden, St. Michael Begau und St. Barbara Broicher Siedlung angehören, ausgeschieden.

Der Geistliche wird zum 1. März nach Düren wechseln. Laut Bistumssprecher Josef Heinrichs übernimmt er eine halbe Stelle als Krankenhausseelsorger sowie eine halbe Stelle als Pfarrvikar in der Dürener Innenstadtgemeinde St. Lukas.

Pastor Mohren wurde am 24. Januar 2010 in St. Cornelius Hoengen eingeführt und hatte gleich die nicht einfache Aufgabe, die vorgenannten und bis dahin selbstständigen Pfarrgemeinden zu einer Großgemeinde Johannes XXIII. zu fusionieren. Dass dies zu Problemen und Kritik führen musste, lag auf der Hand. Der Pfarrer hatte den Pfarrgemeinderat gebeten, auf eine offizielle Verabschiedung jedweder Art zu verzichten. Daher nahm er jetzt bei seinen letzten Gottesdiensten Abschied.

Kritik und Glaube

Im Resümee stellte Mohren fest, dass er bei der Übernahme des Amtes vor drei Jahren nicht Verwalter einer Vergangenheit, sondern ein Wegbereiter einer pastoralen Zukunft sein wollte. Der Beginn sei sehr schwierig gewesen: Mangel an Seelsorgern, Mangel an Geld und Mangel an Gläubigen. Natürlich sei es verständlich gewesen, dass dies für viele mit Ängsten und Trauer einhergegangen sei – habe es doch geheißen, sich von liebgewordenen Selbstverständlichkeiten zu verabschieden. Viele Gläubige in den Gemeinden hätten sich damit schwer getan, was zwangsläufig zu Kritik führte, so Mohren. Diese Spannungen müsse man aber aushalten und die Zukunft gestalten. Nicht nur das Personal, Geld oder die Statistik müssten stimmen, sondern auch der Glaube.

In den drei Jahren seiner Tätigkeit habe er Freud und Leid, Lachen und Weinen, Anerkennung und Ablehnung miterleben dürfen, bilanzierte Pastor Mohren. Er dankte daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im kirchlichen Dienst, sei es beruflich oder ehrenamtlich, mit denen er gerne zusammengearbeitet habe.

Nach dem Schlusssegen ging er mit nachdenklichen und bewegenden Worten auf sein Ende in seiner Pfarrgemeinde Johannes XXIII. ein, entledigte sich dann seiner Messgewänder am Altar und verließ während des Schlussgesangs der Gemeinde alleine durch den Mittelgang die Kirchen, was manchen Gläubigen offensichtlich zu Tränen rührte.

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