Abkühlung ist jetzt dringend angeraten

Von: Beatrix Oprée
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Sven Tessmer, Töchterchen Pia und Söhnchen Louis freuen sich über den Wasserspielplatz in Baesweiler. Foto: Oprée
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Einfach abtauchen ins Freibad-Nass in Merkstein: Das können natürlich nicht alle Menschen in diesen Tagen... Foto: Oprée
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... doch eine Tretboot-Tour auf dem Weiher ist ebenso entspannend... Foto: Oprée
Leonor Figueiredo
...wie ein Eis, das Leonor Figueiredo serviert. Foto: Oprée
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Dr. Andreas Bücken hat auch die Gesundheit von Haustieren im Blick. Foto: Oprée

Nordkreis. Die Kleine mit dem Häkelhütchen kann sich kaum entscheiden: „Ich will Schlumpf! Nee, Violetta!“ Das ist die neueste Kreation des Eiscafés Calvi an der Kleikstraße – Erdbeereis mit knallrosa Zuckerblümchen. Der Hit für kleine Mädchen. „Mon Cherie“ und „Cookies“ geht am besten, lacht Leonor Figueiredo, Mitinhaberin des gut frequentierten Tempels der eiskalten Leckereien.

Auf eine cremig-süße Erfrischung an Hitzetagen setzen in der Mittagspause auch Fachbereichsleiter Andreas Heine und Ehrenamtsbeauftragter Rainer Rüben aus Rodas Stadtverwaltung: „Das beste Eis weit und breit“, schwärmen sie und eilen Richtung Rathaus.

Unterdessen füllen sich im Merksteiner Freibad die Liegewiesen. „An den ersten Tagen ist es immer etwas verhalten“, sagt Bereichsleiter Josef Poqué. Die Leute müssten erst verinnerlichen, dass das warme Wetter anhält. Mehrere Tausend Besucher sollen es am Wochenende am Buschhofer Weg aber werden. Das Schwimmbadpersonal ist gerüstet.

Fontänen und ein Kletterschiff

Eltern von Kleinkindern schätzen auch den Wasserspielplatz an der Parkstraße in Baesweiler. Patricia und Sven Tessmer mit Töchterchen Pia (8) und Söhnchen Louis (1) etwa. „Wir können unter den Bäumen liegen“, erzählt die junge Mutter. „Und die Kinder haben ihren Spaß.“ Wasserrinnen, Fontänen und das Kletterschiff „Pirat 5112“ kommen bestens an.

Bevölkert ist auch die Tageserholungsanlage in Alsdorf-Ofden. Im Tierpark und rund um den Spielteich tummeln sich Ausflügler mit Kind und Kegel. Auf der anderen Straßenseite hingegen ist es ruhiger. Nur zwei Tretboote dümpeln auf dem Kahnweiher. Die Be- satzungen, zwei junge Familien, werden mit Interesse von auf Futter hoffenden Entengruppen und sogar schwarzen Schwänen verfolgt.

Viel Arbeit bedeuten Hitzeperioden für die Mitarbeiter der städtischen Bauhöfe. Blumenkübel, Beete und Bäume müssen gewässert werden. Drei je 3000 Liter fassende Tankwagen sind zurzeit täglich in Würselen unterwegs, wie Arnd Stolten, stellvertretender Leiter der Kommunalen Dienstleistungsbetriebe (KDW), erläutert. 50 Bäumchen wurden im Stadtgebiet im vergangenen Jahr neu gepflanzt, weitere 43 in diesem Jahr.

Da ihre Wurzeln noch nicht lang genug sind, müssen sie genauso vor dem Vertrocknen geschützt werden wie die 107 Blumenkübel, junge Sträucher, die Blühflächen und alle Bäume mit kleinen Baumscheiben. Ein Aufwand, der vom operativen Leiter der KDW, Heinz-Gerd Groten, koordiniert wird.

Tipps für Mensch und Tier

Mit extremer Hitze zu kämpfen haben auch Haustiere, wie Dr. Andreas Bücken, Veterinär in Oidtweiler, erläutert. Hunde nicht der Mittagssonne aussetzen, warnt er. Spaziergänge sollten früh morgens oder spät abends im Wald oder an Wasserstellen erfolgen. Jegliche Belastungen, auch Spielen im Garten, sind tabu. Sonst droht Kreislaufkollaps. Katzen suchen den Schatten alleine, ein Ventilator in der Wohnung ist ratsam. Kaninchen brauchen schattige Plätze (eventuell in der Garage) und Fliegenschutz, aber auch ausreichend Auslauf und kühles Wasser.

Und der Mensch? Vor zu viel Sonne warnt Dr. Heribert Fritz, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Innere Medizin am Medizinischen Zentrum und rät zu einer hellen Kopfbedeckung. Denn Hitze dehnt das Gehirn aus, die Hirnhaut reagiert irritiert. Die Folgen: ein Sonnenstich, die Symptome: Kopf- und Nackenschmerzen, rotes Gesicht, später Schwindel, Übelkeit, Hörstörungen, Desorientierung, im schlimmsten Fall gar Krämpfe und Koma. Zeigen sich erste Symptome, sind Kühlen, Flüssigkeit und Ruhe mit erhöhtem Oberkörper angesagt.

„Viel trinken“, rät auch Dr. Verena Bochat vom Gesundheitsamt der Städteregion: mindestens zwei Liter über den Tag verteilt, Mineralwasser, kalter Tee, Saftschorle. Leichte Speisen wie Obst, Gemüse und Salate liefern zusätzlich Flüssigkeit.

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