Ab Montag wird in Containern gelernt

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Sechs mobile Klassenräume: Direktorin Lydia Becker-Jax neben dem Modulbau, der auf dem ehemaligen Lehrerparkplatz errichtet worden ist. Foto: Conny Stenzel-Zenner
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Der Container von innen: Von diesem Gang aus gehen die geräumigen Klassenräume und die Toiletten ab.
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Die Handwerker arbeiten unter Hochdruck an den benötigten Installationen.

Würselen. Eine große zugeschüttete Fläche wird zwischen Hauptgebäude und Sporthalle des Würselener Gymnasium mit Zäunen geschützt. Damit steht ein Teil des großen Schulhofs für die Schüler nicht mehr zur Verfügung. Für die bedeuten die Zäune seit Schuljahresbeginn, Umwege zu laufen. Zum nächsten Schuljahr soll dort eine Mensa stehen.

Conny Stenzel-Zenner sprach mit Lydia Becker-Jax, der Leiterin des Gymnasiums, über Baufortschritte, über Container und über eine Schule, auf die die Direktorin stolz ist.

 

Mehr als drei Millionen Euro sind für den Bau der Mensa vorgesehen, die im Zuge des Ganztags notwendig wurde. Wie sieht der Zeitplan für den Bau aus?

Lydia Becker-Jax: Nachdem in den Sommerferien alles aufgegraben wurde, die Kanäle und die Leitungen erneuert wurden, ist die Baustelle wieder mit Sand aufgefüllt worden. In den Herbstferien wird die Bodenplatte gegossen, und zum Jahresende wird es mit den Hochbauarbeiten weitergehen.

Zu Beginn des nächsten Schuljahrs wird voraussichtlich unsere neue Mensa fertig sein, die an drei Seiten verglast sein wird und mit 250 Sitzplätzen und einem großen Küchenbereich genau die Dimension hat, die wir benötigen. Mit diesem großen neuen Mensaraum, den wir auch für schulische Veranstaltungen nutzen können, werden sich die räumlichen Bedingungen unserer Schule deutlich verbessern.

Seit 2005, seitdem mit G8 auch der Nachmittagsunterricht Einzug in Ihr Schulleben gefunden hat, und seit zwei Jahren sowieso, seitdem das Städtische Gymnasium den Ganztag umsetzt, haben Sie ein Raumproblem. Die Lehrer und Schüler der Oberstufe konnten bisher in die ehemalige Hauptschule ausweichen. Nun haben Sie Container.

Becker-Jax: Am Montag, 7. September, soll die Oberstufe dort einziehen. Die Container stehen auf dem ehemaligen Lehrerparkplatz und werden sechs gut ausgestattete Klassenräume beherbergen. In jedem Raum wird es WLAN und einen Beamer geben. Außerdem sind in den Containern gute zusätzliche Toilettenanlagen vorhanden. Diese Container als Übergangslösung, bis wir die Räume in der ehemaligen Hauptschule, die ja zur Zeit als Übergangs-Gesamtschule genutzt wird, bekommen, sind für uns eine wirkliche Verbesserung.

Dann würden Ihnen in der ehemaligen Hauptschule zwei Etagen reichen, um genügend Klassenräume zu haben. Was könnte mit der restlichen Schule passieren?

Becker-Jax: Spätestens seitdem wir den Ganztag beschlossen haben, war klar, dass die Räume im Gymnasium nicht mehr für den Unterricht und die Schülerzahl ausreichen. Die Schule ist vor 40 Jahren übrigens als dreizügige Schule gebaut worden und mittlerweile sind wir ja vierzügig. Wenn wir das Hauptschulgebäude dazu bekommen, würden wahrscheinlich zwei Etagen des Gebäudes für uns ausreichen. Würde dann die Stadtbibliothek dort ebenfalls untergebracht werden, könnten unsere Schüler die Bibliothek aus Lern- und Studienraum nutzen. Das wäre wunderbar.

Seit 40 Jahren steht das Schulgebäude. Die Toilettenanlagen sind in die Jahre gekommen, und energetische Sanierungen könnten die Nebenkosten des Gebäudes merklich verringern. Stehen denn Sanierungen an?

Becker-Jax: Es gab in der Vergangenheit schon Teilsanierungen. Die Turnhalle wurde grundsaniert, unser Gebäude hat teilweise neue Fenster und schon eine ganze neue Heizungsanlage, bei der jeder einzelne Heizkörper eigenständig reguliert werden kann.

Was fehlt, ist vor allem eine Sanierung der Sanitäranlagen und in Teilen des Gebäude auch neue Fenster. In unseren Glasfluren würden sich neue Fenster bemerkbar machen, aber auch in unseren drei Pavillons müsste einiges verändert werden. Es bewegt sich aber nun endlich was, und da die Stadt die Notwendigkeit von Investitionen sieht, wird das umgesetzt. Nur wann genau, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Die Schüler des Gymnasiums fühlen sich erklärtermaßen wohl. Ein gutes soziales Klima wirkt sich auf das Lernklima aus. Warum ist die Stimmung an Ihrer Schule trotz vieler Bauarbeiten denn so positiv?

Becker-Jax: Wir haben ein junges, sehr engagiertes Kollegium. Wenn Referendare einmal bei uns sind, wollen sie nicht mehr weg. Dieses Innenklima ist wichtiger als die Hülle der Schule, die saniert werden muss. Innen sind wir eine ganz moderne Schule. Wir haben eine ipad-Klasse und sind damit Vorreiter in der gesamten Städteregion. Wir haben eine super Ausstattung mit modernen Medien.

In allen Klassen ist WLAN, überall sind Beamer vorhanden. Wir haben ein sehr starkes Angebot, um unsere Schüler zu fördern und sind im Bereich der Studien- und Berufsorientierung eine Vorreiter- und Modellschule. Dann haben wir auch noch seit über 30 Jahren eine ganz starke Schülervertretung, auf die ich sehr stolz bin. Alle Klassensprecher fahren einmal im Jahr in die Eifel nach Gemünd und besprechen dort Fragen zur Schulentwicklung.

Nach drei Tagen werden der Vorsitzende der Schulpflegschaft und ich eingeladen, und dann stellen uns die Schüler das vor, was sie erarbeitet haben und was sie erreichen wollen. Das Gesamtpaket Städtisches Gymnasium stimmt.

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