„Ab in die Mitte”: Burg Rode soll Bürgern ans Herz wachsen

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:
burgbu
Freude über die Anerkennung: NRW-Städtebauminister Lutz Lienenkämper (r.) überreicht am Rande einer Tagung des „Netzwerks Innenstadt NRW” in Arnsberg den Preis samt Förderbescheid an Bürgermeister Christoph von den Driesch, Stadtmarketing-Vorsitzende Kirsten Haase und Ingo Klein, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing (l.).

Herzogenrath. Die Burg Rode ist ein Pfund, mit dem man gehörig wuchern kann: Nach der Umfeldgestaltung im Zuge der Euregionale 2008 blüht das ehrwürdige Gemäuer nicht mehr im Verborgenen, sondern präsentiert sich in voller Pracht. Dabei wollen es die Verantwortlichen aber nicht bewenden lassen.

Rodas Burg, so betont Bürgermeister Christoph von den Driesch, sei immerhin von europäischer Bedeutung, da einst im Besitz der Herrscherhäuser von Limburg, Brabant und schließlich der spanischen Habsburger. Der geschichtsträchtige Ort hat es also verdient, den Herzogenrathern als Identifikationspunkt ans Herz gelegt zu werden. Schließlich gehört die Burg ja auch jedem, der Mitglied im Verein Burg Rode wird.

Von den touristischen Erschließungsmöglichkeiten einmal abgesehen, bietet sich die neue Bühne mit den als Landmarke konzipierten Sitzbänken davor als großartiges Forum für allerlei Veranstaltungen an. Das Konzept „Stadt.Burg.Leben”, das der Stadtmarketingverein, die Stadtverwaltung und der Verein Burg Rode in Kooperation mit der Agentur Noah! eigens erarbeitet haben, hat auf Landesebene überzeugt: Herzogenrath gehört wieder zu den Preisträgern der City-Offensive „Ab in die Mitte”, die in diesem Jahr unter dem Motto „Stadt:Kern:Gestalten” firmiert. 40.000 Euro Fördergelder fließen für die Umsetzung in die Rodastadt.

Neun-Tage-Fete im September

Drei Kernfragen haben sich die Macher vorgenommen: Wie kann eine emotionale Bindung der Bürger an Rodas städtebauliches Highlight erfolgen? Wie kann die Burg räumlich an die Innenstadt angebunden werden? Wie kann die Burgbühne als Veranstaltungsort dauerhaft im städtischen Kalender etabliert werden?

An neun Veranstaltungstagen vom 11. bis 19. September soll exerziert werden, wie der schicke Burggarten mit Leben gefüllt werden kann. Nun sind Handelnde aus allen Bereichen des städtischen Lebens eingeladen, sich an „Stadt.Burg.Leben” zu beteiligen, so der eindringliche Appell von Kirsten Haase, Vorsitzende des Stadtmarketings-Vereins.

Der Auftakt soll ganz stilecht eine Belagerung sein. Aber keine Sorge: Sie wird friedlich enden mit dem gemeinsamen Einzug aller Beteiligten auf das Burggelände, begleitet von Gauklern und fahrendem Volk. Dann heißt es Bühne frei für viele spannende Aktionen, wobei ein Tag den Kindern gewidmet wird - unter dem Motto „Ritter, Drachen und Prinzessinnen”.

Damit Herzogenrath buchstäblich auf die Burg kommt, sollen alle Wege zur fußläufig erreichbaren altehrwürigen Immobilie führen. Durch „innovative Mittel”, wie Ingo Klein darlegt, städtischer Mitarbeiter für den Bereich Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, - nämlich ein Hinweissystem, das nicht nur optisch, sondern auch akustisch funktioniert.

„So abstrus sich das anhört, dazu haben wir aber schon konkrete Ideen”, gibt sich Klein in diesem Punkt allerdings noch geheimnisvoll. Eines wird Vize-Bürgermeisterin und Behindertenbeirats-Vorsitzende Anne Fink besonders freuen: Auch in punkto Barrierefreiheit wird der Burgberg nochmals genau unter die Lupe genommen. Ein ausgewiesener Identifikationspunkt muss schließlich auch mit dem Rollator zu bezwingen sein.

Witzige Marketingartikel mit Burg-Logo sollen ebenfalls aufgelegt werden. Bildende Künstler sollen sich des Themas annehmen. Und endlich soll eine vollständige historische Dokumentation erstellt werden. Es gibt also noch viel zu tun.

Weitere Informationen:

Viele Akteure aus allen Bereichen - Handel, Verwaltung, Gastronomie, Kultur, Sport, Politik, Vereine und Kirchen - sind Voraussetzung für das Gelingen. So werden Vereine gesucht, die sich an der Burgbelagerung beteiligen, und Kulturträger, die das Bühnenprogramm gestalten. Auch Bürger, die sich zur Geschichte der Burg einbringen wollen, sind willkommen.

Am Donnerstag, 25. März, 19.30 Uhr, ist dazu eine Auftakt- und Infoveranstaltung für alle Interessierten auf der Burg geplant. Infos und Kontakt: Ingo Klein, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing der Stadt Herzogenrath, Kaiserstraße 100, Telefon: 02407/9583-31, Fax: 02407/17383, E-Mail: klein @tph.de.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert