Aachener Sinfonieorchester musiziert mit begeisterten Laien

Von: ehg
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Freuen sich auf das Mitmachkonzert des Sinfonieorchesters Aachen in St. Sebastian: (v.l.) Hermann Jörissen, Rosemarie Sommer, Kazem Abdullah, Hubert Wickerath und Richard Klein. Foto: W. Sevenich

Würselen. Es ist nicht das erste Mal, dass das Sinfonieorchester Aachen im „Dom“ ein Konzert gibt. Bereits 2006 führte es unter der Stabführung von Marcus R. Bosch das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy auf.

Ein Jahre später folgte das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, ebenfalls unter der Leitung von Generalmusikdirektor Bosch. Weitere Konzerte gab das Orchester unter der Leitung von Frank Flade 2009 und 2010 beziehungsweise unter Andreas Klippert 2011. Am 21. Juni 2014 gastiert es erneut im „Dom“. In einem außergewöhnlichen Konzert wird ein 70-köpfiges Orchester unter dem Dirigat des am 4. Juli 1979 in Indianapolis geborenen Generalmusikdirektors Kazem Abdullah, der am 1. August 2012 die Nachfolge von Marcus Bosch in Aachen angetreten hat, zwei der schönsten Sinfonien der Musikliteratur, einmal die Sinfonie h-Moll, D 759 „Unvollendete“ von Franz Schubert und zum anderen die Sinfonie Nr. 8 G-Dur, op. 88 „Die Englische“ von Antonin Dvorak zu Gehör bringen.

Es handelt sich um ein Mitmachkonzert: 45 Amateure und 25 Profis werden gemeinsam musizieren. Die Idee zu diesem Projekt hatte die Violinistin Julia Prinsen-Feneberg, die in Würselen das Orchester der Stadt leitet. Es ist das erste Mal, dass musikbegeisterte Laien vom Studenten bis hin zum Ruheständler mit den Profis des Sinfonieorchesters Aachen ein Konzertprogramm einstudieren und zur Aufführung bringen. Ohne große Werbeaktionen seien – so die Pressesprecherin des Stadttheaters, Ursula Schelhaas, bei einem kurzen Abstecher mit Kazem Abdullah in den „Dom“ von Würselen – die zu vergebenden Stühle besetzt gewesen.

„In allen Stimmgruppen werden Amateure gemeinsam mit Profis ihre Instrumente zum Klingen bringen.“ Für ihn, den Generalmusikdirektor, sei es schön, außerhalb von Aachen das Mitmach-Projekt realisieren zu können. Der Wunsch sei aus dem Orchester gekommen. Kazem Abdullah: „Ich war von dieser Idee von Anfang begeistert.“ Nun fiebert er der ersten gemeinsamen Probe aller Musiker – separat haben Streicher und Bläser bereits geübt – am Mittwoch, 18. Juni, im Probenraum des Stadttheaters entgegen. Nicht nur die Amateure könnten von den Profis lernen, auch umgekehrt sei das der Fall. Dabei soll die Begegnung beim gemeinsamen Musizieren auch Spaß machen, ist der junge Amerikaner hellauf begeistert von der Akustik in St. Sebastian, aber auch von der „wunderschönen“ Orgel. Dass alle Musiker gut mitmachen werden, ist für ihn keine Frage. Ob das Projekt fortgeführt werde, hänge von seinem Erfolg ab. „Nach dem 21. Juni wissen wir mehr“,

schließt Kazem Abdullah eine Neuauflage in naher Zukunft nicht aus. Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Karten gibt es beim Stadttheater Aachen, Telefon 0241/4784244, und bei der Schatzmeisterin des Fördervereins Kirchenmusik St. Sebastian, Rosemarie Sommer, unter 02405/91636. Das „Experiment“ wird vom Förderverein unterstützt.

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