Aachen liegt bei Städtewette für Äthiopienhilfe weit vorn

Von: epd
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Aachen. Die Stadt Aachen hat bei der neuen Wettaktion zugunsten der Äthiopien-Hilfe des früheren Schauspielers Karlheinz Böhm ihr Spendenziel von 81.333 Euro schon deutlich übertroffen.

Privatpersonen, Firmen, Vereine, Schulen und Kindergärten sammelten mit Sponsorenläufen, Benefizkonzerten oder Kuchenverkauf bisher rund 110.000 Euro, wie die Stadt am Montag mitteilte. Auch das Islamische Zentrum habe sich mit 1.500 Euro beteiligt. Oberbürgermeister Marcel Philipp hofft, dass nun vielleicht sogar 120.000 Euro zusammen kommen und mit den Aachener Spenden eine ganze Schule in Äthiopien finanziert werden kann.

Die Wette der Aktion „Menschen für Menschen”, an der sich insgesamt knapp 30 Städte in Deutschland, Österreich und Belgien beteiligen, läuft noch bis Donnerstag. Bisher haben erst neun Oberbürgermeister ihr Wettziel erreicht, dass mindestens jeder dritte Einwohner einen Euro spendet. Die anderen drei nordrhein-westfälischen Städte Köln, Herzogenrath und Castrop-Rauxel haben 60 bis 70 Prozent der nötigen Summe zusammen.

Mit der Städtewette wollen Karlheinz Böhm und seine Frau Almaz an die Gründung ihrer Stiftung vor 30 Jahren erinnern. Böhm hatte am 16. Mai 1981 in der ZDF-Sendung „Wetten, dass...?” gewettet, dass nicht jeder dritte Zuschauer eine Deusche Mark beziehungsweise einen österreichischen Schilling für Notleidende in der Sahelzone spenden würde. Er gewann die Wette, trotzdem kamen 1,2 Millionen Deutsche Mark (613.550 Euro) an Spenden zusammen, die den Grundstock für Böhms Äthiopienhilfswerk bildeten.

An der Jubiläums-Wette beteiligen sich den Angaben zufolge auch Städte wie Frankfurt am Main, Kiel, München, Fulda und Freiburg. Das Geld soll in den Bau von Schulen in Äthiopien fließen, das als eines der ärmsten Länder der Welt gilt. Nach Angaben der Stiftung „Menschen für Menschen” mit Sitz in München besuchen 40 Prozent der äthiopischen Kinder keine Schule, 60 Prozent der Erwachsenen können weder lesen noch schreiben.

Verliert das Ehepaar Böhm die Wette, will es mit Künstlern in der jeweiligen Stadt ein Kulturevent ausrichten. Die Bürgermeister der beteiligten Städte hatten einen persönlichen Wetteinsatz angekündigt. Falls in Köln die erhoffte Spendensumme nicht zusammen kommt, will OB Jürgen Roters (SPD) einen Dauerlauf quer durch die Stadt absolvieren. Der Castrop-Rauxeler Bürgermeister Johannes Beisenherz (SPD) will bei einem Sommerfest fair gehandelte Produkte aus einem Bauchladen verkaufen und Christoph von den Driesch (CDU) aus Herzogenrath ein Candle-Light-Dinner für die Bürger ausrichten. Der Aachener OB Philipp hätte auf dem Marktplatz Printen backen müssen.
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