Würselen - A-Capella mal leise, mal witzig interpretiert

A-Capella mal leise, mal witzig interpretiert

Von: Conny Stenzel-Zenner
Letzte Aktualisierung:
14751238.jpg
Mal leise, mal stimmgewaltig, mal balladesk, mal rockig: Die A-Capella-Männer von Basta überzeugten bei ihrem umjubelten Konzert auf Burg Wilhelmstein mit Liedern sogar für Männer – für Frauen singen die fünf Musiker sowieso. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. An diesem Basta-Abend war alles gekonnt. Der A-Capella-Gesang der fünf Musiker auf Burg Wilhelmstein während des Sommerprogramms war sowieso makellos. Mal leise, mal stimmgewaltig, mal balladesk, mal rockig. Auch die Moderation zwischen den einzelnen Lieder der neuen, schon achten CD „Freizeichen“ der Kölner-Band war auf den Punkt.

In den Ankündigungen der Songs führten William Wahl, Arndt Schmöle, Werner Adelmann, René Overmann und Hannes Herrmann den Sprachwitz der Lieder einfach weiter. Erst nach fast drei Stunden endete ein kurzweiliger Abend. Selbst während der Lieder war es abwechslungsreich, denn die A-Capella-Sänger tanzten. Sie nutzten die Bühne der Burg aus.

Das hatten sie alles ganz intensiv in Österreich zehn Tage lang im September eingeübt. „Wir kommen gar nicht mehr alle aus Köln. Hannes kommt aus Hamburg und Arndt aus Hannover“, verriet William. Das Proben hat sich also gelohnt.

„Das war wieder ein wunderbares Konzert“, urteilte Kulturmanager Hans Brings, der sich einig war mit den Besuchern, die die Ränge der Burg füllten: „Diese Band zu holen, war richtig.“ Dabei kennen die Kölner, die seit dem Jahr 2000 Basta sind, die Burg. „Nur unser Neuzugang Hannes, der 27 Jahre alt ist, kennt die Burg nicht, weil er erst seit kurzen beim uns ist“, erzählte William Wahl, Gründungsmitglied, der die meisten Texte schreibt.

„Immer, wenn mir ein Gedanke kommt, der einen Text tragen könnte, schreibe ich den auf.“ Für die CD „Freizeichen“ waren das Gedanken über Laktoseintoleranz, über das Älterwerden, über ADHS, über Urlaube in Hotels und über das Publikum. „Schön, dass du gekommen bist“, richtete sich an all die Männer in den Zuschauerrängen.

Warum? „Weil die Frauen sowieso gerne kommen. Weil sie ihre Männer mitnehmen, die gar keine Lust auf A-Capella haben. Weil die Männer nur mitkommen, weil sie wissen: Ist die Frau glücklich, ist das Leben glücklich“, erklärte William. Ein Blick ins Publikum verriet: Nickende Köpfe, lachende Frauen und lächelnde Männer.

Denen machten dann Basta mit dem Lied „Jochens“ ein Geschenk, denn das war das Lied für all die Männer. Ein Liebeslied endlich für das starke Geschlecht, das doch sonst den Angies, den Mandys und den Alices Lieder widmeten. Jetzt waren es die Jochens, Justins, Sebastians, die Jürgens, die Herberts, die Ralfs und die Rolfs, für die das Lied gedacht war.

Und am Ende? Da waren sich alle die Besucher des Konzertes einig: Es sollte gar nicht enden. Der Applaus war lang und laut und nachhaltig.

Nach der dritten Zugabe ist Basta von der Bühne gegangen, aber nur, weil sie versprochen hatten, noch in der Lounge zu singen. Und dann wusste auch der junge Neuzugang Hannes, was das Singen auf der Burg so einzigartig macht. Die Picknickkörbe, die Zuschauer, die Stimmung.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert