900 Bürger rücken dem Müll zu Leibe

Von: ssc
Letzte Aktualisierung:
b1a_muellalsbu_110410
Angekarrt: Was die Müllsammler am Abschlusstag der Aktionswoche in den Ortsteilen gefunden hatten, wurde zum Container auf dem Zentralparkplatz gebracht. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Deutlich mehr Helfer, deutlich weniger Müll: Die Bilanz des diesjährigen Frühjahrsputzes in Alsdorf kann sich sehen lassen. Gut 900 Bürger packten mit an, um die Stadt noch ein wenig sauberer zu machen - und brachten rund zehn Tonnen Unrat zusammen.

Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es bei knapp 650 eifrigen Helfern noch an die 30 Tonnen Müll!

„Man spürt deutlich, dass unsere bisherigen Reinigungsaktionen Spuren in der Stadt und bei der Bevölkerung hinterlassen haben”, sagt Peter Steingass, Vorsitzender des Fördervereins Stadtmarketing, der den Frühjahrsputz gemeinsam mit der Stadt vorbereitet hatte. Schulklassen, Vereine, Firmen und viele, viele Privatpersonen hatten in der vergangenen Woche die Ärmel hochgekrempelt und in allen Stadtteilen mit Handschuhen und Greifzangen den Wilden Müll aufgeklaubt und in Tüten gepackt.

Dass sie weniger Unrat als im Vorjahr fanden, mag zwei Gründe haben. Zum einen hat die personelle Aufstockung des Eigenbetriebs Technische Dienste dafür gesorgt, dass Unrat regelmäßig und rasch entsorgt wird.

Zum anderen „hat wohl in vielen Köpfen ein Umdenken stattgefunden. Die Menschen werfen zunehmend weniger Müll in die Umwelt, weil sie sehen, wie schön sauber Alsdorf mittlerweile aussieht”, unterstreicht Elke Graf vom Stadtmarketingverein den Vorbildcharakter der Aufräumaktionen.

Am Samstag nun trafen sich viele Sammler auf dem Denkmalplatz, wo sie zum Finale der Aktionswoche ein leckeres Dankeschön erwartete: 100 Liter Erbsensuppe hatte die Alsdorfer Kochgruppe des Deutschen Roten Kreuzes im Angebot. Die wurde den einsatzfreudigen Helfern kostenlos serviert, als Stärkung nach dem emsigen Kampf gegen den Wilden Müll.

180 Euro pro Tonne

Die Stadt Alsdorf muss dank der geringeren Müllmenge nun auch weniger tief in die Tasche greifen als im vergangenen Jahr. Was nach der Müllsortierung nicht verwertet werden kann, wird entsorgt. Dafür fallen pro Tonne 180 Euro Kosten an.

Viel Geld. Aber für den Wilden Müll müssen die Bürgerinnen und Bürger ohnehin Jahr für Jahr viel zahlen. Gut 500.000 Euro musste die Stadt Alsdorf im vergangenen Jahr aufbringen, die allein die Entsorgung solchen Unrats gekostet hat.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert