9. Eurode-Cup: Dank Sport die Grenzen weiter abbauen

Von: Daniel Gerhards
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Viele Kicker freuten sich übe
Viele Kicker freuten sich über den deutsch-niederländischen Wettstreit: Beim E-Jugend-Turnier des Eurode-Cups spielten junge Fußballer in Pannesheide um die Wette. Foto: Daniel Gerhards

Herzogenrath. Ein Spiel gegen eine ausländische Fußballmannschaft ist etwas Besonderes. So strengen sich gestandene Bundesliga-Profis besonders an, wenn sie auf europäischer Ebene gegen Vereine aus anderen Nationen spielen. Einen sportlichen Vergleich zwischen Teams aus Deutschland und den Niederlanden gab es auch beim 9. Eurode-Cup.

83 Teams spielten in verschiedenen Altersklassen gegeneinander. Und um das Turnier zu gewinnen, mussten sie sich auch mächtig ins Zeug legen. Doch anders als im Europapokal geht es beim Eurode-Cup nicht in erster Linie um Sieg oder Niederlage. Für die Turnierorganisatoren Ralf Klohr und John Heckmann steht die Begegnung auf dem Fußballfeld im Vordergrund.

Viele Möglichkeiten

Denn eigentlich sei es erstaunlich, dass Spiele zwischen deutschen und niederländischen Teams immer noch eine Besonderheit sind, erklärt Klohr. „Durch die weggefallenen Grenzen haben sich die Chancen für die Kinder verdoppelt. Aber in den Köpfen der Erwachsenen bestehen die Grenzen noch”, bedauert Klohr. Und das meint er nicht nur bezogen auf den Fußball. Die Kinder müssten erkennen, dass das jeweils andere Land eine Menge Möglichkeiten - etwa für ein Studium oder eine Arbeitsstelle - bietet.

Der Sport könne die Grenzen weiter abbauen. „Die Chancen zur Zusammenarbeit werden noch nicht richtig genutzt”, sagt Klohr. Das zeige sich auch im Fußball. Nur sehr wenige Vereine nutzen die Möglichkeit, einmal gegen eine Nachbarmannschaft zu spielen. „Dabei kann man mit dem Fahrrad rüberfahren”, sagt Klohr.

Beim Eurode-Cup kamen die Kinder und Jugendlichen aus den beiden Ländern nun zusammen. Dabei fällt Klohrs Fazit weitgehend positiv aus. „Wir haben im Kinderbereich sehr entspannte Bedingungen gehabt. Da haben alle sehr gut zusammengearbeitet”, sagt er. Lediglich die Älteren bereiteten den Organisatoren etwas Kopfschmerzen. „Bei den A- und B- Jugendturnieren war es teilweise etwas kritisch. Die Konkurrenzsituation war da etwas zu stark”, sagt Klohr.

Solche Situationen zu vermeiden, ist das Ziel von Klohr und Heckmann. Daher wurde beim Eurode-Cup in den jüngeren Altersklassen im Fair-Play-Modus gespielt.

Dabei spielen die Kinder ohne Schiedsrichter. Sie sollen selber entscheiden, ob der Ball im Aus, im Tor ist oder ob jemand Foul gespielt hat. Im Idealfall gewöhnen sich die Kinder so schon früh an einen respektvollen Umgang mit ihren Mitspielern.

Unterstützt wurden Kinder dabei erstmals von „Spielleitern Kinderfußball”. Fünf Jugendliche waren beim E-Jugendturnier in Pannesheide mit auf den Spielfeldern. Für die Jugendlichen ist das auch eine Vorbereitung auf die Schiedsrichterlaufbahn. „Damit wollen wir ihnen die Möglichkeit geben, sich an die Verantwortung auf dem Platz zu gewöhnen”, sagt Klohr.

Sie fällen aber keine spielentscheidenden Urteile. Ihre Aufgabe liegt eher in der Moderation zwischen Spielern, Trainern und Eltern. Am Ende sollen die Kinder trotzdem selber entscheiden. Als „Spielleiter Kinderfußball” war auch der 13-jährige Paul Gurske auf dem Platz.

„Wir mussten nur eingreifen, wenn sich die Kinder gestritten haben, ob es einen Freistoß geben soll oder nicht”, sagt er. „Das ist gut, dass wir solche Erfahrungen sammeln können”, sagt Paul Gurske, der im September mit seiner Schiedsrichterausbildung beginnen wird.

Die Sieger des Turniers im Überblick

Beim 9. Eurode-Cup spielten rund 1100 junge Fußballer in 83 Teams. Ausrichter waren Union Ritzerfeld, RKVV Haanrade und Laura Hopel Combinatie.

In der A- und B-Jugend siegten die Kicker vom FC Kerkrade West. In der C-Jugend gewann RKSV Heer. Die beste D-Jugendmannschaft stellte SVS Merkstein. In der E-Jugend gewann SuS Herzogenrath. Bei den F-Jugendlichen siegte FC Kerkrade West. Das A-Juniorinnen-Turnier gewann Grenzwacht Pannesheide, bei den Alten Herren RKVV Haanrade.

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