88 Pflegeplätze, 100 Arbeitsstellen: Neues Pflegeheim an der Stadthalle

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
5957729.jpg
Großprojekt im Zentrum von Alsdorf: Neben der Stadthalle (links oben der rote Anbau der Veranstaltungsstätte) soll dieses Pflegeheim nebst Servicewohnungen an der Rathausstraße entstehen. Schon jetzt gibt es eine Warteliste potenzieller Nutzer. Grafik: Hotel+Pflege Alsdorf GmbH

Alsdorf. Ja, Investor Stefan Hammerich von der Hotel+Pflege Alsdorf GmbH und Betreiber Raoul Pöhler nicken und bekräftigen es mit Worten. Auch Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) sagt es und überreicht die Baugenehmigung: Anfang September erfolgt der erste Spatenstich für ein zwölf Millionen Euro schweres Großprojekt.

Es geht um das Pflegeheim, das neben der Stadthalle Alsdorf und zwischen Rathaus- und Annastraße errichtet wird. Hammerich gibt als Fertigstellungstermin den Herbst 2014 aus.

Pöhler, der übrigens SPD-Vorsitzender in Aldenhoven und Mitglied des Kreistags in Düren ist, will anschließend das Haus bis zum Winter zügig belegen. „In den nächsten sechs Wochen werden wir hier in einem Ladenlokal eine Dependance einrichten, um für die Bürger sichtbar und erreichbar zu sein“, verspricht Pöhler, der unter anderem Pflegeeinrichtungen in Jülich und Linnich betreibt. Laut Hotel+Pflege Alsdorf GmbH wird das zu errichtende Gebäude an die Wohnanlage für Senioren und Behinderte „Gut Köttenich“ in Aldenhoven verpachtet, welche die Vermietung sowohl der Wohnungen als auch des Pflegeheimes übernimmt.

Gastdozenten aus Aachen

Platz für 88 Pflegebedürftige wird es geben, alle in Einzelzimmern untergebracht – ein Teilbereich davon ist schwer an Demenz Erkrankten vorbehalten, für die Pöhlers Leute ein spezielles Betreuungskonzept entwickelt haben. Hinzu kommen laut Betreiber etwa 20 Wohneinheiten des betreuten Wohnens und ein Therapiezentrum mit Ergo-, Physiotherapeuten und Logopäden.

Übrig geblieben sind von der Wunschplanung des Bürgermeisters, auch ein Hotel hier zu errichten, insgesamt rund 25 Wohnungen, die kurzzeitig angemietet werden können. Laut Sonders könnten hier Teilnehmer des Seminarbetriebs in der Stadthalle unterkommen. Pöhler denkt an Gastdozenten der Fachhochschule und der RWTH Aachen, die mit der Euregiobahn nach Alsdorf einpendeln. Die Gastronomie in der Stadthalle wird Konkurrenz bekommen. Der Mitbewerber im neuen Komplex wird gemeinsam die dann neu gestaltete Innenhoffläche zwischen Halle und Heim bewirtschaften. Platz für eine Apotheke und einen Allgemeinmediziner, der nach Vorstellungen Pöhlers die Heimbewohner betreuen könnte, sind vorgesehen.

100 neue Arbeitsplätze entstehen, in Vollzeit und in Teilzeit. Pöhler bestätigt, dass angesichts der regen Nachfrage qualifiziertes Pflegepersonal nur schwer zu gewinnen ist. Aber er will sich nicht nur auf den Arbeitsmarkt verlassen. Seine anderen Einrichtungen haben gerade erst 13 Mitarbeiter selbst ausgebildet. Zudem setzt Pöhler darauf, dass Angestellte von anderen Unternehmen nun den Weg nach Alsdorf finden.

„Auch nach Fertigstellung dieses Pflegeheims braucht Alsdorf laut Pflegebedarfsplanung der Städteregion noch 60 Plätze“, betont Bürgermeister Sonders. „Trotz aller Verzögerungen und Probleme hatte ich nie die Hoffnung verloren.“ Er hält das Projekt, das eine große Baulücke in der Innenstadt schließt, für „eine absolute Bereicherung“. Das dürfte auch Kämmerer Michael Hafers so sehen, der durch den Verkauf des städtischen Grundstücks 1,3 Millionen Euro in den Doppelhaushalt 2013/14 einstellen kann, um andere Investitionen finanzieren zu können, wie etwa die neue Heizung fürs Hallenbad oder Sportplatzsanierung.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert