„72-Stunden-Sozialaktion”: 200 Jugendliche beteiligen sich

Von: ehg
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Freuen sich auf die vier Aktionstage: (v.l.) K.O.T.-Leiterin Sabine Bischof, Schirmherr Bürgermeister Werner Breuer und Kaplan Huu Duc Tran haben mit den Jugendlichen ein umfangreiches Programm vorbereitet.

Würselen. Hunderttausende Jugendliche aus der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendverbänden bundesweit wollen vom 7. bis 10. Mai für vier Tage die Welt ein bisschen besser machen. Unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Werner Breuer sind rund 200 Jugendliche aus der Kinder- und Jugendarbeit der GdG Würselen an der „72-Stunden-Sozialaktion” beteiligt.

Eine Reihe von Aktionen und Projekten zum Thema „60 Jahre Verfassung” wird geboten.

Dabei kooperiert die GdG Würselen mit dem Jugendamt der Stadt, den Caritas Außenwohngruppen, dem Arbeitskreis „Kein Vergessen” und der Reihe „Lust auf Kunst” der Pfarre St. Sebastian. In der Regie von Kaplan Huu Duc Tran, Gemeindereferent Michael Loogen, K.O.T.-Leiterin Sabine Bischof und Jugendreferent Buddy Paggen wurde das Programm erstellt.

Bei der Auftaktveranstaltung unterstrich Bürgermeister Breuer, angesichts antidemokratischer Tendenzen und wachsender Bereitschaft zur Gewalt sei es wichtig, sich mit dem Thema Verfassung auseinanderzusetzen.

Begeistert von der Arbeit der K.O.T. organisierte er spontan einen Besuch von 50 Jugendlichen im Landtag. Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers wird ihnen unter dem Motto „Landtag live” eine Stunde Rede und Antwort stehen.

Die Würselener Gäste können auch Gespräche mit Abgeordneten führen und an einer Plenarsitzung teilnehmen. Der Startschuss für die 72-stündige Aktion wird am 7. Mai um 10.30 Uhr vor St. Sebastian gegeben. Schirmherr Breuer ruft dann zum Luftballon-Wettbewerb auf.

Um 19.30 Uhr ist im Pfarrheim ein Zeitzeugengespräch mit dem jüdischen Mitbürger Helmut Clahsen. Außerdem wird eine Ausstellung des Jugendamtes zum Thema „Rechtsextremismus in der Region” im Pfarrheim und in den Kirchen besichtigt.

Glockenläuten als Mahnung

Von Donnerstag bis Sonntag werden täglich um 15 Uhr die Glocken der GdG läuten, als Mahnung zum Erhalt der Grundrechte der Gesellschaft und zum Schutz der Demokratie als hohem Gut.

Am Freitag wird der Journalist Michael Klarmann in Kooperation mit dem Jugendamt an Würselener Schulen über „Neonazis in der Region” informieren.

Um 13 Uhr findet in Kooperation des Arbeitskreises „Kein Vergessen” mit Pfarrer Rainer Gattys und der Offenen Ganztags-Schulbetreuung St. Sebastian an der Grundschule Friedrichstraße eine Stolperstein-Rallye statt. Sie wird sich kindergerecht mit dem Thema „Holocaust” in Würselen auseinandersetzen. Um 16 Uhr singt der Kinderchor St. Sebastian im Seniorenzentrum St. Antonius. Um 17.30 Uhr veranstaltet die Jugenddisco „Freaky Friday” für alle 72-Stunden-Teilnehmer und alle Jugendlichen von elf bis 16 in der K.O.T. Sebastian eine Verfassungs-Geburtstagsparty.

Die Messdiener der GdG, das Flashlight-Team von St. Peter und Paul und das Chillout-Team von St. Balbina backen am Samstag, 9. Mai, mit behinderten Mitbürgern 60 Geburtstagskuchen. Sie stehen für sechs Jahrzehnte Verfassung der Bundesrepublik.

Verkauft werden sie im Anschluss an die Wochenend-Gottesdienste zugunsten von Kindern und Jugendlichen der Würselener Tafel. Zudem werden Messdiener eine GdG-weite Plakataktion und eine Klagemauer auf dem Kirchenvorplatz vorbereiten.

Im Jugendgottesdienst „Rock The Church”, der um 17 Uhr in St. Pius X. an der Ahornstraße beginnt, werden die Jugendlichen an die christlichen Wurzeln des Grundgesetzes erinnern. Die musikalische Gestaltung wird eine K.O.T.-Band sowie die Musik- und Rhythmusgruppe behinderter Menschen der Caritas übernehmen.

Am Sonntag werden Messdiener weitere Zeitzeugeninterviews führen. Alle Aktivitäten münden in eine Riesenparty aller Aktionsteilnehmer des Bistums Aachen um 17.07 Uhr im Eurogress in Aachen.
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