72-Stunden-Aktion: Schüler tauchen im Herzogenrather Bad

Von: mabie
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Starker Einsatz: Tauchprofi Michael Renady freut sich über die jungen Teilnehmer, die sich mit viel Freude im Wasser bewegten. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. In Roda war ein Beitrag zur 72-Stunden-Aktion, der tatsächlich ins Wasser fiel. Ja fallen musste, denn im Hallenbad an der Bergerstraße lud das Team der Tauch-AG der Europaschule Herzogenrath gemeinsam mit der Würselener Tauchschule VIP-Tauchen und dem HOT-Jugendzentrum aus Herzogenrath zu einer ganz besonderen Aktion ein.

So gingen die Gesamtschulvertreter schon lange im Vorfeld damit schwanger, ihre Erlebnisse beim gemeinsamen Abtauchen auch einmal anderen näherzubringen. „2012 ist die Idee entstanden, dass wir unsere Tauchgeschichte ausweiten könnten“, erzählte der didaktische Leiter der Europaschule, Jens Klein. Kurzerhand wurde die Roda-Schule als Kooperationspartner mit ins Boot genommen und dort das Ganze von langer Hand vorbereitet. „In der Roda-Schule wurden die Schüler angesprochen, wer gerne tauchen möchte und mit uns Teil der 72-Stunden-Aktion werden möchte“, sagte Klein weiter.

Es wurden so genannte „Buddy-Gemeinschaften“ gebildet, bei denen jeder für einen anderen die Verantwortung übernahm und umgekehrt. So waren an diesem Tag nicht nur die jungen Damen und Herren der Europaschule, sondern auch sieben Vertreter der Roda-Schule im Wasser. „Vorher haben wir natürlich, wie bei unseren Kindern auch, eine Tauchärztin hinzugezogen, die das gesundheitliche Okay gab“, ergänzt Sozialpädagoge René Körfer-Losen.

Die Zahl von sieben Schülern war an diesem Tag natürlich nicht willkürlich ausgewählt, sondern bot aus Sicht der beiden Pädagogen, die übrigens beide begeisterte Taucher sind, eine gute Zahl, um an einem Tag im eigens von der Stadt Herzogenrath zur Verfügung gestellten Hallenbad einen schönen Eindruck zu vermitteln, was das Tauchen ausmacht. „Da weder René noch ich ausgebildete Tauchlehrer sind, haben wir uns professionelle Hilfe mit ins Boot genommen“, weist Jens Klein auf die tatkräftige Unterstützung durch die Würselener Tauchschule hin. Michael Renady und Simon Gottlieb waren dazu beinahe die ganze Zeit im Wasser, um als erfahrene Ausbilder den jungen Menschen bei ihren ersten Schritten unter Wasser zu helfen.

Der 13-jährige Christian Koszt war einer von ihnen. „Es hat tierisch Spaß gemacht“, schilderte er sein Erleben, sich im Wasser zu bewegen. Anstrengend sei es gewesen, lächelt er ein wenig müde, aber wunderschön. Die Ruhe unter Wasser, die Chance, nicht nur mit einem tiefen Luftzug und dem eigenen Lungenatem der Welt „da draußen“ einmal kurz zu entkommen und sich ganz auf das zu konzentrieren, was unter Wasser stattfindet. Diese Faszination, die Taucher so beeindruckt, hat er auch schon empfunden.

Natürlich haben sich die Schüler aus der Europaschule und der Roda-Schule nicht mal eben kurz zum Tauchen getroffen. „Da war schon einiges an Vorarbeit notwendig“, unterstrich Jens Klein. Auf dem Trockenen haben sich die Altersgenossen beider Schulen schon ein paar Mal beschnuppert, ein Besuch bei der Tauchgruppe seitens der Roda-Schüler war auch dabei, bevor sie sich am Samstag für viele Stunden gemeinsam in die Fluten stürzten. Und sie hatten dabei nicht nur die umfangreiche professionelle Tauchausrüstung „am Mann“.

Lockeres Schnorcheln war ebenso drin wie das gemeinsame „Vier-Gewinnt-Spielen“ oder Hindernisparcours unter Wasser. Aber natürlich gab es auch die Möglichkeit, einmal einfach nur gemeinsam Abzuhängen auf einer großen Luftmatratze, die an diesem Tag mit ins Wasser durfte. Auf jeden Fall war weder an den Klamotten noch sonst irgendwie ein Unterschied zwischen den jungen Menschen auszumachen. Sie waren einfach gemeinsam im Wasser, hatten gemeinsam Spaß und freuten sich sehr darüber, dass diese Aktion ins Wasser fallen musste.

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