Herzogenrath/Kerkrade - 6. Eurode-Cup: Gewinnen steht nicht im Vordergrund

6. Eurode-Cup: Gewinnen steht nicht im Vordergrund

Von: Daniel Gerhards
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Der Eurode-Cup soll deutsche und niederländische Sportler verbinden: Marcel Kousen (v.l.), VV Chevremont, Turnierorganisator Ralf Klohr, der Betreuer des neuen Eurode-Teams, Wilfried Millis, und Turnierorganisator John Heckmann freuen sich auf spannende und freundschaftliche Begegnungen. Foto: Daniel Gerhards

Herzogenrath/Kerkrade. Rund 1000 junge Sportler treffen sich im kommenden Sommer auf dem Fußballplatz. Bei der vierten Auflage des Eurode-Cups begegnen sich Jugendmannschaften der 15 Herzogenrather und Kerkrader Fußballvereine.

Die Organisatoren des deutsch-niederländischen Turniers stellten jetzt ihr Konzept im niederländischen Chevremont vor. Der VV Chevremont wird die Turniere für die D- bis A-Jugendlichen zu seinem 100-jährigen Jubiläum ausrichten.

Die Organisatoren des Eurode-Cups, Ralf Klohr von SUS Herzogenrath und John Heckmann von RKTSV Kerkrade, erklärten den vielen anwesenden Trainern und Jugendleitern der teilnehmenden Vereine zunächst ihr innovatives Spielsystem: Im sogenannten „Schweizer System” spielen alle Mannschaften ohne vorher festgelegten Spielplan gegeneinander.

Die jeweils nächste Partie ergibt sich aus dem Tabellenstand. Starke Teams treffen auf starke Gegner, schwächere Mannschaften spielen gegen Teams ihrer Leistungsstärke. Ralf Klohr: „Jede Mannschaft hat bis zum Schluss die Möglichkeit, ihre Spiele zu gewinnen. Das ist ganz wichtig für die Kinder.” Auch wenn sich die jungen Sportler über ihre Siege auf dem Fußballplatz freuen, steht das Gewinnen beim Eurode-Cup nicht im Zentrum.

„Am Ende kann nur eine Mannschaft gewinnen”, sagt Klohr, das Turnier soll aber allen Teilnehmern etwas bringen. „Wir wollen guten Sport sehen, aber es geht uns nicht nur um Wettkampf auf höchstem Niveau”, erklärten Klohr und Heckmann. „Wir wollen die Menschen zusammenbringen, sie sollen sich kennenlernen und füreinander interessieren.”

Deutsch-niederländisches Team

Noch besser als beim sportlichen Kräftemessen lernen sich deutsche und niederländische Fußballer kennen, wenn sie gemeinsam in einem Team spielen. Aus diesem Grund geht beim D-Jugend Turnier des Eurode-Cups ein „Eurode-School-Team” an den Start. Die Mannschaft soll aus Schülern des Herzogenrather Gymnasiums und des Colleges Rolduc zusammengestellt werden. Betreut wird die Auswahl von Wilfried Millis, Jugendtrainer beim Kohlscheider BC.

Die beiden Organisatoren des Eurode-Cups sind glühende Verfechter des Fairplay-Spielmodus. Dabei müssen Eltern einige Meter Abstand zum Spielfeld halten, außerdem kommt das Spiel ohne Schiedsrichter aus: Die Spieler entscheiden selbst, wann der Ball im Aus ist oder sie gefoult haben. Sind sich die Kinder unsicher, müssen die Trainer gemeinsam entscheiden.

Im Kinderfußball wird im Kreis Aachen schon nach den Regeln des Fairplay-Systems gespielt. Gerne hätten Klohr und Heckmann den Spielmodus auch auf dem D-Jugend-Turnier des Eurode-Cups angeboten. Und es hätte sicher auch gut ins Gesamtbild gepasst - bei den Turnieren soll es ja schließlich freundschaftlich zugehen.

Die anwesenden Vertreter der Vereine sprachen sich allerdings für eine abgespeckte Fairplay-Variante aus. Demnach spielen auch die D-Jugendlichen mit Schiedsrichter. Die Eltern sollen lediglich auf Abstand gehalten werden. Es bleibt wohl offen, bis zu welcher Altersklasse der Fairplay-Modus sinnvoll ist.

Klohr: „Wir müssen klar zwischen Kinder- und Jugendfußball trennen.” Im schnelleren Jugendfußball, in dem die Abseitsregel gilt, ist der Modus schwer umsetzbar. Der größere Teil der anwesenden Trainer sieht seine 11- bis 13-Jährigen der D-Jugend-Teams wohl schon im Jugendfußball. Trotzdem freuten sich Klohr und Heckmann, dass sie eine rege Diskussion mit den anwesenden Trainern führen konnten. Während der Diskussion stellte sich heraus, dass es auf beiden Seiten der Grenze auch Mädchen-Mannschaften gibt.

Kurzerhand entschlossen sich Klohr und Heckmann, auch für diese Teams ein Turnier anzubieten.
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