5,5 Millionen Euro fließen in Stadtgarten

Von: ehg
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Würselen. Investiert wird in den Neubau eines neuen Regenüberlaufbeckens. Der Wasserverband Eifel-Rur favorisiert teuerste Variante in geschlossener Bauweise.

Auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage Judenstadt, heutiger Stadtgarten, wurde von der Stadt Würselen in den Jahren 1979 bis 1980 ein Regenüberlaufbecken errichtet. Es füllt sich bei Regenwetter mit verdünntem Mischwasser aus dem Einzugsgebiet Würselen-Mitte, wenn die Wassermenge, die direkt zur Kläranlage Aachen-Soers weitergeleitet werden kann, überschritten wird.

Das im Becken gestaute Wasser wird bei nachlassendem Regen, sobald wieder Platz in der weiterführenden Leitung ist, ebenfalls zur Kläranlage Aachen-Soers abgeleitet.

Bei stärken Regenereignissen, die über die Speichermöglichkeit des Beckens hinaus gehen, läuft das Becken über und das Wasser wird in den Meisbach eingeleitet. Wie die Verwaltung in der Sitzung des Ausschusses für Technik, Gebäude und Flächenmanagement weiter darlegte, wurde dazu bei der Planung des Beckens im Jahre 1977 eine Einleitungserlaubnis für einen Zeitraum von 20 Jahren erteilt.

Das aus sieben Segmenten bestehende Betonrundbecken weist schon seit der Übergabe an den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) erhebliche Setzungen einzelner Segmente auf, die vermutlich aus zu geringer Standfestigkeit der aus Boden-Bauschutt-Gemisch ausgeführten Auffüllungen unterhalb und seitlich des Beckens resultieren. Der Einbau eines Spannringes am oberen Beckenrand durch den WVER konnte das Abkippen einzelner Segmente zwar verhindern, stelle jedoch keine dauerhafte Lösung dar.

Außerdem hätten sich im Laufe der Betriebsjahre mehrfach die Anforderungen an die Reinigung von Mischwasser und besonders die Einleitungsbedingungen in ein Gewässer stark verändert, so dass der Bestand des Beckens seitens der Bezirksregierung zunächst zwar geduldet worden sei, jedoch mit der Verpflichtung, das Regenbecken zu ertüchtigen und durch ein Rückhaltebecken, das die in den Meisbach abzuleitende Wassermenge verzögert und drosselt, zu ergänzen. So sollten die anerkannten Regeln der Technik erfüllt werden.

Betriebssicherheit garantieren

Nachdem die Eckbedingungen für die Planungen mit der Bezirksregierung Köln als Genehmigungsbehörde abgestimmt waren, erarbeitete das vom WVER beauftragte Ingenieurbüro Berg verschiedene Varianten zur Umsetzung der Vorgaben. Bei den Untersuchungen habe sich herausgestellt, dass die Variante mit dem Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens in Kombination mit einem Erdbecken und mit einem Entlastungssammlers als Freigefällekanal aus rein finanziellen Erwägungen die günstige Lösung sein könnte.

Eine Bewertung unter den Aspekten der Planungs- und Betriebssicherheit sowie späterer Flächennutzung und Eingriffe in Natur und Landschaft habe allerdings eine Variante favorisiert, bei der die Becken in geschlossener Betonbauweise im Bereich des Stadtgartens unmittelbar nordöstlich des bestehenden Beckens gebaut werden. Seitens der Verwaltung der Stadt sei diese bei der Vorstellung durch den WVER ebenfalls favorisiert worden. Der Grund: Die geschlossene Bauweise ist kompakter und die Errichtung beider Becken an einem Standort wird ohne aufwendigen Kanalbau ermöglicht.

Einfacher und effektiver

Gleichzeitig sei die Reinigung eines Betonbeckens nach Mischwasser-Einstau einfacher und effektiver, so dass der Betriebsaufwand der favorisierten geschlossenen Variante günstiger sein werde. Dass vom WVER die zwar im Bau teuerste Variante mit rund 5,5 Millionen Euro favorisiert worden sei, wurde von den Sprechern aller Fraktionen im Ausschuss im Einvernehmen mit der Verwaltung mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen. Der Wasserverband werde sie nunmehr weiter verfolgen, hieß es abschließend.

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