360 Unterschriften: Spielplatz nicht bebauen

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Meinungsaustausch: (v.l.) Hann
Meinungsaustausch: (v.l.) Hannelore Schleifer, Arno Nelles, Angelika Melander und Birgitta Rohleder sprachen über die Nachnutzung des Spielplatzes „Auf der Weide”. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. Sie wollen, dass die „grüne Lunge” in ihrem dicht bebauten Wohngebiet bleibt: Angelika Melander, Birgitta Rohleder und Hannelore Schleifer haben mehr als 360 Unterschriften von Bürgern gesammelt, die den Spielplatz „Auf der Weide” in Scherberg in eine Grünanlage umgewandelt sehen wollen.

Die Unterschriften überbrachten die Anwohner des sogenannten Vogelviertels Bürgermeister Arno Nelles.

Fachausschuss berät

„Eine Bebauung des Spielplatzes schafft unveränderliche Fakten für die Zukunft”, fasste Angelika Melander zusammen. Somit werde eine Reaktivierung des Spielplatzes, möglicherweise als Treffpunkt für ältere Bürger, unmöglich. Eine Grünanlage bezeichneten die Unterschriften-Überbringer als Ort des Austausches und des Kennenlernens. „Die Lebendigkeit unseres Wohnquartieres soll erhalten bleiben”, forderte Melander.

Als weiteren Punkt gegen eine mögliche Bebauung führte die Mutter an, dass eine Grünanlage zur Attraktivität des Wohngebietes und damit zum Wohlbefinden der Anwohner beitrage. Weil die Parkplatzsituation schon heute in dem ehemaligen Neubauviertel angespannt sei, würden sich die Anwohner fragen, wie Bewohner eines weiteren Mehrfamiliehauses mit ihren Autos Parkraum finden.

Bürgermeister Arno Nelles konnte während der Unterschriften-Übergabe keine Zusagen über eine definitive Nutzung des Spielplatzgeländes machen. „Nicht nur ich, sondern alle Politiker aus Würselen nehmen die vielen, gesammelten Unterschriften sehr ernst. Wir werden darüber beraten und abstimmen, wie die Nutzung von „Auf der Weide” sein wird”, sagte der Bürgermeister. Er habe sich auf die Analyse von Fachleuten verlassen, die erklärt haben, dass „Auf der Weide” nicht mehr als Spielplatz in diesem Wohngebiet gebraucht werde. Mit diesem brachliegenden Grundstücke liege auch ein Immobilienwert brach. Das müsse von den Anwohnern bedacht werden. „Würde auf diesem Grundstück gebaut, würde die Stadt Steuer einnehmen, die dann nicht mehr auf die anderen Bürger mit anderen Posten umgelegt werden müssten”, erklärte Nelles.

Der Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss soll sich in seiner nächsten Sitzung damit befassen. Dann wird endgültig über eine weitere Nutzung entschieden. Bis dahin machen sich die Anwohner auf, mit den einzelnen Parteien zu reden. „Wir wollen nichts unversucht lassen, um eine Grüne Lunge in unserem Viertel zu erhalten”, sagte Angelika Melander.
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