Baesweiler - 3500 Teilnehmer besuchen 211 Einzelveranstaltungen

3500 Teilnehmer besuchen 211 Einzelveranstaltungen

Von: mabie
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Aktiv

Baesweiler. Die reinen Zahlen alleine sind schon beeindruckend. Denn der inzwischen 26. Aktivurlaub in der Stadt Baesweiler sammelte bei insgesamt 211 Einzelveranstaltungen mehr als 3500 Teilnehmer. Dennoch war Bürgermeister Prof. Dr. Willi Linkens nicht ganz zufrieden mit dem Resultat, was aber keinesfalls den Organisatoren oder Teilnehmern anzulasten sei.

„Wir hatten mit zwei unglücklichen Umständen zu kämpfen: Entweder war es total verregnet oder zu heiß“, sagte der Erste Bürger Baesweilers bei der Abschlussveranstaltung in der Mehrzweckhalle an der Grabenstraße.

In der Region einzigartig

Dort versammelten sich rund 70 Teilnehmer, Organisatoren und Zaungäste, um mit einem kleinen Abschlussfest bei bestem, vom Küchenteam um Karin Falkenstein, Birgit Gerhards und Birgit Roters zubereiteten Essen zu feiern. Bürgermeister Dr. Linkens blickte bei dieser Gelegenheit ein Jahr zurück, bei dem die Teilnehmerzahl zwar etwas höher gelegen habe. „Aber beim ersten Aktivurlaub 1989 hatten wir nur etwa die Hälfte der Teilnehmer“, machte er klar.

Zudem sei diese Veranstaltungsreihe in der Region einzigartig und zeige, dass sich ehrenamtliches Engagement immer lohne. Besonderes Lob fuhren dabei neben den beteiligten Hausmeistern und dem Bauhof-Team auch Renate und Helmut Heuschen ein, die als Ideengeber und Motoren immer wieder neue Elemente in den beliebten Aktivurlaub integrieren. „Sie sind mit viel Engagement immer zur Stelle“, würdigte sie Linkens.

„Ich bin sehr zufrieden“, gab der Angesprochene, auch Vorsitzender des Baesweiler Lauftreffs, gerne zurück. Er betonte, dass die Menschen mehr und mehr erkennen, dass Gesundheit auch der eigenen Initiative bedarf: „Der Aktivurlaub ist ein Lernmodell, denn Leben braucht Übung, Leben braucht Lernen und das von der Wiege bis zur Bahre“, betonte Heuschen.

Besonders die Vorbereitung auf den so genannten „vierten Lebensabschnitt“ im Alter, in der Pflege oder im Heim spiele dabei eine wachsende Rolle. Dass das Leben in einer Einrichtung viel mehr als nur Stillstand, Kaffeetrinken und regelmäßiges Monitoring von Medikamenten und Blutwerten sei, verdeutlichte auch Marlene Hüttner vom Wohn- und Pflegeheim an der Burg.

„Wir sind sehr darauf bedacht, dass die Leute fit bleiben“, sagte die ehrenamtliche Betreuerin. Bestes Beispiel dafür ist Karlamar Roth-Ilse, die mit ihrem speziell auf ihre Ansprüche umgebauten Rollator eine Reise von Baesweiler nach München unternahm. „Wenn man übt, werden die Arme stärker und die Knie entlastet“, erklärte die 73-Jährige Sportlerin aus Setterich.

Sie ist mit ihrem Rollator, der als Armstützen zwei ausgediente Fahrradsättel hat, im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Sechs bis acht Kilometer kommen so täglich zusammen, auch wenn sie zugibt, dass der Rollator zu Beginn nicht gleich ihr Liebling war. „Man will ihn eigentlich nicht haben“, sagte sie, „aber daheim bleiben will man auch nicht, und so hilft der Rollator dabei, in Bewegung zu bleiben.“

Vor der Eröffnung des Büffets kam noch Fahrlehrer Holger Klausener zu Wort, der auf geänderte Gesetzeslagen, etwa in Sachen Warnwestenpflicht beim Urlaub im Ausland und den zum 1. Januar 2015 veränderten Pflichtinhalt des Kfz-Verbandkastens, aufmerksam machte. Auch Kreisverkehre waren sein Thema: Er forderte Autofahrer auf, auch wenn sie bei ihrer Führerscheinprüfung noch nichts mit dieser erst seit gut einem Vierteljahrhundert gebräuchlichen Straßenform zu tun hatten, sich dennoch mit dem richtigen Befahren eines Kreisels auseinanderzusetzen.

27. Auflage schon terminiert

Im Kreis drehen wird sich der Aktivurlaub wohl auch im nächsten Jahr nicht. Der vom 29. Juni bis 10. Juli 2015 angesetzte Event soll dann aber bei Traumwetter stattfinden: „Ich bin sicher, dass wir ideale Voraussetzungen haben werden“, schloss Bürgermeister Linkens.

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