32 Millionen Euro fließen in 92 Gebäude

Von: Stefan Klassen
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Baesweiler. Noch sieht es herbstlich-trist aus auf dem 62.000 Quadratmeter großen Areal an der Südflanke des Carl-Alexander-Parks. Lediglich ein großes Bauschild lässt erahnen, was auf der Wiese zwischen Herzogenrather Weg im Norden und Ringstraße im Süden in den nächsten drei Jahren wachsen wird: ein Seniorenwohnpark immensen Ausmaßes.

Das Investitionsvolumen beträgt 32 Millionen Euro.

Mit diesem Geld wird das Wassenberger Unternehmen Elmo Massivhaus GmbH als Investor und Bauträger insgesamt 92 Gebäude, darunter ein großes Seniorenheim mit 80 vollstationären Pflegeplätzen, errichten. Vorbild für das Projekt am CAP ist der ähnlich große „Seniorenwohnpark am Waldrand” in der Wassenberger Oberstadt, den ebenfalls Elmo realisiert hat. Geschäftsführer Kurt Willems glaubt fest daran, dass das Vorhaben in Baesweiler nicht weniger erfolgreich sein wird. „Der Standort direkt am CAP ist für alle sehr interessant.” Und zwar so interessant, dass es für einen Teil des geplanten Seniorenwohnparks Carl Alexander bereits Interessenten beziehungsweise Käufer gibt.

So haben potenzielle künftige Bewohner laut Willems bereits die Hälfte der 82 geplanten barrierefreien Seniorenbungalows ins Visier genommen. Diese sind 68 Quadratmeter groß, können gekauft oder gemietet sowie als Kapitalanlage erworben werden. Zu erreichen sein werden sie über mehrere Straßen im Plangebiet, das vom Herzogenrather Weg aus erschlossen wird. Der Bebauungsplan dafür ist aktuell noch nicht rechtskräftig, im Januar 2012 ist nach Angaben der Stadt Baesweiler aber alles unter Dach und Fach. Kernstück des Seniorenwohnparks ist das Pflegeheim, in dem laut Geschäftsführer Willems 80 neue Voll- und Teilzeit-Arbeitsplätze entstehen. Das Gebäude wird fast direkt an der Landschaftsader des CAP errichtet und 3870 Quadratmeter Nutzfläche haben.

Ebenfalls am Herzogenrather Weg entstehen vier öffentlich geförderte Senioren-Appartmenthäuser mit je acht Wohneinheiten inklusive Aufzug und Pflegebad. 210 Euro Monatsmiete sollen sie laut Willems kosten. Zudem wird es im westlichen Teil des Baugebietes drei Häuser mit - je zwölf größer geschnittenen - Eigentumswohnungen geben.

Bäckerei und Apotheke

Damit das Wohnen „an der grünen Lunge Baesweilers” (Willems) noch mehr Qualität bekommt, gibt es einen Hausmeisterservice und errichtet der Investor zwei weitere Gebäude, in denen ein Bäcker - der auch Waren des täglichen Bedarfs im Angebot haben soll -, eine Apotheke, ein Podologe sowie eine Sozialstation mit Tagespflege und ambulantem Pflegedienst unterkommen werden. Welcher Anbieter den Pflegedienst übernehmen wird, ist noch nicht klar. Laut Willems gibt es „zwei gleich gute Bewerber, darunter einen privaten Anbieter”. Selbstverständlich könne, wer künftig im Wohnpark sein Zuhause habe, bei Bedarf einen Pflegedienst seiner Wahl engagieren.

Darüber hinaus wird es - ebenfalls nach Wassenberger Vorbild - einen Veranstaltungsraum geben, in dem sich idealerweise einmal der Karnevalsprinz, der Harmonieverein oder etwa Seniorenpark-Bastelgruppen tummeln können. „Da sind viele Kooperationen auch mit unseren Vereinen denkbar”, sagt Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens, der das Seniorenwohnpark-Projekt als „sehr positiv für die Stadt” bezeichnet.

Anfang 2012 sollen die ersten Bagger anrücken, Fertigstellung ist laut Elmo-Geschäftsführer Kurt Willems Ende 2014.
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