Würselen - 3000 Fans feiern die „Gutes Reiten”-Party

3000 Fans feiern die „Gutes Reiten”-Party

Von: Daniel Gerhards
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Wir heizen euch ein: Sängerin
Wir heizen euch ein: Sängerin Alex (r.) und die Band „Wheels” sorgte bei der „Gutes Reiten”-Pary für den passenden Sound. Foto: Daniel Gerhards

Würselen. Über das Wetter wollten die Organisatoren der Fete „Gutes Reiten” gar nicht nachdenken. Das war tabu beim Reitverein „Gut Kuckum”. Doch am Abend stimmte alles: Es blieb trocken - und gut 3000 Menschen feierten die ganze Nacht lang.

Dafür wurde der gesamte Hof in eine Party-Zone verwandelt. In der Reithalle, in der sonst die Pferde ihre Runden drehen, war ein Tanzboden ausgelegt. Darüber waren Traversen mit bunten Lampen angebracht. So wurde die richtige Atmosphäre geschaffen, um zur Musik, die DJ Enrico Ostendorf auflegte, zu tanzen.

Der Berliner DJ ließ die Plattenteller hoch oben auch einem umfunktionierten Traktor-Anhänger kreisen. „Dieser etwas rustikale Touch unterscheidet die Fete schon von anderen Partys in der Region”, sagte Elisabeth, Vorstandsmitglied des Reitvereins. Zudem sei es die Besucherstruktur, die dafür sorge, dass die Fete so viele treue Fans habe. „Wir haben ein sehr gutes Publikum. Hier gibt es keinen Ärger. Im Schnitt sind die Besucher etwas älter, als auf anderen Feten.”

Eine Konstante

Genau für diese Besucher spielte die Band „Wheels” im 35 Meter langen Festzelt die richtige Musik-Mischung. Ob Schlager, Rock oder Chart-Musik - die „Weels” hatten für alle Besucher etwas im Repertoire. Die Würselener Band ist mittlerweile eine der Konstanten der Fete. In den vergangenen Jahren sorgte sie stets für gute Stimmung auf dem Reiterhof. Und auch die Musiker genossen ihren Auftritt. „Für uns ist das etwas ganz Besonderes. Hier ist es immer voll und die Leute sind immer gut drauf. Darauf freuen wir uns jedes Jahr”, sagte „Wheels”-Sängerin Alex.

Die Idee zu der Fete kam den Reitern, als sie Ende der 1990er Jahre die Deutschen Jugendmeisterschaften ausrichteten. „Um das finanziell stemmen zu können, haben wir die Fete gemacht”, sagte Simon. Damals wurde nur in der Halle und in einem kleinen Außenbereich gefeiert. Doch die Party wuchs schnell. Mittlerweile stieg die Fete schon zum 15. Mal.

Doch was ist eigentlich mit den Pferden - ist denen der ganze Trubel nicht zu viel? „Nein, wir haben schon darauf geachtet, dass die Pferde nicht in der Nähe der Musikanlage stehen und haben auch einige ausquartiert”, erklärte Simon. „Aber die gleichmäßige Lautstärke macht den Tieren eigentlich nichts. Ich war schon mal im Stall gucken. Die standen alle ganz ruhig in der Box.”

Mehr Anstrengungen seien für den Verein schon nötig gewesen, um eine Genehmigung zu bekommen. Doch alle strengen Auflagen wurden erfüllt. „Wir haben nun ein schriftliches Sicherheitskonzept”, sagte Simon. „Aber eigentlich haben wir alles, was dort drin steht auch schon vorher gemacht.” So konnten alle Gäste sicher, trocken und bei bester Laune bis in die frühen Morgenstunden feiern.
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