Nordkreis - 20 Jahre im Dienste der Verbraucher

20 Jahre im Dienste der Verbraucher

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Mit chirurgischer Präzision: NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (2.v.l.) gab mit Unterstützung von VZ-Vorstand Klaus Müller (l.), VZ-Leiterin Claudia Schmitz (r.) und den Bürgermeistern von Alsdorf und Herzogenrath, Alfred Sonders (2.v.r.) und Christoph von den Driesch (M.) den weg frei auch für zukünftig kompetente Beratung bei Verbraucherfragen. Foto: Holger Bubel

Nordkreis. Gleich zwei schöne Anlässe hatte die Verbraucherzentrale (VZ) zu feiern: die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten in der Luisenpassage und – vielleicht ein noch bedeutsamerer Grund – ihr 20-jähriges Jubiläum am Standort Alsdorf.

Doch die Beratungsstelle steht nicht nur den Alsdorfern hilfreich bei Fragen zu Versicherungen, Altersvorsorge, Energieeffizienz und mehr zur Verfügung, sondern die Bürger aller vier Nordkreiskommunen, also auch die Baesweiler, Herzogenrather und Würselener, können fest auf die Verbraucherzen-trale zählen. Und so war es auch Ehrensache, dass die Nachbarn ihre Vertreter zur Feierstunde nach Alsdorf entsandten.

Nicht teilnehmen hingegen konnte Europapräsident Martin Schulz, der aufgrund dringender kontinentaler Geschäfte kurzfristig absagen musste, wie Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzen-trale NRW, den Gästen in der gut gefüllten Luisenpassage mitteilen musste: „Aber der Grüße des Europapräsidenten können Sie gewiss sein“, versicherte er.

Dass gleich vier Bürgermeister hinter einer Beratungsstelle der Verbraucherzentrale stehen, wertete Müller als „einmalig in Nordrhein-Westfalen“. „Eine Verbraucherzentrale kann nur so gut sein wie die Partner vor Ort“, betonte er. Und: „Hier haben Sie aber auch sehr engagierte und starke Mitarbeiter, mit einer Beratungsstelle, die sich wirklich sehen lassen kann“, lobte Müller und verwies damit auf die ganz neuen Räume am Eingang der Luisenpassage an der Luisenstraße.

Auch Barbara Steffens, NRW-Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, war angetan von der VZ in Alsdorf. Mit Blick auf ihr Ressort lobte sie besonders das Angebot für ältere Mitbürger: „Alsdorf hat in Sachen Demenz schon einiges auf den Weg gebracht.“

Wie wichtig das Angebot der Verbraucherzentralen allgemein sei, machte sie am Beispiel der Gesundheitsversorgung deutlich: „Ob bei ‚Individuellen Gesundheitsleistungen‘, der Pflege oder der Arzneimittelversorgung – hierbei sind kompetente Ratgeber außerordentlich wichtig. Da kann viel falsch gemacht werden.“ Jemand etwa, der im Internet potenzsteigernde Mittel bestelle, „der bekommt mit ganz hoher Sicherheit nicht das, was er erwartet hat“, sagte die Ministerin.

Die Erkenntnisse der Beratungsstellen aus den Gesprächen mit den Klienten seien auch für die Arbeit ihres Ministeriums sehr wichtig. „Aus dem, was die Mitarbeiter vor Ort an Problemen der Bürger mit dem Krankenversichertenwesen erkennen, entwickeln wir Handlungskonzepte, um die Rahmenbedingungen zu verbessern.“

Auch im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Beratung, abgestimmt auf die wandelnden Bedürfnisse der Ratsuchenden, sei das Engagement der VZ-Mitarbeiter außerordentlich wertvoll.

Optimale Nähe zu ABBBA

Wie wichtig die Verbraucherzen-trale für die Menschen in der Region sei, betonte als Alsdorfer Bürgermeister und damit Gastgeber in der Stadt auch Alfred Sonders: „Die meisten Menschen befassen sich erst mit den Problemen, wenn sie da sind. Und dann ist die Verbraucherzentrale die erste Anlaufstelle.“ In der Nähe zu ABBBA (Alsdorfer Bildungs-, Beratungs- und Begleitungs-Angebote) sei die VZ-Beratungsstelle in der Luisenpassage optimal aufgehoben. Denn hier arbeiteten die Anbieter von sozialen Dienstleistungen nicht neben- sondern miteinander. „Die Verbraucherzentrale ist dabei ein großes Rad im Gefüge der Räder, die zu einem Uhrwerk werden und ein weiteres großes Rad drehen können“, sagte Sonders und dankte der Leiterin der Verbraucherzentrale Alsdorf, Claudia Schmitz, und ihrem engagierten Mitarbeiter-Team.

Diese erinnerte sich an die Anfangszeiten der VZ Alsdorf vor 20 Jahren: „Früher kamen die Leute und fragten nach Produktempfehlungen, welche Waschmaschine sie kaufen sollen. Diese Zeiten sind weitgehend vorbei. Heute fragen sie, wie sie aus Handyverträgen herauskommen.“

Immer wieder neue Herausforderungen schrieben windige Anbieter von Dienstleistungen und Produkten der Verbraucherzen-trale ins Hausaufgabenheft. Schmitz: „Die Verbraucher sind im Konsumalltag immer häufiger überfordert und benötigen unsere Unterstützung.“

Auch Claudia Schmitz sprach einen Dank aus – und zwar an die vielen treuen Klienten, die sie in der Beratungsstelle aufsuchten: „Auch wir haben Stammkunden, von der Wiege bei Fragen zur Absicherung der Kinder bis zum Grab, wenn es um die Bestattungskosten geht.“ Doch an Letzteres wollte bei der Feierstunde keiner denken, erst recht nicht beim Blick in die Zukunft der Verbraucherzentrale am neuen Standort, der „bedarfsgerecht, zentral und barrierefrei ist“. „Wir wollen diese Räume und auch die Luisenpassage mit Leben füllen, setzte Claudia Schmitz ein Zeichen, mit den verschiedenen ABBBA-Institutionen künftig eng zusammen arbeiten zu wollen.

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