Kino Freisteller

12.000 Euro erlaufen: Viele Runden für die Hilfe

Letzte Aktualisierung:
Sportlich für die gute Sache:
Sportlich für die gute Sache: In einem gewaltigen Pulk sind die Herzogenrather Gymnasiasten zum Sponsorenlauf gestartet.

Herzogenrath. Schon vor dem Start schaut Organisator Herbert Schmerz, ehemaliger Lehrer am Gymnasium Herzogenrath und Vorsitzender der „Projektgruppe Malabon und Dritte Welt”, zufrieden in das weite Rund der Sportanlage.

Denn es steht fest: Auch die achte Auflage des seit 1987 ausgetragenen Sponsorenlaufs für die Armen in den Slums von Malabon in der philippinischen Metropole Manila wird ein großer Erfolg.
Trotz kühler Temperaturen und eines wolkenverhangenen Himmels gehen 434 Schüler von der fünften Klasse bis hinauf zum Abiturjahrgang an den Start. Sie wollen eine möglichst große Wegstrecke zurückzulegen und damit Hunderte von privaten und geschäftlichen Sponsoren intensiv zur Kasse zu bitten. Im Vorfeld hatten sich die Schüler der Klassen fünf bis acht in einem Diavortrag über die Arbeit der Projektgruppe und die Verhältnisse vor Ort informiert. „Wir verpflichten keine Schüler zur Teilnahme an unseren Sponsorenläufen”, sagt Herbert Schmerz. „Wenn wir sie nicht überzeugen können, unsere Arbeit zu unterstützen, wie sollen sie dann Sponsoren finden?”

Den meisten bereitet das Laufen und Walken nicht die geringste Mühe. Als der Startschuss fällt, machen sich die Teilnehmer, darunter auch 20 Schüler der örtlichen Roda-Schule, auf zwei jeweils individuell konzipierte Strecken. Zum einen die Gehstrecke rund um den Herzogenrather Weiher, zum anderen die Laufstrecke in Richtung Ruif durch das Broichbachtal. Unterwegs lautstark angefeuert von zahlreichen Zuschauern am Wegesrand.

Insgesamt werden innerhalb der vorgegebenen Zeit fast 3500 Kilometer zurückgelegt - jeder einzelne Schritt verbunden mit einem Obolus für die notleidende Bevölkerung im fernen Asien. Herbert Schmerz: „Das Engagement ist wie bei allen Läufen in den vergangenen Jahren grandios. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, mit welchem Spaß und mit welcher Motivation sich alle Teilnehmer daran machen, vor Abschluss der Zeitnahme die letzte Kontrollstation zu erreichen und den begehrten Stempel zu ergattern.”

Die fünfte Jahrgangsstufe legt dabei nicht nur die meisten Kilometer zurück und stellt die meisten Teilnehmer, sondern sammelt auch das meiste Sponsorengeld: 3680 Euro. Die Summe, die die Schüler insgesamt erreichen: satte 12.000 Euro! Besonders zu loben ist auch der ehemalige Schüler Fritz Jeschke, der nach 7,5 Kilometern stolze 413,50 Euro erlaufen hat. Das Geld wird nun auf das Malabon-Konto überwiesen, um vor Ort tatkräftig die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu verbessern sowie das Schul- und Straßenkinderprojekt zu unterstützen, welches, so der Vorsitzende der Projektgruppe, alleine mit 25 000 Euro pro Jahr zu Buche schlägt. „In diesem Jahr ist die Hilfe besonders nötig, denn Ende September hat der Taifun Nesat die Hütten der Collegeschüler weggefegt und ihr ganzes Hab und Gut weggespült. Jede helfende Hand ist von Nöten.”

Spenden sind der Projektgruppe Malabon und Dritte Welt willkommen. Einzahlungen bei der Raiffeisenbank Geilenkirchen, BLZ 370 693 02, Konto-Nr. 17 01 32 90 11.

Infos zur Projektarbeit gibt Herbert Schmerz unter Telefon 02406/5280 sowie sirherbi@yahoo.de.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.