120-jähriges Bestehen: Mit viel Leidenschaft und Freude am Spiel

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Sind mit viel Spaß bei der Sache: Hans Dohmen und Bertine Topa von der Heimatbühne DVD 1897 Bardenberg. Foto: Markus Roß

Würselen. Der Verein Heimatbühne DVD 1897 Bardenberg feiert in diesem Jahr sein 120-jähriges Bestehen. Markus Roß sprach aus diesem Anlass mit der Vorsitzenden Bertine Topa und dem Ehrenmitglied Hans Dohmen über das Jubiläum, den Stand der Vorbereitungen für das Mundartstück „So ein Affentheater“ und das Engagement der Mitglieder.

Frau Topa, wie ist die Heimatbühne im Jubiläumsjahr aufgestellt?

Topa: Ich denke, dass wir für die vielen Veranstaltungen und Aktionen in unserem Jubiläumsjahr bestens gerüstet sind. Natürlich wollen wir auch die Werbetrommel rühren für unseren zwar „alten“, aber total munteren Verein. Wir blicken gerne mal über den Tellerrand hinaus und wollen auf unser 120-jähriges Theaterspielen auch über die Grenzen Bardenbergs hinaus aufmerksam machen.

Denn das Jahr 2017 ist ja ein ganz besonderes nicht nur für unsere Heimatbühne, sondern für Bardenberg insgesamt: Unsere ehemals eigenständige Gemeinde wird in diesem Jahr 1150 Jahre alt! Unser Jubiläumsjahr flechten wir in die 1150-Jahrfeier mit ein, und zwar mit einem besonderen Theaterstück im September auf Burg Wilhelmstein. Neben den eigenen sechs Aufführungen unseres aktuellen Stücks „So ein Affentheater“ vom 25. März bis 9. April sind wir schon für die Aufführung des Stücks „D‘r Jeelpuet“ am 9. September auf Burg Wilhelmstein im Rahmen des Bardenberger Geburtstagsfestes im Dauereinsatz.

Das ist natürlich für uns eine Herausforderung und Doppelbelastung für uns alle. Die Heimatbühne Bardenberg ist mit ihren rund 20 weiblichen und männlichen Mitgliedern in diesem Jahr sehr gefordert, aber nicht überfordert!

Was macht denn das Besondere aus, sich als Laiendarsteller in einem Verein wie der Heimatbühne DVD Bardenberg zu engagieren?

Topa: Es macht einfach riesigen Spaß mit dieser agilen Truppe Theater zu spielen! Mit dem Willen, mal jemand anders zu sein oder in die Rolle eines anderen zu schlüpfen, sucht man sich dieses schöne Hobby aus, so war es jedenfalls damals bei mir. Der Adrenalin-Kick bei den Veranstaltungen sorgt dafür, dass man über sich hinauswächst und sich in einer anderen Welt fühlt.

Das ist das Wunderbare beim Theaterspielen! Natürlich ist das Laienspiel in unserer Gruppe immer eine Herausforderung, verbunden mit viel Arbeit, Talent, Lernbereitschaft und Freude. Freundschaft und Leidenschaft zu diesem Hobby sind Voraussetzung. Aber auch die Mitglieder, die lieber hinter als auf der Bühne agieren, sind unentbehrlich in einem Theaterverein. Hier sind handwerkliches Können und Geschick gefragt. Hier wie da dürfen wir uns glücklich schätzen, zuverlässige Leute zu haben.

Dohmen: Ich möchte dazu noch etwas ergänzen. Man muss sich im Team immer aufeinander verlassen können, Spontanität und Improvisationstalent sind manchmal gefragt. Dazu fällt mir folgende lustige Anekdote ein: Es gibt Momente im Spiel, über die man später viel lacht und Witze reißt, aber im Moment des Geschehens haben die Akteure auf der Bühne zunächst ein Problem.

Was tun, wenn ein Spieler seinen Auftritt verpasst? So geschehen, folgende Situation: Trinkszene, ein Weinhändler – Heinz Kremer – und mit mir als „Kunde“ haben eine Weinprobe hinter sich und sind im Spiel leicht angetrunken. Die Frau des Hauses soll auf die Bühne, kommt aber nicht –sie hing auf der Toilette fest. Was tun? In diesem Moment kam mir nur der Gedanke „Polonaise“, mein Mitspieler begriff sofort, und so verlängerten wir unsere Szene erfolgreich mit einer Polonaise Blankenese. Die Einlage gefiel dem Publikum so gut, dass in den noch folgenden Aufführungen die Polonaise dazu gehörte.

Viele Vereine und Organisationen leiden unter Nachwuchsmangel. Wie sieht es bei der Heimatbühne aus?

Dohmen: Natürlich geht dieser Trend auch nicht an uns vorbei. Glücklicherweise haben sich in den letzten Jahren viele jüngere Mitglieder unserem Verein angeschlossen. Denn nur dort, wo „Jung und Alt“ zusammenstehen und gemeinsam Spaß haben, hat man die Chance, weitere Theaterbegeisterte zu finden oder Nachwuchs zum Mitmachen zu motivieren. Ich bin mir sicher und sehr zuversichtlich, dass unser Verein noch viele weitere Jahre die Menschen mit guten und lustigen Stücken unterhalten wird.

Am Samstag, 25. März, findet um 19 Uhr die Premiere des munteren Stückes „So ein Affentheater“ in der Bardenberger Mehrzweckhalle statt. Wie laufen die Vorbereitungen? Gibt es noch Tickets für die Aufführungen in Bardenberg, Merkstein und Kohlscheid?

Topa: Die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen, am letzten Wochenende hatten wir noch einmal Intensivproben an zwei Tagen. Ich glaube sagen zu können: Es kann jetzt losgehen! Ich bin davon überzeugt, dass wir die Zuschauer wieder gut unterhalten werden. Der Kartenvorverkauf läuft extrem gut, es sind aber noch Karten für alle Veranstaltungen in den Vorverkaufsstellen zu erwerben.

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