1. Würselener Friedhofstage: Infos zum Bestattungswesen

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:

Würselen. Vielfältig Gestalt angenommen haben in den letzten zehn Jahren die Bestattungsarten auf den städtischen Friedhöfen, so dass heute die Wahl- und Reihengräber weniger als 50 Prozent ausmachen.

Um auch dem „Normalsterblichen“ Einblicke in das vielfältige Angebot zu gewähren, veranstalten die Kommunalen Dienstleistungsbetriebe (KDW) am 17. Mai 2014 die 1. Würselener Friedhofstage. Dieses bisher einmalige Angebot wurde im Ausschuss für Technik, Gebäude und Flächenmanagement von allen Fraktionen mit großem Wohlwollen „abgesegnet“. Es könne langfristig dazu beitragen, die Kosten für die Stadt zu senken, betonte SPD-Sprecher Frank Zimmer.

Kurze Vorträge geplant

„Die Friedhöfe kosten die Stadt runde 200 000 Euro im Jahr“, schloss sich CDU-Sprecher Joseph Bongard an. Angesichts der Vielfalt der Bestattungsarten sei eine solche Veranstaltung eine absolute Notwendigkeit, merkte UWG-Sprecher Walter Quadflieg an.

Wie der stellvertretende Betriebsleiter Arndt Stolten erläuterte, werden am Eröffnungstag, 17. Mai, in der Zeit von 9 bis 17 Uhr im Verwaltungsgebäude auf dem Friedhof St. Sebastian verschiedene kurze Vorträge angeboten.

Informiert werden wird über Grabarten und die Grabwahl, die Notwendigkeit von Gestaltungsvorschriften, Parkähnliche Friedhöfe, Fehlverhalten, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten sowie über Ort, Gärtner und Verwaltung. Dabei werden kalte und warme Getränke sowie ein kleiner Imbiss im Aufenthaltsraum des Verwaltungsgebäudes zum Selbstkostenpreis angeboten.

Auf dem Friedhof St. Sebastian werden die einzelnen Grabarten von Mitarbeitern der Friedhofsverwaltung in je einem Rundgang um 11 Uhr und um 14 Uhr vorgestellt und erläutert. Beisetzungen werden an diesem Tag nicht möglich sein.

An den Grabfeldern mit den verschiedenen Grabarten werden Informationstafeln mit allen notwendigen Hinweisen dazu aufgestellt. Sie werden in der nachfolgenden Woche dort stehen bleiben. Ebenfalls ist in der Folgewoche die Friedhofsverwaltung ganztägig für den Publikumsverkehr geöffnet.

Darüber hinaus ist angedacht, dass Gewerbetreibende wie Steinmetze, Gärtner, Bestatter und andere Dienstleister ihre Angebote unterbreiten.

Dazu wird die Trauerhalle des Friedhofs St. Sebastian zur Verfügung gestellt. Außerdem wird Steinmetzen und Gärtnern die Möglichkeit eröffnet, Mustergräber anzulegen. Dafür wird ihnen seitens der KDW ein gesondertes Grabfeld zur Verfügung gestellt, das über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben könnte. Informatives Material über die Friedhöfe der Stadt Würselen mit Informationen über die einzelnen Grabarten und Gebühren wird derzeit mit Blick auf die 1. Würselener Friedhofstage erstellt.

Ausschussvorsitzender Hans Göbbels ist heute schon gespannt, wie das KDW-Angebot von den Bürgern angenommen werden wird. Bei einer Neuauflage auch den Friedhof in Bardenberg und Weiden einzubeziehen, wurde von ihm angeregt.

Leidiges Thema Grabschmuck

SPD-Stadtverordneter Heinz Viehoff sprach in diesem Zusammenhang ein leidiges Thema an, das die trauernden Angehörigen vor allem in den Wintermonaten bewegt, wenn die Grabfelder nicht gemäht werden. Es sei nicht zu begreifen, dass auch dann der Grabschmuck allwöchentlich von den Gräbern entfernt werde. Er schlug vor, vom 1. November bis Mitte März auf diese satzungsmäßige Maßnahme zu verzichten. Dass dies leichter gesagt, als getan ist, darauf verwiesen Sprecher anderer Fraktionen.

Der Ausschuss beauftragte die KDW, sich mit dieser Problematik zu beschäftigen, was Stolten zusagte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert