Alsdorf. Der Ärger sitzt immer noch tief bei den Alsdorfer Ratsmitgliedern. Im Stadtgespräch unserer Zeitung und des Vereins Stadtmarketing im September vergangenen Jahres im Seniorenzentrum «Stella Vitalis» am Mariadorfer Dreieck wurde zur allgemeinen Überraschung bekannt, dass die Kette Aldi den Standort an der Aachener Straße (am Ortsausgang Richtung Broichweiden) aufgibt und an die Eschweilerstraße (K 10) direkt gegenüber Konkurrent Lidl umsiedeln will.
Herzogenrath rutscht in ein neues Haushaltsloch
Herzogenrath. Noch sind die Steuerbescheide nicht da, doch die Zeichen haben sich verdichtet, dass die Stadt Herzogenrath wieder in dunkelrote Zahlen rutscht.
Parkgebühren sollen in Würselen steigen
Würselen. In der Stärkungspakt-Kommune Würselen ist die Erhöhung der Parkgebühren erneut ein Thema. Hatte der Stadtrat genau vor einem Jahr den Vorschlag der Stadtverwaltung, die Gebühren von 30 auf 50 Cent für die Parkdauer von 30 Minuten anzuheben, noch abgelehnt, sieht das jetzt wohl anders aus.
Klare Absage für Wiedereinführung des alten Kennzeichens
Aachen/Monschau. Noch sieht sich Berthold Thoma nicht in einer Sackgasse. Zwar hat ihn am Freitag auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg in seinem Versuch ausgebremst, das Kfz-Kennzeichen «MON» für den Altkreis Monschau wieder einführen zu lassen. Doch der Heimatforscher aus Kalterherberg will mit seinen Mitstreitern aus der Nordeifel vielleicht ein letztes Mal den Blinker zu einem Überholmanöver setzen.
Hauptstraße bekommt ein neues Gesicht
Baesweiler. Trostlos sieht es aus an der Ecke Haupt- und Bahnstraße. Wo in vergangenen Zeiten so oft das Leben pulsierte, nagt jetzt deutlich sichtbar der Zahn der Zeit an den meisten Gebäuden der Häuserzeile an der B 57 in Setterich.
Auch für das Feuer auf dem Feld gibt es strenge Auflagen
Nordkreis. Die älteren Semester werden sich noch eindringlich daran erinnern: Rauchsäulen, die über dem Land aus Gärten und von Feldern aufsteigen. Das Verbrennen von Grünabfällen, aber auch Papier und allerlei Übriggebliebenen war in ländlichen Gebieten und so auch im Nordkreis Aachens eine Praxis, die niemand besonders registriert hat.
Funk-AG des Gymnasiums Herzogenrath spricht live mit der ISS
Von Marlon Gego | 08.02.2009, 15:07
Ein bisschen unglaublich
Es hört sich ja wirklich ein bisschen unglaublich an, aber tatsächlich ist es so, dass Metzens Funk-AG des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath am Samstag neun Minuten lang Funkkontakt mit der Internationalen Raumstation ISS gehabt hat, mit Kommandant Edward Fincke.
Zwischen 11.37 und 11.46 Uhr. Nicht irgendwie zufällig, sondern geplant und mit «phantastischer Unterstützung» des Ortsverbandes G14 Herzogenrath des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC), wie Schulleiter Reinhard Granz angemessen feierlich betont.
20 Schüler haben auf der Bühne der Aula Position bezogen, um Fincke Fragen zu stellen, auf Englisch, Fincke ist ja Amerikaner. Wie man die Tage auf einer Raumstation so verbringen mag, welche Experimente man so durchführt, was passiert, wenn jemand ernstlich krank wird, diese Dinge. Fincke antwortet knapp und freundlich, hin und wieder sagt er: «Das ist eine gute Frage.» Fincke ist ein netter Astronaut.
Metzen und die Kollegen vom DARC wuseln unterdessen konzentriert herum, Frequenzen müssen gewechselt werden, die Rotoren der eigens auf dem Schuldach angebrachten Antenne werden ständig neu ausgerichtet, weil die ISS mit 20-facher Schallgeschwindigkeit ihre Erdumlaufbahn bereist. Metzen reibt sich die Stirn und raunt: «Gottseidank, es läuft.»
Um die Größe des Moments angemessen zu würdigen, hat Physiklehrer Manfred Klein mit Hilfe der halben Schule ein ambitioniertes Rahmenprogramm erstellen lassen. Die Schulband spielt, es gibt eine Caféteria, einige Schüler haben Referate vorbereitet, die die mehr als 300 Besucher in der Aula vor der Kontaktaufnahme über Wirken und Wesen der ISS ins Benehmen setzen. Und als dann klar ist, dass die Verbindung mit der ISS zustande gekommen ist, sehen viele aus, als seien sie von ihrer eigenen Ergriffenheit überrascht.
Applaus ins All
Schulleiter Granz ist nervös, ein bisschen jedenfalls, er läuft hin und her und auf und ab und bietet allerorten seine Hilfe an. Granz sagt, er sei doch der Meinung, dass viele Schüler «die Singularität des Ereignisses zu begreifen» in der Lage seien, dieser Tag, sagt er, sei ein großer für die ganze Schule.
Tatsächlich ist es ein großer Tag für die ganze Stadt. Schade, dass die Lokalpolitik daran keinen Anteil nimmt. Ein TV-Sender ist gekommen, ein Radiosender, die Presse sowieso. Minuten nachdem der Kontakt zur ISS abgebrochen ist, melden sich Funker aus der ganzen Republik, die das Gespräch der Schüler mit Fincke angehört haben, und gratulieren der Schule in deren Online-Gästebuch zu dem tollen Erfolg.
Als die ISS irgendwo über der Ukraine ist, endet der Kontakt. Die Aula schickt einen Applaus ins All, den man vermutlich noch in Würselen hört. Ob er auf der ISS angekommen oder im Rauschen des Orbits verschwunden ist, wird man kaum jemals erfahren.
|
|
Ausführlicher Bericht in der Druckausgabe und im ePaper [09.02.2009] |
|
|
Mehr zum Thema in unserer morgigen Druckausgabe und im ePaper |
![]() |
|
|
|
| HOME | EUREGIO | AACHEN | VIDEONEWS | RSS | NEWSLETTER | SPORT | ALEMANNIA | LOKALSPORT | ANZEIGENMARKT | PROBEABO | URLAUBSSERVICE | NEUES ABO | REDAKTION | KONTAKTADRESSEN | IMPRESSUM | VERANSTALTUNGSKALENDER | KINO | RATGEBER | FORUM | ONLINEARCHIV | | |||
|
DATENSCHUTZ: DISCLAIMER | DESIGN: EINWAAGE |
TECHNIK: NETZVERSTAND
PARTNERSITES: AN-ONLINE | 5ZWO | CENTER.TV |
|||



