„Zwischentöne“: Lesung im Rahmen der Galapagos-Fotoausstellung

Von: hewi
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Die niederländische Autorin Josée Hümpel-Langen wirkte bei der Lesung in Wildenrath mit. Foto: hewi
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Auch der Mönchengladbacher ­Autor Karl-Heinz Thifessen war bei der Lesung in Wildenrath dabei. Foto: hewi

Kreis Heinsberg. „Verwunschene Orte und verschwundene Zeiten“ standen im Naturparkzentrum Wildenrath auf dem Programm. Bei einer Lesung stellten Autoren der Zeitschrift „Zwischentöne“ Gedichte und Prosatexte vor.

Dr. Barbara Grodde begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste im Namen des Naturparkzentrums und dankte der Organisatorin Gertrud Grins, die die Lesung gemeinsam mit ihren schreibenden Kollegen zusammengestellt hatte. Diese Lesung fand im Rahmen der Fotoausstellung über den Nationalpark Galapagos statt, den der Arsbecker Fotograf Dieter F. Grins gemeinsam mit seiner Frau Gertrud auf den Spuren der Auswandererfamilie Wittmer mehrmals bereist hat. Die Wittmers waren schon in den 30er-Jahren als erste Aussteiger auf die Insel Floreana gezogen, die zu dem Archipel im Pazifischen Ozan gehört.

Inspiriert von den Bildern und den Beschreibungen, die Margret Wittmer in einem Buch zusammengefasst hatte, setzten sich die sieben Autoren nicht nur mit Galapagos auseinander. Vielmehr berichteten sie in ihren Texten von vielen vergessenen Orten, wie zum Beispiel der schottischen Insel St. Kilda, die nach der Evakuierung ihrer Bewohner lange vergessen war und heute wieder ins Bewusstsein der Menschen rückt. In fast kühler Berichtform erzählte Elise Donder, wie es dazu gekommen war, dass die keltischen Bewohner ihre Heimat verlassen und auf dem Festland siedeln mussten.

Die niederländische Autorin Josée Hümpel-Langen entführte die Zuhörer mit ihren kurzen lyrischen Texten an Orte, die sie teilweise selbst nur von Bildern oder aus ihren Träumen kannte. Denn, so lautete ihr Fazit, man kann auch reisen, ohne sein Zuhause zu verlassen. Doch auch weniger exotische Orte und Ziele der literarischen Reisen standen auf dem Programm.

Der Mönchengladbacher Autor Karl-Heinz Thifessen hatte sich für ein Kapitel seines dritten und bislang namenlosen historischen Romans entscheiden, das die Zuhörer in die Nacht vom 9. auf den 10. November 1740 in Gladbach entführte. „Unser Dorf wird erneuert“ hieß ein Beitrag von Gerta Gormanns. „Locus tranquillus occultus“ und „Kathrin meditiert“ standen von Elke Roob auf dem Programm. Mit „Dat schwatte Köfferke“ präsentierte Georg Nowak einen Text in Mundart, während Josée Hümpel-Langen bei „Kijk enns naar het vogeltje“ auch in niederländischer Sprache vortrug. Gertrud Grins stellte insbesondere mit „Floreana – Galapagos“ den Ort vor, dem die bis kommenden Freitag laufende Ausstellung im Naturparkzentrum gewidmet war.

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