Zwei Steilrampen in der Rur werden zurückgebaut

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Kreis Heinsberg. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) will zwei Steilrampen in der Rur bei Hückelhoven-Millich und Heinsberg-Brehm zurückbauen.

Diese behindern laut WVER die ökologische Durchgängigkeit für Gewässerlebewesen im Fluss. Verwiesen wird auf die EG-Wasserrahmenrichtlinie. Der Mensch habe die Fließgewässer in der Vergangenheit baulich stark verändert und sie damit zumeist ihrer Natürlichkeit beraubt. Jetzt sollen sie bis zum Jahr 2027 wieder in einen naturnahen „guten Zustand“ zurückversetzt werden.

Zur Umsetzung dieser Richtlinie sei für jedes relevante Gewässer ein Maßnahmenkonzept erstellt worden – unter ­Beteiligung von Städten und ­Gemeinden, Wasser- und Landschaftsbehörden, Landwirtschaftskammer und weiteren Fachverbänden.

Eine wesentliche Voraussetzung zur Erreichung eines guten Zustands ist laut WVER die Durchgängigkeit der Fließgewässer. „Heute teilen nur schwer überwindbare Querbauwerke wie Wehre und Rampen viele Fließgewässer in kurze Abschnitte, die den Lebensraum zum Beispiel für Fische stark einengen. Auch in der Rur gibt es solche Bauwerke, die umgebaut oder beseitigt werden müssen.“

Ein Baustein zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit sei die Beseitigung der Rampen in der Rur bei Hückelhoven-Millich und bei Heinsberg-Brehm. Die beiden steilen Rampen würden für viele Fische ein fast unüberwindbares Hindernis darstellen. Noch im Februar soll mit dem Rückbau der Rampe bei Millich begonnen. Da sich durch den Rückbau der Wasserspiegel oberhalb der jetzigen Steilrampe niedriger einstellen und zusätzlich die Uferbefestigung entfernt werde, könne es zu Uferabbrüchen im Bereich des heutigen Radweges kommen, so der WVER.

Der Radweg werde daher im Rahmen der Baumaßnahme verlegt. Die an den Radweg angrenzenden privaten landwirtschaftlichen Flächen würden nicht angetastet. Sollte sich zeigen, dass die Rur ihr Ufer in Richtung dieser Flächen verlegt, sieht sich der Wasserverband verpflichtet, die Böschung mit Wasserbausteinen zu sichern. Im zweiten Halbjahr soll auch die Sohlrampe bei Heinsberg-Brehm abgerissen werden.

Mit diesen Maßnahmen kommt der WVER nach eigenen Angaben seiner gesetzlichen Aufgabe zur ökologischen Gewässerunterhaltung und damit zur Verbesserung des Lebensraumes der Fließgewässer nach den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie nach. Die Kosten sollen sich für die Gesamtbaumaßnahme auf circa 450.000 Euro belaufen. Sie werden vom Land Nordrhein-Westfalen mit 80 Prozent bezuschusst.

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